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Niederlande ziehen Teil von Goldreserve aus den USA ab

FILE - Gold bars are stacked in a vault at the United States Mint on July 22, 2014, in West Point, N.Y. (AP Photo/Mike Groll, File)
Netherlands Gold
Bild: keystone

Niederlande ziehen Teil von Goldreserve aus den USA ab

02.09.2026, 18:0402.09.2026, 18:04

Die Niederlande haben einen grossen Teil ihrer Goldreserven aus den USA abgezogen und nach London verlagert. Dies sei eine strategische Entscheidung wegen der «zunehmenden geopolitischen Unruhen», begründete die niederländische Zentralbank DNB den Schritt am Mittwoch. Auch aus Kanada wurde eine geringere Menge transferiert.

Damit liegt der grösste Teil der Goldvorräte des Landes in London in Tresoren der Bank of England. In New York lagen bisher 31 Prozent der niederländischen Goldreserven, nun sind es noch 18,5 Prozent. In Kanada ging die Reserve von 19,7 auf ebenfalls 18,5 Prozent zurück.

Insgesamt wurden aus New York und Ottawa den Angaben zufolge etwa 86 Tonnen Gold abgezogen. Das ist etwa ein Viertel der niederländischen Goldvorräte von bisher 313 Tonnen in Nordamerika. Nun liegen der DNB zufolge gut 32 Prozent in London und knapp 31 Prozent im eigenen Land. In New York und Ottawa sind jeweils noch etwa 18,5 Prozent.

«Krisenvorsorge stärken»

Nach Attacken von US-Präsident Donald Trump auf die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatten international Sorgen über dort gelagerte Goldreserven zugenommen. Die DNB aber nimmt darauf in ihrer Begründung keinen Bezug, sondern spricht von einer Streuung des Risikos durch eine ausgewogenere Verteilung. Angesichts der zunehmenden geopolitischen Unruhen arbeite die DNB daran, ihre Krisenvorsorge zu stärken.

Gold, das in London bei der Bank of England gelagert werde, müsse modernen internationalen Handelsstandards entsprechen und gelte als das am leichtesten handelbare Gold der Welt. Damit lasse es sich von der DNB in einer Krisensituation am schnellsten einsetzen, hiess es weiter.

Die Frage, ob man auch das deutsche Gold aus den Tresoren der US-Notenbank Fed nach Deutschland holen sollte, taucht in unregelmässigen Abständen immer wieder auf. Bislang sieht die Bundesbank, die die Goldreserven im Auftrag des Bundes verwaltet, keine Veranlassung dafür.

Die Goldbestände der Bundesbank von 3'350 Tonnen sind die zweitgrössten weltweit nach denen der USA. 51 Prozent der Goldreserven der Bundesbank liegen demnach in Frankfurt. Rund 37 Prozent lagern in New York, etwas mehr als zwölf Prozent in London. New York und London sind nach Angaben der Bundesbank die wichtigsten Goldhandelsplätze der Welt. (sda/awp/dpa)

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51 Kommentare
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butlerparker
02.09.2026 18:28registriert März 2022
Natürlich sagt man nicht "wegen DT". Aber übersetzt heisst das schon: "Die Wahrscheinlichkeit, dass DT oder seine Nachfolger auf dieses Gold zugreifen könnten, ist grösser als die Wahrscheinlichkeit, dass London von den RUS erobert wird.

Seltsame Zeiten sind das.
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Stäbchen
02.09.2026 18:53registriert März 2026
Was gibt es eigentlich für einen Grund, eigenes Gold in einem anderen Staat zu lagern?
Ich denke, jeder Staat hat auf seinem eigenen Staatsgebiet genug Möglichkeiten, sein Gold sicher und sinnvoll verteilt zu lagern.
Ausgerechnet die USA sind - und waren es nie - ein verlässlicher Partner... weder für Verträge noch für ideologische Gemeinsamkeiten.
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Reinhard51
02.09.2026 18:26registriert November 2025
Das sollte tanz Europa so mdachen, nicht gleich, sofort!
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