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epa07486305 Executive Director and co-founder of Netflix Reed Hastings attends a royal audience granted by Spain's King Felipe VI at the Palace of la Zarzuela in Madrid, Spain, 05 April 2019.  EPA/JAVIER LIZON

Netflix-Co-Gründer Reed Hastings war kürzlich in Spanien. Im königlichen Palast ... Bild: EPA/EFE

Kommentar

Preiserhöhung durch die Hintertür – so nicht, Netflix! 🤬

Der Streaming-Dienst kostet ab sofort mehr, für Neukunden. Und auch bisherige Abonnenten sollen schon bald mehr bezahlen, dafür geizt das US-Unternehmen beim Informieren.



Netflix will mehr Geld von mir.

Erfahren muss ich davon aus den Medien.

Der Streaming-Dienst erhöhe «schon wieder die Preise», schreibt 20 Minuten Online. Und versüsst mir damit nicht gerade den eh schon ziemlich trüben Apriltag.

Die neuen Preise gelten ab sofort für Neukunden, erfahre ich aus dem Bericht. Für bestehende Abonnenten werde es «ab ihrer nächsten Rechnung im Mai teurer».

WTF!? 🤬

Da ich Netflix vor Jahren über ein iPad abonniert habe, erfolgt die Abo-Verwaltung via iTunes. Dort finde ich allerdings keine Hinweise auf eine drohende Preiserhöhung ...

Bild

Ein Besuch auf der Netflix-Online-Hilfe verrät dann, dass alles mit rechten Dingen zu- und hergeht ...

«Wenn sich Ihr Preis ändert, sendet Netflix Ihnen einen Monat vor dem Rechnungsdatum, an dem der Preis sich erhöht, eine E-Mail mit den Details der Preisänderung. Zudem wird Ihnen eine entsprechende Benachrichtigung angezeigt, wenn Sie sich in Netflix einloggen.»

quelle: help.netflix.com

Ich sollte also in den nächsten Tagen unerfreuliche (elektronische) Post erhalten vom US-Unternehmen. Wobei ...

Wie viel kostet Netflix denn nun mehr?

This image released by Netflix shows, from left, Woody Harrelson, Kevin Costner and Thomas Mann in a scene from

Szene aus der neuen (sehenswerten) Netflix-Produktion «The Highwaymen». Bild: AP/Netflix

Die Preiserhöhung ist (für mich) moderat: Ich bezahle neu für das «Standard»-Abo 16.90 Franken pro Monat. Das «Premium»-Abo, das sich mit bis zu vier gleichzeitigen Streams fürs Teilen mit Freunden eignet, kostet neu 21.90 Franken.

Gute Nachricht für Sparfüchse: Das Basis-Abo bleibt gleich teuer, nämlich 11.90 Franken pro Monat.

Bleibt die Frage, wann das Unternehmen die Preiserhöhung öffentlich kommunizieren wollte. Denn auf der Hilfe-Webseite sind die Änderungen bereits zu finden:

Bild

screenshot: help.netflix.com

Preiserhöhungen durch die Hintertür? Dass dies zur Geschäftspraxis gehört, zumindest darüber informiert das Unternehmen seine Kunden auf seiner Website. Unter dem Titel «Warum wurde mein Netflix-Preis geändert?» finde ich tatsächlich mein Problem, perfekt formuliert ...

«Ich habe gehört, dass Netflix eine Preisänderung angekündigt hat, aber ich habe keine Benachrichtigung von Netflix erhalten. Wie kann ich herausfinden, ob mein Preis sich ändert?»

quelle: help.netflix.com

Was hältst du von der Netflix-Preiserhöhung?

Warum wird's teurer?

Netflix begründe die höheren Preise mit den steigenden Investitionen für Eigenproduktionen, schreibt 20 Minuten Online. «Wir investieren viel Geld für hochwertige Filme und Serien», wird ein Netflix-Sprecher zitiert.

Seit der offiziellen Lancierung von Netflix in der Schweiz im Jahr 2014 sei dies schon die zweite Preiserhöhung, heisst es. Die letzte Anpassung gab es im Herbst 2017.

Jean-Claude Frick, Digitalexperte der Vergleichsplattform Comparis, finde die Preiserhöhung gerechtfertigt. «Für das, was Netflix bisher geboten hat, waren die Abos in der Vergangenheit fast zu günstig.»

In den USA wurden die Preise bereits Anfang Jahr erhöht, nun ist offenbar auch Europa dran, was bei Twitter zu wenig begeisterten Reaktionen führt ...

Quellen:

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Netflix – von der Online-Videothek zum Streaming-Giganten

Wir haben «Bandersnatch» geschaut

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48 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Jessesgott!
11.04.2019 10:51registriert April 2018
Die Preiserhöhung mag nachvollziehbar sein. Aber es ist mehr als ärgerlich, arrogant und stossend, dass Netflix dies ihren Kunden nicht transparent und klar mitteilt. Offensichtlich ist die Konkurrenz noch zu unbedeutend.
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aligator2
11.04.2019 12:29registriert August 2017
Warum das in der Abo-Verwaltung noch nicht angepasst wurde hat ein einfachen Grund: Die nächste fällige Abo-Gebühr ist noch die alte. Will man sich jetzt wirklich daran empören?
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fidget
11.04.2019 11:29registriert December 2018
Es lässt sich zwar nicht wegdiskutieren, dass Netflix teurer wird, aber im Vergleich zum Angebot ist es immer noch günstig. Wenn ich mir vorstelle, wieviel Geld ich ausgeben müsste um alle geschauten Filme und Serien auf DVD bzw. Blu-Ray zu kaufen, dann zahle ich gerne die Monatsgebühr. Eine einzelne Blu-Ray kostet schon mehr als ein Netflix-Monat. Und wem es zu teuer ist, dem ist es freigestellt sein Abo zu kündigen. Es besteht kein Zwang.
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