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Tories droht bei britischen Kommunalwahlen heftige Klatsche wegen Brexit

Tories droht bei britischen Kommunalwahlen heftige Klatsche wegen Brexit

02.05.2019, 17:1702.05.2019, 17:17
epa07538137 Pro EU campaigners outside the British Labour Party's national executive committee (NEC) offices in central London, Britain, 30 April 2019. Reports state that the NEC will discuss whe ...
Bild: EPA/EPA

Die britischen Konservativen könnten am Donnerstag mehr als 800 Sitze bei den Kommunalwahlen verloren haben. Davon geht der Wahlanalyst Robert Hayward aus, der selbst ein Konservativer ist und dem Oberhaus in London angehört.

Viele Wähler strafen demnach Premierministerin Theresa May für die «Brexit-Sackgasse» ab, wie die Zeitung «The Guardian» am Donnerstag weiter berichtete.

Von den Verlusten der Konservativen profitieren Hayward zufolge vor allem die Liberaldemokraten (etwa 500 Sitze), aber auch die grösste Oppositionspartei Labour (300 Sitze). Insgesamt ging es bei den Wahlen in grossen Teilen Englands und Nordirlands um über 8000 Sitze lokaler Gremien.

Affäre Williamson

Erste Ergebnisse wurden frühestens um etwa 01.00 Uhr nachts erwartet, die letzten sollen gar erst am Freitagabend veröffentlicht werden. In Wales, Schottland und in der Hauptstadt London wurde nicht gewählt.

Überschattet wurden die Kommunalwahlen vom Rauswurf des Verteidigungsministers Gavin Williamson am Mittwoch. Regierungschefin May wirft Williamson vor, Medienvertretern sensible Informationen aus einem Treffen des nationalen Sicherheitsrats gesteckt zu haben. Williamson wies die Vorwürfe strikt zurück.

Noch ohne Farages Partei

Die neu gegründete Brexit-Partei des Ex-Ukip-Chefs Nigel Farage durfte noch nicht an den Kommunalwahlen teilnehmen. Sie führt bereits Wochen nach ihrer Gründung die Umfragen zur Europawahl Ende Mai an.

Die Brexit-Frage spaltet Grossbritannien

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Die 24-jährige Madeleina Kay will in der EU bleiben, London, 14. Februar 2019.
quelle: ap/ap / matt dunham
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Gewählt wurde in 248 englischen Bezirken. In einigen davon ging es darum, alle Sitze neu zu vergeben, in anderen stand nur ein Teil zur Wahl. In Nordirland wurden die Gremien in allen elf Bezirken des Landesteils komplett neu besetzt. In sechs mittelgrossen und kleineren Städten sollten zudem neue Bürgermeister bestimmt werden.

Nach den Kommunalwahlen steht im Vereinigten Königreich die Europawahl an. Eigentlich hätte Grossbritannien die EU bereits Ende März verlassen sollen. Die Brexit-Frist wurde inzwischen aber bis zum 31. Oktober verlängert, nachdem die Premierministerin drei Mal im Parlament mit ihrem Austrittsabkommen gescheitert war. (aeg/sda/dpa)

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