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Cum-Ex: Razzia bei ABN Amro in Frankfurt

Cum-Ex-Razzia bei ABN Amro in Frankfurt

27.02.2020, 11:5427.02.2020, 11:54
Eine in einer Reihe von vielen Banken unter Geldwäsche-Verdacht - die niederländische ABN Amro. (Archivbild)
Bild: EPA

Wegen Cum-Ex-Geschäften haben Ermittler erneut die Frankfurter Niederlassung der niederländischen Grossbank ABN Amro durchsucht. «Ich kann bestätigen, dass wir im Rahmen des Cum-Ex-Komplexes Massnahmen bei ABN Amro in Frankfurt durchführen», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln. Darüber hinaus wollte er sich nicht äussern. ABN Amro lehnte eine Stellungnahme ab. Zuvor hatten unter anderem die «Süddeutsche Zeitung», der WDR und das «Handelsblatt» über die Razzia berichtet.

Wegen vermuteter Tricksereien bei Aktiengeschäften («Cum-Ex») hatten Ermittler die Frankfurter Büros von ABN Amro bereits im November durchsucht. Damals rückte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt an. Sie warf sechs Beschuldigten vor, einen Steuerschaden von zusammen 53.3 Millionen Euro verursacht zu haben.

Bei «Cum-Ex» liessen sich Anleger einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mit Hilfe ihrer Bank mindestens zwei Mal erstatten. Dazu verschoben sie um den Stichtag der Dividendenzahlung herum untereinander Aktien mit - also cum - und ohne - ex - Dividendenanspruch. Dem Fiskus sind dadurch Milliarden entgangen, bevor die Gesetzeslücke 2012 geschlossen wurde. (aeg/sda/awp/reu)

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