Wirtschaft
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Tests zeigen: Schweizer Markenartikel gibt es in Deutschland meist günstiger

Ausländische Hersteller und Händler schöpfen gezielt die höhere Kaufkraft in der Schweiz ab, lautet die häufige Kritik. Doch wie sieht es bei Schweizer Markenherstellern aus, die ihre Produkte auch ins Ausland exportieren?

Gabriela Jordan / CH Media



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Chris Iseli/chmedia

Die Schweiz am Wochenende hat getestet, wie gross der Preisunterschied bei ausgewählten Schweizer Produkten in Deutschland und in der Schweiz ist. Die Testkäufe bei Coop, der zu Edeka gehörenden Einzelhandelskette Hieber, der Drogerie Müller oder den jeweiligen Webshops zeigen, dass es die Produkte in Deutschland tatsächlich meist günstiger als in der Schweiz zu kaufen gibt.

Eine Zahnbürste von Curaprox kostet zum Beispiel 23.8 Prozent mehr, die Pralinés du Confiseur von Lindt & Sprüngli sind 14.7 Prozent teurer, die Paprika Chips von Zweifel 19.6 Prozent und für einen Caffè Latte Cappuccino von Emmi muss man sogar 73.8 Prozent mehr hinblättern. Höhere Preise bezahlt man auch für Produkte von Weleda, Ricola und Thomy, günstiger sind teilweise Produkte von Kambly, Victorinox und Caran D’Ache (siehe Tabelle unten).

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Auf die Preisunterschiede angesprochen, hört man bei sämtlichen Herstellern den gleichen Tenor: Die Differenz kommt nicht ihnen zugute, sondern ist auf höhere Produktionskosten in der Schweiz zurückzuführen. Nebst Kosten für Rohstoffe, Löhne, Miete und Logistik würden etwa auch Marketing- und Promotionskosten hinzukommen. Darüber hinaus, betonen die Hersteller, wird der Verkaufspreis und somit die Marge durch den Handelspartner definiert. Die Detailhändler würden jeweils eigene Preispositionierungen verfolgen.

Grosse Unterschiede gibt es auch innerhalb eines Landes

Zu Letzterem äussert sich beispielsweise Lindt & Sprüngli: «Als Hersteller geben wir lediglich einen Richtpreis als Empfehlung für den Detailhandel ab, der auch die Premiumpositionierung der Produkte abbildet. Die tatsächliche Preisgestaltung obliegt dem Handelspartner.» Die meisten Lindt-Produkte, die auf dem deutschen, französischen oder italienischen Markt angeboten werden, würden zudem in lokalen Werken in Deutschland und Frankreich produziert – und somit zu entsprechend tieferen Kosten.

Auch Weleda verweist auf die sogenannte unverbindliche Preisempfehlung. Seit 2011 habe Weleda gegenüber dem Handel sogar zwei Preissenkungen vorgenommen. Emmi spricht ausserdem die grosse Preisdifferenz innerhalb eines Landes an, etwa durch günstigere Discounter und teurere Tankstellenshops, und versichert: «Die Preisdifferenz landet nicht in den Taschen von Emmi.»

Der Hersteller Zweifel schreibt, dass er Geschäftspartner im Ausland gegenüber Schweizer Geschäftspartner nicht bevorzuge. Er bekenne sich zum Produktionsstandort Schweiz und beziehe die Rohstoffe wenn immer möglich von hier. Kambly, das Werke in der EU und in der Schweiz hat, weist in diesem Zusammenhang auf die Importzölle auf Waren mit Agrar-Rohstoffen hin.

Diese dienen dem Schutz der schweizerischen Landwirtschaft und führen dazu, dass zum Beispiel Milch, Butter oder Mehl auf das hiesige Rohstoffpreisniveau heraufbesteuert werden. Das schlage sich schliesslich im Verkaufspreis der Kambly-Produkte nieder.

Nicht von Agrarzöllen betroffen sind Victorinox und Caran D’Ache. Sie bieten ihre Produkte nach eigenen Aussagen in der Schweiz im Allgemeinen leicht niedriger als im Ausland an. Beide nennen als Grund, dass sie ihre Ware in der Schweiz direkt verkaufen können, während sie im Ausland von Distributoren abhängig sind.

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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bosshard Matthias 19.08.2019 10:48
    Highlight Highlight Schade kennen die Leser nicht die enormen Gewinne der Importeure. Ich kenne sie da ich Beruflich damit zu tun habe Ihr würdet staunen wie kreativ die Preise gestaltet werden bei den Konzernen und wieviel Millionen Gewinn schon nur für dem Transporteur herausspringen in einem Jahr. Wer denkt es gehe um Lohn oder Lagerkosten glaubt an den Weihnachtsmann. Leider darf ich keine Details verraten möchte meinen Job behalten.
  • ConcernedCitizen 18.08.2019 12:15
    Highlight Highlight Um fair vergleichen zu können: welcher Anteil des Verkaufspreises macht der Einkaufspreis aus? Und wieviel geht für Aufwände auf? (Personal, Gebäude, andere Aufwände, Steuern?) Wieviel Marge gönnt sich der Verkäufer?


  • NurEineMeinung 18.08.2019 10:59
    Highlight Highlight Neoperl Cascade in CH 6 CHF + das Stück
    In D 4.75 € aber 10 Stück
  • TodosSomosSecondos 18.08.2019 10:34
    Highlight Highlight Diese Produkte einfach nicht kaufen. Fertig.
  • Ihre Dudeigkeit 18.08.2019 10:33
    Highlight Highlight Das Zauberwort heisst : Kaufkraftbereinigt, danmit werden wir Schweizer über alle Produkte und Branchen schon seit Jahren abgezockt. Wie sieht es aus mit der Mwst : sind die unterscheide CH - DE in Brutto oder netto??
  • Delisa06 18.08.2019 10:33
    Highlight Highlight Das ist schon lange bekannt. Jeder der auf das Jammern der Firmen reinfällt ist selber schuld. Das ist auch ein guter Indikator unsere Politiker unter die Lupe zu nehmen mit ihren aussagen
  • neutrino 18.08.2019 10:13
    Highlight Highlight Und jetzt? Der Preis wird in der freien Marktwirtschaft durch Angebot und Nachfrage bestimmt und nicht wieviel Wert zB. eine Lindorkugel hat. Eine Lindorkugel hat nicht Zutaten und Herstellungskosten, die 5 Mal so teuer ist wie eine Aldi-Pralinekugel - die Leute (in der Schweiz) sind einfach bereit, soviel mehr zu zahlen.

    Wie bei Redbull und M-Budget-Energydrink. Gleicher Inhalt, anderer Preis - weil's die Leute zahlen.
    • rönsger 18.08.2019 19:23
      Highlight Highlight Endlich ein besonnener und faktenbasierter Kommentar, liebe*r Neutrino: Erlaube ergänzend: Die Lindorkugel muss sich am deutschen und nicht am CH-Markt orientieren; würde Lindt in Deutschland gleichviel verlangen wie in der Schweiz, würde sie keine Kugel verkaufen (ausser den versnobbten Schickimickis), weil die Kugel schlicht und ergreifend zu teuer wäre im Vergleich zur deutschen Konkurrenz. Angebot und Nachfrage funktionieren übrigens nicht nur nach unten, sondern auch nach oben: Wenn wir halt soviel zu bezahlen bereit sind, freut das Lindt: Wir Schweizer*innen machen ja mit - selber blöd.
  • schoscho 18.08.2019 10:06
    Highlight Highlight Die Preisdiskussion ist ermüdend: logisch sind au CH-Produkte im Ausland billiger, denn Infrastruktur und Löhne dort sind ja dann immer noch nicht "Made in Switzerland" und der höchste Kostenfaktor.
  • andrew1 18.08.2019 09:55
    Highlight Highlight Ich gehe etwa einmal im jahr in deutschland einkaufen. Wie stark die preise der selben produkte niedriger sind ist schon eine frechheit. Leider ist es weder ökonomisch noch ökologisch die 80 km nach deutschland und zurück zu fahren für 50 kg einkäufe mitzunehmen.
    Das auto ist 1.7 tonnen schwer und braucht 7 liter. Es sollte doch eine möglichkeit geben die güter mit einem 40 tonnen lkw in die schweiz zu führen was günstiger ist und dann hier in einer art laden zu verkaufen. Axo geht nicht? Stimmt dan ist plötzlich alles 50-100% teurer. 🤷‍♂️
  • Charlie Brown 18.08.2019 09:51
    Highlight Highlight Eine ökonomische Frage. Ich habe darauf ökonomische Antworten.

    Die Kostenstruktur im Vertrieb in DE sind anders als in der Schweiz.

    Wenn der Vertriebspartner in DE 5-10 mal so viel Menge abnimmt wie jener in der Schweiz, bekommt er vom Hersteller die besseren Preise.
  • Hank Moody 18.08.2019 09:42
    Highlight Highlight Warum möchten alle deutsche Preise aber schweizer Löhne. Hier geht es nicht nur um die Produktionskonsten, sondern auch die Vetriebskosten müssen berücksichtigt werden. Ein Lastwagenfahrer der die ware anliefert oder die Verkäuferin verdienen in der Schweiz auch mehr und müssen von der Marge bezahlt werden. Ausserdem ist die Ware dort teurer wo eine grössere Nachfrage besteht. Am Ende bleibt uns in der Schweiz trotz allem mehr zum Leben übrig als sonstwo. Sonst würden nicht so viele Leute in die Schweiz ziehen wollen. Das sage ich als Nichtschweizer.
    • P1erre991 18.08.2019 12:41
      Highlight Highlight Stimmt schon lange nicht mehr!
    • Peter R. 18.08.2019 14:39
      Highlight Highlight All dies rechtfertigt nicht, dass gewisse Produkte in der Schweiz 3x teurer sind als beispielsweise in Deutschland (Kosmetik, Hygieneartikel etc.).
    • Hank Moody 18.08.2019 14:56
      Highlight Highlight @Peter R.
      Wenn die Produkte in der Schweiz zu dem Preis nicht verkauft werden könnten, würden sie auch günstiger werden. Solange die Nachfrage besteht gibt es keinen Grund die Preise zu senken.
  • Nüübächler 18.08.2019 09:25
    Highlight Highlight Genau gleich ist bei den Lebensmittel. Die Schweizer Verarbeiter haben eine viel höhere Marge als europäische Unternehmen. Dadurch verteuern sie zulasten der Konsumenten die Lebensmittelpreise. Die Schuld wird dann immer auf die Bauern geschoben, in Wahrheit haben im Vergleich zu europäischen Konkurrenten die Schweizer Verarbeiter ihre Hausaufgaben nicht gemacht und wären im direkten Vergleich nicht konkurrenzfähig.
  • daniserio87 18.08.2019 09:16
    Highlight Highlight Es ist doch völlig normal, dass die Produktpreise der Kaufkraft angeglichen werden, oder nicht?
    • P1erre991 18.08.2019 12:42
      Highlight Highlight Komischer weise ist es nur in der Schweiz so!
  • Resistance 18.08.2019 09:04
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • DerTaran 18.08.2019 09:01
    Highlight Highlight Basiswissen Betriebswirtschaft: Der Preis eines Produktes hängt nicht von seinen Herstellungskosten ab, sonder davon was die Kunden, also wir, bereit sind dafür zu bezahlen.
  • p4trick 18.08.2019 08:28
    Highlight Highlight Jetzt rechnet das ganze nochmals zu einem Umrechnungskurs von 1.60. nur weil der Euro für uns nun so günstig ist, heisst das nicht dass er für Deutsche auch günstiger ist! Das Gegenteil ist der Fall.
    1 Euro von 2005 ist in Deutschland immer noch 1Euro. In CH ist der aber nun 30% günstiger. D.h Preise von bis zu 30% Unterschied sind normal, Preise von 80% aber nicht, wie z.B. Tommy das ist eine Sauerei
  • justmee 18.08.2019 07:39
    Highlight Highlight Ihr habt vergessen Medikamente, Reise Tickets (egal ob Flug oder Bahn), Kino Besuche, Versicherungen usw. anzuschauen. Natürlich nur schweizer Firmen.
    Aber ganz ehrlich was neues ist es nicht. Schliesslich verdienen die Menschen im Ausland sehr viel weniger als wir.
    • Peter R. 18.08.2019 10:24
      Highlight Highlight Die eklatante Preisdifferenz hat nur teilweise etwas mit den unterschiedlichen Löhnen/Strukturkosten zu tun.
    • TodosSomosSecondos 18.08.2019 10:38
      Highlight Highlight Und? Das hat doch damit nullkommareingarnichts zu tun und beweist lediglich, dass sich eine vernünftige Marge schon bei massiv kleineren Preisen erzielen liesse.

      Unsere hohen Löhne dienen lediglich dazu, die Umverteilung von unten nach oben zu beschleunigen, wir selber haben nichts davon. Wie immer.
    • Frausowieso 18.08.2019 10:40
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um Diendtleistungen, die im Ausland erbracht werden. Der Vergleich beinhaltet nur Produkte von Schweizer Firmen, die im Ausland verkauft werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DocM 18.08.2019 01:57
    Highlight Highlight ääähm, nix Neues, und nun?

    Regt sich jemand auf? Gibt es einen Aufstand oder eine Demo?

    Nein, man nimmt es zur Kenntnis und macht weiter wie bisher....
  • Re Né 18.08.2019 01:52
    Highlight Highlight Ist halt so, auch suggeriert mir die Wirtschaft, daß ich nicht alles verstehen muß oder darf. 🤷🏼‍♂️
    Einen VW erwerbe ich in jedem Ausland, ich bin Deutscher, zu einem vergleichsweise Schnäppchenpreis, einführen kann man aber ebenfalls nicht bezahlen. 🤦🏼‍♂️ In Deutschland ist das seit Jahrzehnten längst kein „Wagen für‘s Volk“ mehr. 🤬
    Aber wir können leider nix tun, Ihr lieben Eidgenossen genauso wenig, wie ich..... 😑
  • fimo 18.08.2019 00:33
    Highlight Highlight Wir haben uns mal für ein Möbeli von USM interessiert und in der Schweiz und in Deutschland geschaut. Traurig wenn ich für den DE Preis nicht mal ein Occassion in der Schweiz erwerben kann. Preisdifferenzen ok, aber nicht so markant wenn es schon hier produziert wird
  • Fernrohr 17.08.2019 23:43
    Highlight Highlight Vergleicht man die Anzahl Kommentare, Herzen und Blitze zu diesem Thema mit denen zu irgendeinem Bericht über einen Furz den Trump jenseits dem Atlantik von sich gibt, weiss man, was die Menschen hier beschäftigt.
  • Mira Bond 17.08.2019 22:48
    Highlight Highlight Das war schon vor 15 Jahren so...nichts Neues!
  • Allion88 17.08.2019 22:33
    Highlight Highlight Nennt sich kaufkraft. War schon zu meiner kindheit so. Habe heute noch bücher, die zb angeschrieben sind 8DM und 8CHF.
    Für die jüngeren: DMark war ca 20% tiefer.
    Bei schweizer medikamenten sind die preise im ausland teilweise ein vielfaches kleiner als hier.
    • Menel 18.08.2019 08:32
      Highlight Highlight Aber gerade Bücher sind oft billiger in der Schweiz, da in Deutschland noch der Buchbindepreis drauf geschlagen wird. Bei Zeitschrifen ist es wieder anders, da zahlen wir in D für Schweizer Zeitschriften und Zeitungen weniger.
    • P1erre991 18.08.2019 12:44
      Highlight Highlight Stimmt, teilweise die hälfte!
  • Drunken Master 17.08.2019 22:16
    Highlight Highlight Dafür hätte es jetzt echt keine Tests gebraucht... das Ergebnis war doch schon vorher klar 🤷‍♂️
  • CalibriLight 17.08.2019 22:15
    Highlight Highlight Mit dem Schweizer Lohn in Deutschland einkaufen.
    Und über die Preise hier meckern. Bravo!
    Ich verstehe, wenn das eine kinderreiche arme Familie tut, aber sonst ist das ja nur peinlich.
    • Phrosch 17.08.2019 22:42
      Highlight Highlight Naja, es kommt noch drauf an, wie gross die Unterschiede sind. Wenn wir 10% mehr bezahlen, gebe ich dir recht. Bei sehr grossem Unterschied ist aber etwas nicht mehr in Ordnung
    • Neruda 18.08.2019 00:39
      Highlight Highlight Ich finde es einfach unanständig Schweizer Produkte im Ausland billiger anzubieten trotz Mehraufwand bei Lieferung und z. T. Zoll. Das ist einfach eine Verarschung und das lasse ich mich halt nicht gerne. Ich verhalte mich selber auch nicht so und darum verlange ich das auch von Firmen. Und wenn nicht nutze ich halt den freien Markt, denn die Firmen immer so hochhalten und kaufen andernorts ein.
    • Schlange12 18.08.2019 01:23
      Highlight Highlight Man kauf doch aber Schweizer Produkte in Deutschland, welche in der Schweiz hergestellt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Couleur 17.08.2019 22:10
    Highlight Highlight Wenn es Preisunterschiede bis 20% sind, finde ich das tolerabel und dann zahle ich auch gerne hier mehr. Die zusätzlichen Fahr- und Parkkosten sollten auch eingerechnet werden für den Auslandeinkauf. Aber Unterschiede von über 70 oder 80% wie hier bei der Mayo oder dem Cappucino sind pure Abzocke und mit nichts zu rechtfertigen oder zu erklären.
    • amazonas queen 17.08.2019 22:29
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um den Einkaufstourismus. Es geht darum, warum ein in CH hergestelltes Produkt in Cuxhaven weniger kostet als in CH direkt.
    • Schlange12 18.08.2019 01:31
      Highlight Highlight Genau, Transport und höhere Mehrwertsteuer müssten das Produkt teurer machen als in der Schweiz. Aber so lang ich ein Duschgel welches in der Schweiz hergestellt wurde (Steht hinten auf der Verpackung), für 1/3 des Schweizer Preise in Deutschen oder in Tschechien kaufen kann, glaub ich denen nichts mehr.
    • Ironiker 18.08.2019 10:22
      Highlight Highlight @amazonas queen

      Der Einkaufstourismus ist aber eine direke folge davon.

      Gewisse Politiker wollen den Einkaufstourismus mit irgendwelchen Mitteln verhindern, verschliessen sich aber der Tatsache, dass dieser durch die Firmen selbstverschuldet ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 17.08.2019 22:09
    Highlight Highlight Im Falle von Zweifel Chips denke ich, dass unsere Grossverteiler bei der Abzocke zumindest mitverdienen...denn mit schöner Regelmässigkeit gibts Pseudoaktionen bei Coop und Migros...
    • Rabbi Jussuf 17.08.2019 22:46
      Highlight Highlight Die Verteiler in der Schweiz brauchen aber auch eine höhere Marge als in DE. Dürfte doch verständlich sein.

      Wieso soll ich in DE Zweifel Chips kaufen? Es gibt dort viel billigere und zum Teil auch bessere.
    • Sebwoh 18.08.2019 06:45
      Highlight Highlight Hab Zweifel in .de noch nie zum Kauf gesehen,... Weiss nicht, ob’s an meiner deutschen Nationalität liegt (und der Gaumen entsprechend erzogen wurde), aber für meinen Teil schmecken Zweifel-Chips nach Aldi und ich freu mich, wenn mir Chio‘s über den Weg laufen
    • JonathanFrakes 18.08.2019 09:36
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf: Bessere Chips als Zweifel Chips? Und die wären?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Texra 17.08.2019 22:08
    Highlight Highlight Es ist günstiger in Deutschland, no shit sherlock... Deswegen gehen manche Leute an die Grenze ihre Sachen einkaufen... oder bestellen es halt einfach im Netz aus Deutschland..
  • Sakura84 17.08.2019 21:49
    Highlight Highlight Was ist zum Beispiel mit Sportfunktionsbekleidung (zB Löffler, VAUDE etc.), welche ziemlich sicher NICHT in der CH hergestellt werden (steht oft Made in China drauf), hier aber bis zu Fr. 100.-- mehr kostet? Das verstehe ich überhaupt nicht...
    • SilWayne 17.08.2019 22:10
      Highlight Highlight Löffler und Vaude sind deutsche Marken und haben somit nichts mit diesem Artikel zu tun.
    • Rabbi Jussuf 17.08.2019 22:48
      Highlight Highlight Doch, haben schon mit dem Artikel zu tun, insofern da deutlich wird, dass Schweizer Händler eine höhere Marge brauchen um rentabel zu arbeiten.
    • Sakura84 18.08.2019 03:34
      Highlight Highlight Mol SilWayne, indirekt schon... es geht mir um das Argument, weswegen Produkte gemäss den Herstellern in der CH teurer sind (Produktions-/ Lohnkosten etc.). Wie das, wenn die Ware nicht einmal hier hergestellt wird?
    Weitere Antworten anzeigen
  • derlange 17.08.2019 21:47
    Highlight Highlight Die Schweiz ist schlicht nicht Deutschland oder Frankreich.
    • Rabbi Jussuf 17.08.2019 22:50
      Highlight Highlight Frankreich ist nicht wirklich billiger als die Schweiz. Ist mir immer ein Rätsel, wie die Franzosen sich das leisten können bei den Löhnen.
    • Neruda 18.08.2019 00:42
      Highlight Highlight Und warum genau muss ein in der Schweiz produziertes Gut hier teurer sein, obwohl Liefer- und ggf. Zollkosten entfallen im Vergleich zum Ausland?
    • Charlie Brown 18.08.2019 09:44
      Highlight Highlight @Neruda: Weil die Löhne im Einzelhandel in DE noch viel trauriger sind als in der Schweiz.
  • xTuri 17.08.2019 21:43
    Highlight Highlight Das mit Lindt & Sprüngli ist eine Lüge. Es wird suggeriert, dass auf dem deutschen, französischem und italienischen Markt werde von dem jeweiligen Produktionsland hergestellt. Das stimmt, jedoch was verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass es in der Schweiz immer häufiger Lindt & Sprüngli Produkte produziert aus Aachen in Deutschland im Handel ist. Dies ist nicht nur bei Lidl so, sondern auch im Denner und im Coop so. Ich schaue immer vor dem Kauf, ob es tatsächlich in Kilchberg produziert wird. Bin oft konsterniert, dass der kleinste Teil im Laden in der Schweiz produziert wird
    • Ueli_DeSchwert 17.08.2019 22:37
      Highlight Highlight Beispiel Lindor; Nur die "normalen" braunen und die schwarzen werden in der Schweiz hergestellt, der grösste restliche Teil der Lindörli wird in Italien und Deutschland hergestellt.

      Das gleiche bei den Goldhasen: "Vertrieb durch die Schweiz" oder "Hergestellt für die Schweiz". Kein Lindt-Goldhase, den ich im schweizer Detailhandel gesehen habe, wurde in der Schweiz hergestellt. Weshalb also soll ich Goldhasen in der Schweiz kaufen?
    • DomKi 17.08.2019 22:47
      Highlight Highlight Wenn der Barcode mit 76 beginnt ist es in der Schweiz hergestellt. Hier in Spanien gibt es EU-Herstellung und CH-Herstellung von Lindt, Preisunterschiede sind feststellbar
    • freeday 18.08.2019 09:09
      Highlight Highlight Nope :-( Wiki: Aus diesen Nummern lässt sich erkennen, bei welcher nationalen GS1-Mitgliedsorganisation die GS1-Basisnummer eines Unternehmens vergeben wurde, jedoch nicht, wo zum Beispiel ein Produkt – gekennzeichnet mit einer GTIN – hergestellt wurde.
  • Nurmalso 17.08.2019 21:42
    Highlight Highlight Sie verarschen mich weil sie mir einen höheren Preis verrechnen wenn ich in der Schweiz kaufe und ich sie weil ich nicht in der Schweiz kaufe...

    Ausgleich ist wichtig.

    Und bevor jetz jemand kommt und mir erklärt wie sehr ich der Wirtschaft schade. ... Spart es euch, die Wurtschaft auch kein Mitleid mit meiner kaufkraft. Egal ob Büezer oder Millionär Zweifel ist für alle gleich teuer.
    • vamosT 18.08.2019 00:23
      Highlight Highlight Du verarscht sie eben leider nicht, wenn du im Ausland kaufst. Denn du zahlst sort immer noch den Preis, den sie in der Schweiz verlangen müssten, falls die fair spielen würden.

      Solange nur einer in der Schweiz die überrissenen Preise bezahlt, solange lohnt es sich für sie.
  • I_am_Bruno 17.08.2019 21:40
    Highlight Highlight Fakt ist, dass die Grosshändler in der Schweiz eine riesen Marge abschöpfen. Die Hersteller geben in beiden Ländern (CH und DE) praktisch die gleichen Einkaufspreise. Man muss fairness halber aber auch sagen, dass es in der Schweiz einen viel höheren Aktionsanteil hat. Also DE: immer tiefer Preis / CH: hoher Preis auf dem Regal, dafür mehr Aktionen
  • Black Cat in a Sink 17.08.2019 21:38
    Highlight Highlight Schweiz-Zuschlag heisst das! Und es besteht kein politischer Wille, das zu ändern. Warum wohl kauft der CH-Konsument jährlich für über 11 Milliarden in Süddeutschland ein?
  • Magnum44 17.08.2019 21:35
    Highlight Highlight Angebot und Nachfrage. Der Konsument hätte es in der Hand, aber offenbar stimmt es für die Mehrheit.
  • Glenn Quagmire 17.08.2019 21:33
    Highlight Highlight Geiz ist geil, Alle nach Konstanz! Sollen alle im Detailhandel arbeitslos werden, die brauchts ja nicht im Ökosystem Schweiz.
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    • Th. Dörnbach 17.08.2019 22:09
      Highlight Highlight Thema verfehlt.
  • DerRaucher 17.08.2019 21:28
    Highlight Highlight Ist doch nix neues. Und ich glaube den Herstellern kein Wort ihrer Ausrede.
    • Patho 17.08.2019 21:51
      Highlight Highlight Die Preisunterschiede sind mit meist um die 20% oder darunter relativ klein, wenn man bedenkt, dass ein Eurokurs von 1.10 angenommen wurde. Ein Faktor, welcher die Preisunterschiede erklärt, ist die Lohnkomponente der Angestellten in den Läden. Ein deutscher Angestellter erhält DEUTLICH weniger Lohn, deshalb muss der Laden auch weniger zusätzlich zum Einkaufspreis einnehmen, folglich ist das Produkt dann günstiger erhältlich (dasselbe mit der Mitte für den Laden).
      Emmi und Thomy sind aber ziemliche Frechheiten!
    • Matti_St 17.08.2019 23:20
      Highlight Highlight @Patho, Untersuchungen haben gezeigt, wenn man alle Mehrkosten wie Lohn, Ladenmiete usw. eingerechnet werden würde, sollte das Produkt immer noch nicht mehr als 5% kosten.
    • Vosi 18.08.2019 00:22
      Highlight Highlight @Matti_St
      Hast du ne Quellenangabe?
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