Wirtschaft
Schweiz

Löhne dürften laut KOF-Umfrage 2027 steigen

Eine Person zieht waehrend eines Marktes auf dem Hevetiaplatz in Zuerich Schweizer Banknoten aus ihrem Portemonnaie, fotografiert am Freitag, 16. Februar 2024. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Werden die Portemonaies im kommenden Jahr wieder dicker? (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Löhne dürften laut KOF-Umfrage 2027 steigen

16.08.2026, 21:5116.08.2026, 21:51

Unternehmen in der Schweiz rechnen 2027 mit Lohnerhöhungen. Laut einer Erhebung des KOF Instituts werden die Betriebe in der Lohnrunde 2027 die Gehälter durchschnittlich um 1,2 Prozent erhöhen.

An der Umfrage, die der Nachrichtenagentur «Keystone-SDA» vorliegt haben laut den Angaben rund 3500 Firmen aus dem Privatsektor teilgenommen. Zuerst hatte am Sonntag die «NZZ» über die Umfrage berichtet.

Gleichzeitig dürfte die Inflation laut den KOF-Prognosen 2027 rund 0,5 Prozent betragen. In diesem Szenario bliebe den Beschäftigten somit ein Reallohnzuwachs von gut 0,7 Prozent.

Damit könnte 2027 für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein erfreuliches Lohnjahr werden, wie die Zeitung weiter schreibt. Zwischen 2014 und 2023 habe das reale Lohnwachstum hierzulande bei lediglich 0,2 Prozent pro Jahr gelegen. «Die Zahlen können sich angesichts von Belastungen wie den amerikanischen Zöllen oder dem Iran-Krieg durchaus sehen lassen», wird KOF-Ökonom Michael Siegenthaler in der «NZZ» zitiert.

Allerdings rechnen die Unternehmen selbst laut der Umfrage mit einer deutlich höheren Inflation als das KOF Institut, und zwar mit 1,1 Prozent. Damit bliebe den Angestellten nach Abzug der Inflation real nicht viel mehr Lohn übrig.

Bau an Spitze, Banken am Tabellenende

Nach Branche sticht laut der «NZZ» das Baugewerbe als Spitzenreiter hervor. Es sei die einzige Branche, in der die Firmen nominal und real mit höheren Lohnanpassungen rechneten als vor einem Jahr. Sie erwarteten der Umfrage zufolge ein nominales Plus von 2 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent). Gründe dafür sind laut dem KOF Institut die gute Geschäftslage und der Fachkräftemangel.

Am deutlichsten sanken die Erwartungen hingegen bei den Banken: Während sie im Vorjahr von einem Lohnplus von 1,4 Prozent ausgingen, werde nun nur noch eine Steigerung von 0,8 Prozent erwartet. Eine Rolle spielen könnten laut Siegenthaler der Zusammenschluss der UBS und der CS, der Einsatz von KI sowie eine wachsende Konkurrenz durch Online-Angebote. (sda/awp)

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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rethinking
16.08.2026 22:32registriert Oktober 2018
Es ist noch ein immer viel zu wenig!

Unter Berücksichtigung der Krankenkassenprämien liegt der tatsächliche Reallohn heute im Vergleich zu vor fünf Jahren deutlich im Minus, da die massiven Prämiensprünge die magere Lohnentwicklung komplett aufgefressen haben.
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