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CS-Chef Gottstein erhält «nur» 3.9 Millionen Lohn für 2021

CS-Chef Gottstein erhält «nur» 3.9 Millionen Lohn für 2021

10.03.2022, 07:3810.03.2022, 14:57

Das miserable Geschäftsjahr 2021 der Credit Suisse zeigt seine Spuren bei der Entlöhnung der Top-Manager: Credit Suisse-Chef Thomas Gottstein erhält für 2021 3.9 Millionen Franken ausbezahlt, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Das ist deutlich weniger als sein UBS-Kollege.

Der CS-Konzernchef Thomas Gottstein erwartet nur geringe Kreditausf
Credit-Suisse–CEO Thomas Gottstein.Bild: sda

Insgesamt landete damit aber wieder etwas mehr auf dem Lohnkonto des CEO als noch im Vorjahr. Bereits im Vorjahr war die Entlöhnung von Gottstein stark zusammengekürzt worden, sie belief sich damals auf 3.2 Millionen Franken. Dass Gottstein bei den ausbezahlten Löhnen auf einen Anstieg um 22 Prozent kommt, hat mit der Auszahlung einer langfristigen Bonus-Komponente von 0.8 Millionen Franken zu tun, die noch auf seine Tätigkeit als Leiter des Schweiz-Geschäfts zurück geht, wie eine Sprecherin erläuterte.

Bei den für 2021 zugesprochenen Löhnen – die anders berechnet werden als die realisierten Löhne – kam Gottstein dagegen auf eine Summe von 3.8 Millionen Franken nach 6.5 Millionen im Jahr 2020. Der Lohn für den Credit Suisse-Chef liegt nach jeder Berechnungsart deutlich tiefer als derjenige für den UBS-CEO. Der CEO der grössten Schweizer Bank, Ralph Hamers, erhält für das für die UBS äusserst erfolgreiche Geschäftsjahr 2021 eine Entschädigung von insgesamt 11.5 Millionen Franken.

Die gesamte CS-Geschäftsleitung, zu der Ende Jahr 15 Mitglieder gehörten, erhielt für 2021 insgesamt 38.6 Millionen Franken. Im vergangenen Jahr war den Geschäftsleitungsmitgliedern noch eine Summe von 52.7 Millionen Franken zugesprochen worden.

Verwaltungsratspräsident António Horta-Osório, der Anfang April 2021 bis zum Ausscheiden Mitte Januar 2022 an der Spitze der Bank stand, erhält laut dem Vergütungsbericht eine Entschädigung von 3.5 Millionen Franken. Der portugiesische Top-Banker musste wegen Verstössen gegen Corona-Quarantäne-Auflagen zurücktreten. Sein Vorgänger Urs Rohner hatte im Jahr davor eine Entlöhnung von 3.2 Millionen Franken erhalten, nachdem er auf seine Präsidentengebühr von 1.5 Millionen verzichtet hatte.

Die Credit Suisse hatte 2021 einen Jahresverlust von 1.57 Milliarden Franken erlitten. Neben den Verlusten aus dem Archegos-Zusammenbruch lasteten auch eine milliardenschwere Wertberichtigung auf den Goodwill einer im Jahr 2000 übernommenen US-Investmentbank sowie Rechtsrückstellungen auf dem Ergebnis. (sda/awp)

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