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Behörden ermitteln gegen Mt. Gox 

Ein geprellter Bitcoin-Anhänger gibt Journalisten vor dem Hauptquartier von Mt. Gox in Tokio ein Interview. 
Ein geprellter Bitcoin-Anhänger gibt Journalisten vor dem Hauptquartier von Mt. Gox in Tokio ein Interview. Bild: AP/AP
Wegen verschwundenen Bitcoins

Behörden ermitteln gegen Mt. Gox 

Nach dem Verschwinden der Bitcoin-Handelsplattform Mt. Gox aus dem Internet haben japanische Behörden Ermittlungen aufgenommen. Auch die US-Behörden sollen sich eingeschaltet haben.
26.02.2014, 13:4326.02.2014, 13:45

Die Finanzbehörden, die Polizei und das Finanzministerium «befassen sich mit der Sache, um ihr ganzes Ausmass zu erfassen», sagte ein japanischer Regierungsvertreter am Mittwoch vor Journalisten. «Wenn wir umfassend über das Bescheid wissen, was passiert ist, werden wir weitere Schritte einleiten, falls nötig.»

Das Portal Mt.Gox ist seit Dienstag im Internet nicht mehr zu finden. Die Handelsplattform für Bitcoins, eine der ältesten und wichtigsten ihrer Art, hatte vor zweieinhalb Wochen alle Aktivitäten gestoppt, ohne eine genaue Erklärung zu geben. Es hiess lediglich, dass man die «Website und die Nutzer» schützen wolle. Man beobachte die Situation und werde entsprechend handeln.

Millionen von Dollar verschwunden

Mt.Gox-Kunden kommen nicht mehr an ihre virtuellen Guthaben heran. Im Internet kursierte ein angeblicher Krisenplan von Mt.Gox, demzufolge das Unternehmen in den vergangenen Jahren unbemerkt 744'400 Bitcoins verloren haben soll. Diese könnten mehrere hundert Millionen Dollar wert sein. Die Echtheit des Dokuments konnte zunächst nicht überprüft werden.

Inzwischen befassen sich offenbar auch US-Behörden mit dem Fall. Das «Wall Street Journal» berichtete, US-Bundesanwälte in New York hätten das Unternehmen Mt.Gox unter Strafandrohung aufgefordert, eine Reihe von Dokumenten vorzulegen.

Die virtuelle Währung Bitcoin war im Jahr 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte.

Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet. Der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt stark. Aufsichtsbehörden weltweit hatten in den vergangenen Monaten verstärkt vor den Risiken gewarnt. (mbu/sda/afp)

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