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«WTF»: USA laut Bericht erbost wegen Israels Angriffen auf Öldepots

Flames and smoke rise from an oil storage facility struck as attacks hit the city during the U.S.–Israeli military campaign in Tehran, Iran, late Saturday, March 7, 2026. (Arileza Sotakbar/ISNA via AP ...
Eine gigantische Rauchwolke über Teheran nach israelischen Angriffen auf Öldepots.Bild: keystone

«WTF»: USA laut Bericht erbost wegen Israels Grossangriff auf Irans Öldepots

Die USA sollen gar keine Freude an den massiven israelischen Angriffen auf Öldepots im Iran haben, wie das US-Portal «Axios» berichtet. US-Präsident Trump hat mehrere Gründe, diesen Teil des Krieges nicht eskalieren zu lassen.
09.03.2026, 07:4809.03.2026, 07:48

«WTF» (deutsch sinngemäss: «Was zur Hölle?») war laut dem US-Nachrichtenportal Axios die Reaktion von US-Beamten auf Israels grossangelegte Angriffe auf die iranische Ölinfrastruktur. Das Medium beruft sich auf mehrere anonyme Quellen im israelischen und im US-Militär.

Die israelische Armee hatte in der Nacht auf Sonntag zahlreiche Öldepots bombardiert. Über der iranischen Hauptstadt ragte eine gigantische schwarze Rauchwolke in den Himmel. Zudem zeigten Bilder, wie es zu grossen Stichflammen und Bränden kam.

Flames rise from an oil storage facility south of the capital Tehran as strikes hit the city during the U.S.–Israel military campaign, Iran, Saturday, March 7, 2026. (AP Photo/Vahid Salemi)
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Die Angriffe verursachten grosse Stichflammen in Teheran.Bild: keystone

Laut dem «Axios»-Bericht überstiegen die Angriffe auf 30 Öl-Einrichtungen den Umfang, den Israel gegenüber den USA angekündigt hat, massiv. Mehrere Quellen berichten gegenüber dem Portal, dass dies zu einer gröberen Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden Verbündeten geführt hatte. Ein US-Beamter erklärte:

«Wir glauben nicht, dass das eine gute Idee war.»

Israel begründete die Angriffe offiziell damit, dass die Öl-Depots vom iranischen Regime genutzt würden, unter anderem auch, um das Militär zu versorgen. Ein israelischer Militärbeamter erklärte zudem, man habe den Iranern mit dem Angriff signalisieren wollen, dass diese keine zivilen Ziele in Israel mehr angreifen sollen.

Für die USA ist der Umfang der Angriffe problematisch, weil er die Unruhe rund um die weltweite Ölversorgung verschärft (und damit die Turbulenzen an den Börsen). Der Iran hat mit der Sperrung der Strasse von Hormus, die ein grosser Teil der weltweiten Ölexporte aus den Golfstaaten passieren muss, bereits für eine Verknappung des Angebots gesorgt. Gewisse Länder, wie die Philippinen, haben bereits staatliche Energiesparmassnahmen verordnet. Der Ölpreis hat zuletzt die Marke von 100 US-Dollar durchbrochen.

Gerade in den USA sind Öl- und Benzinpreise, die damit ebenfalls steigen, ein heikles Thema. Wählerinnen und Wähler reagierten in der Vergangenheit empfindlich auf höhere Preise. Präsident Donald Trump spielt das angesichts der in diesem Jahr stattfindenden Zwischenwahlen nicht in die Karten. Ein Trump-Berater sagte gegenüber «Axios» denn auch:

«Dem Präsidenten gefällt der Angriff nicht. Er will das Öl retten. Er will es nicht verbrennen. Und es erinnert die Leute an die höheren Benzinpreise.»
President Donald Trump speaks to reporters as Defense Secretary Pete Hegseth listens while traveling aboard Air Force One en route from Dover Air Force Base, Del., to Miami, Saturday, March 7, 2026. ( ...
Donald Trump weiss um die Empfindlichkeit seiner Mitbürger bezüglich der Spritpreise.Bild: keystone

Ein Risiko sind Israels Angriffe auch, weil der Iran angekündigt hat, dass er bei Bombardements der Energie-Infrastruktur Vergeltung auf vergleichbare Ziele in der Golfregion ins Visier nehmen würde. Das würde die Preisspirale nach oben wohl nochmals deutlich beschleunigen – und potenzielle Versorgungsprobleme weltweit verschärfen.

Das Weisse Haus und die offiziellen Stellen des israelischen Militärs und der Regierung gaben keinen Kommentar ab.

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