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Fehlende Kundeninfos: Onlinehändler Shein muss Millionenbusse zahlen

Fehlende Kundeninfos: Onlinehändler Shein muss Millionenbusse zahlen

03.06.2026, 12:2203.06.2026, 12:22
epa12749294 The Shein website is displayed on a smartphone in front of the European Commission headquarters in Brussels, Belgium, 17 February 2026. The European Commission is expected to provide a for ...
Dem Onlineriesen wird vorgeworfen, dass er die Konsumentenschutzverordnung nicht einhalten würde.Bild: keystone

Wegen Verstössen gegen das Widerrufsrecht und fehlender Informationen für Konsumenten hat Frankreich den asiatischen Billig-Onlinehändler Shein mit einer Strafe in Höhe von 22 Millionen Euro belegt. Das teilte die Wettbewerbs- und Anti-Betrugs-Behörde DGCCRF mit Sitz in Paris mit. Das Shoppingportal spricht von einer «klar unverhältnismässigen und diskriminierenden» Strafe, die man nicht hinnehmen wolle.

Im vergangenen Jahr war geprüft worden, ob Shein die Konsumentenschutzverordnung einhalte. Die Behörde wirft dem Online-Riesen vor, dass dies in zahlreichen Punkten nicht der Fall sei. Shein habe Verkaufsbestätigungen versandt, die nicht konform waren. So fehlten Preis, Datum, Lieferzeitraum, Informationen zum Verkäufer und zur Garantie sowie zum Widerrufsrecht.

Das Widerrufsrecht sei auch nicht eingehalten worden. Käuferinnnen und Käufer hätten nicht unter den vorgesehenen Bedingungen vom Verkauf zurücktreten können. Auch habe Shein nicht ausreichend Informationen zu Umweltstandards ihrer Produkte geliefert – etwas mit Blick auf Mikroplastik, hiess es von der Behörde.

Ein Sprecher von Shein stellte klar, dass das Unternehmen die Strafe anfechten wolle. Es sei kein Schaden für Verbraucher ersichtlich geworden. Die von der Behörde angemahnten Informationen seien im Kundenkonto verfügbar gewesen und Grund für ausbleibende Umweltinformationen sei ein technischer Fehler gewesen. Eine solch hohe Sanktion sei nicht zu rechtfertigen, bemängelte Shein.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Frankreich Shein eine Strafe in Höhe von 40 Millionen Euro auferlegt, damals wegen Täuschung von Verbraucherinnen und Verbrauchern bei Preisnachlässen. (sda/awp/dpa)

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quelle: reddit
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