Wirtschaft
Schweiz

Syngenta Group macht weniger Umsatz und Gewinn

Syngenta Group macht weniger Umsatz und Gewinn

29.03.2024, 13:21
Mehr «Wirtschaft»

Die Syngenta Group hat im Geschäftsjahr 2023 weniger Umsatz erwirtschaftet als im starken Rekordjahr 2022. Weil tiefere Absatzmengen die Verkaufspreise dämpften, ging der operative Gewinn noch deutlicher zurück.

ARCHIVBILD ZUR ZUSTIMMUNG DER UEBERNAHME VON SYNGENTA DURCH CHEMCHINA DURCH DIE AKTIONAERE, AM FREITAG, 5. MAI 2017 - Ein Feld mit jungen Pflanzen und einem Schild mit dem Logo von Syngenta aufgenomme ...
Syngenta hat 2023 nicht wirtschaftlich nicht so gut abgeschnitten.Bild: KEYSTONE

Der Pflanzenschutz- und Saatguthersteller setzte im Berichtsjahr 32,2 Milliarden US-Dollar um, das sind 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Zu konstanten Wechselkursen gerechnet, resultierte ein kleines Minus von 1 Prozent.

Dies habe daran gelegen, dass Gross- und Detailhändler ihre Lagerbestände an Pflanzenschutzmitteln aktiv reduziert hätten, erklärte Syngenta am Freitag in einem Communiqué. Diese waren im Vorjahr noch im Zuge der Lieferkettenunterbrechungen stark erhöht worden.

Gleichzeitig hätten höhere Zinsen die Partner gezwungen, ihr Betriebskapital zu senken. Immerhin: Die Nachfrage nach neuen und innovativen Pflanzenschutzmitteln sei im vierten Quartal stabil geblieben, erklärte Syngenta.

Gewinn sinkt deutlich

Pflanzenschutzmittel steuerten mit 15,5 Milliarden Dollar fast die Hälfte zum Umsatz bei. Den Rückgang in Geschäftsbereich namens Crop Protection bezifferte Syngenta mit 5 Prozent. Auch die israelische Tochtergesellschaft Adama (-17%) setzte weniger um als im Vorjahr.

Dagegen setzten die Saatgutsparte von Syngenta (+2%) und die eigenständig ausgewiesene Ländergesellschaft Syngenta Group China (+11%) mehr um. Der seit dem Kauf durch den chinesischen Staatskonzern Chemchina neue «Heimmarkt» steuerte einen Umsatz von 9,6 Milliarden Dollar bei.

Die insgesamt tieferen Absatzmengen hatten auch Auswirkungen auf die Verkaufspreise, die Syngenta durchsetzen konnte. In der Folge sank der operative Gewinn auf Stufe EBITDA um deutliche 18 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Wechselkurse ausgeklammert, lag der Überschuss um 14 Prozent unter dem Vorjahr.

Um die tieferen Mengen und Preise abzumildern, setze Syngenta weiterhin auf Massnahmen zur Verbesserung der operativen Effizienz und Produktivität. Gleichwohl sank die die EBITDA-Marge der Gruppe um 2,5 Prozentpunkte auf 14,2 Prozent.

Börsengang lässt auf sich warten

Die Syngenta Group mit Sitz in der Schweiz ist in chinesischem Eigentum. Sie umfasst die Geschäftseinheiten Syngenta Crop Protection mit Sitz in der Schweiz, Syngenta Seeds mit Sitz in den USA, Adama mit Sitz in Israel und Syngenta Group China.

Die Syngenta AG war 2015 von Chemchina übernommen worden. In den vergangenen Jahren hatte die seither neu formierte Gruppe mehrfach angekündigt, in China an die Börse zurückkehren zu wollen. Die Kotierung lässt aber weiter auf sich warten. (saw/sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Zwischenfazit zeigt: Beim Untergang der Credit Suisse wurde auf ganzer Linie versagt
Die parlamentarische Untersuchungskommission hält fest, dass beim Fall der Credit Suisse der Bundes­rat, Finma und die National­bank versagt haben.

Die Befragungen der parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) zum Untergang der Credit Suisse sind abgeschlossen. Im Schlussbericht werden die wichtigen Institutionen scharf kritisiert.

Zur Story