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Amazon der Waffen: Trump Jr.s Millionengeschäft mit GrabAGun

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GrabAGun-CEO Marc Nemati, Donald Trump Jr. und Investmentbanker Omeed Malik nehmen am Börsengang der GrabAGun Digital Holdings Inc. an der New Yorker Börse in New York teil.Bild: keystone

Wie Trump Juniors «Amazon der Waffen» Millionen einbringen könnte

Eine neue Regelung im Waffengesetz würde den Onlinekauf von Schusswaffen deutlich vereinfachen. Profitieren würde dabei auch Donald Trump Jr.
03.07.2026, 10:1703.07.2026, 10:17

Vergangenes Jahr ging der Online-Waffenhändler GrabAGun, das sogenannte «Amazon der Waffen», an die Börse. Hilfe gab es dabei vom Präsidentensohn Donald Trump Jr., welcher Anteilseigner und Vorstandsmitglied bei dem Unternehmen ist. GrabAGun könnte nun von einer geplanten Regeländerung im von Präsident Donald Trump eingesetzten Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives (ATF) profitieren, das den direkten Versand von Waffen an Privatadressen erleichtern will.

Sollte die Regelung in Kraft treten, wäre sie eine der folgenreichsten Änderungen der US-Waffenpolitik der letzten Jahre und könnte laut Reuters ein enormes Wachstum des Online-Waffenhandels auslösen.

Das soll sich ändern

Der Vorschlag sieht vor, dass lizenzierte Händler Schusswaffen direkt an Einwohner des jeweiligen Bundesstaates versenden dürfen, sofern diese eine Online-Identitätsprüfung und einen Hintergrundcheck durchlaufen und die örtlichen Strafverfolgungsbehörden benachrichtigen. Danach soll es eine einwöchige Wartezeit geben.

Momentan müssen Online-Käufer ihre Schusswaffen in Ladengeschäften abholen und sich einem persönlichen Hintergrundcheck unterziehen, sofern sie keine Genehmigung besitzen. Kritiker argumentieren, dass der Direktversand von Schusswaffen erhebliche Risiken für die öffentliche Sicherheit birgt und die Überlebensfähigkeit kleiner stationärer Waffengeschäfte bedroht. Die neue Regelung könnte unter anderem Trump Jr. nützen, der mehr als 300'000 Aktien besitzt, was etwa ein Prozent der GrabAGun-Aktien betrifft.

Das meint Trump Jr.

In einer Stellungnahme von Trump Jr.s Pressesprecher heisst es, dass der Sohn des Präsidenten keine Rolle bei dem ATF-Vorschlag gespielt habe: «Don ist seit jeher Geschäftsmann und ein engagierter Verfechter des Zweiten Verfassungszusatzes. Er hat im Rahmen seiner Tätigkeit für die Unternehmen, in die er investiert oder die er berät, keinerlei Kontakt zur Bundesregierung und war an dieser speziellen Entscheidung in keiner Weise beteiligt.»

GrabAGun-CEO Marc Nemati erklärte, weder er noch Trump Jr. hätten von diesem Vorschlag gewusst. Sein Unternehmen analysiere noch die potenziellen Auswirkungen der Regeländerung auf seine Einnahmen von 100 Millionen Dollar. In einer Pressemitteilung vom Mai hiess es noch: «Wir glauben, dass GrabAGun eine einzigartige Position hat, um diese potenzielle Chance zu nutzen.»

Das ATF prognostiziert, dass die Hälfte aller Waffenkäufer – fast 3,3 Millionen Menschen jährlich – künftig die Lieferung nach Hause nutzen wird.

(kek)

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