Wirtschaft
Schweiz

Manor im Jelmoli-Haus an Zürcher Bahnhofstrasse: Das sind die neuen Pläne

Manor kehrt in die Zürcher Innenstadt zurück – so sehen die neuen Pläne aus

Die Warenhauskette plant nach längerer Absenz eine neue Filiale im Zentrum der grössten Schweizer Stadt. Erste Details sind bekannt.
09.07.2024, 09:0009.07.2024, 09:00
Benjamin Weinmann / ch media
ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS MANOR AUF ENDE 2020 AN DER BAHNHOFSTRASSE AUSZIEHEN MUSS --- Warenhaus Manor an der Zuercher Bahnhofstrasse am Dienstag, 5. November 2013. Manor ist an der Bahnhofstrasse  ...
Ende Januar 2020 schloss Manor sein traditionsreiches Warenhaus an der Zürcher Bahnhofstrasse.Bild: KEYSTONE

Ende Januar 2020 war es so weit: Nach über 35 Jahren schloss Manor sein traditionsreiches Warenhaus an der Zürcher Bahnhofstrasse. Das Bedauern der Kundschaft war gross. Doch nun wagt die Detailhandelsgruppe die Rückkehr in die Zürcher Innenstadt. Wie Manor am Dienstagmorgen bekannt gibt, plant sie per 2027 einen neuen so genannten Flagship Store, also eine grosse Vorzeigefiliale.

Das neue Warenhaus wird an einer bekannten Stelle entstehen, und zwar dort, wo heute und noch bis Ende Jahr Jelmoli sein Geschäft betreibt, wie Manor-Sprecherin Sandra Känzig gegenüber CH Media sagt. Vermieterin ist die Immobilienfirma SPS.

Shopping auf 13'000 Quadratmetern

Das Produktangebot umfasse die Bereiche Mode, Schönheit, Wohneinrichtung, Spielwaren, Papeterie, Sport, Multimedia und Elektronik heisst es in einer Mitteilung. Es werde sowohl internationale Marken also auch die Manor-Eigenmarke geben.

Geplant ist eine Verkaufsfläche von rund 13'000 Quadratmetern auf drei Etagen, dem Erd- und Untergeschoss sowie einem Obergeschoss, welche von der Sihlstrasse und der Seidenstrasse erschlossen sein wird - also in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Standort an der teureren Bahnhofstrasse.

Auch ein Restaurationsangebot ist Teil der Strategie. Dieses ist auf 1000 Quadratmetern geplant. Manor setzt auf Frische: Die Gerichte würden vor Ort hergestellt mit lokalen Produkten aus einem Umkreis von maximal 30 Kilometern.

Juristische Streitereien

Der Wegzug von Manor von der Bahnhofstrasse sorgte für viel Wirbel. Das Warenhaus, das zur Genfer Maus-Frères-Gruppe gehört, so wie die Modemarke Lacoste, konnte sich mit der Vermieterin Swiss Life nicht über einen neuen Mietzins einigen. Juristische Streitereien und Initiativen aus der Bevölkerung folgten mit dem Ziel, das Warenhaus mit seinen Mittelklasse-Preisen an der teuren Einkaufsstrasse zu erhalten. Erfolglos.

Kommt hinzu, dass es auch um die anderen Konsumtempel an der Bahnhofstrasse nicht ruhig blieb. So gab das älteste Zürcher Warenhaus Jelmoli 2023 bekannt, seine Tore Ende dieses Jahres zu schliessen. Und 2020 verkaufte die Migros seine Globus-Warenhäuser - inklusive dem grössten an der Bahnhofstrasse - an die thailändische Central Group und die österreichische Signa Holding des inzwischen gefallenen Immobilienmoguls René Benko.

Zwar betonten alle Manor-Chefs der letzten Jahre stets, dass sie eine Rückkehr in die Zürcher Innenstadt anstreben. Doch Bedenken waren durchaus angebracht angesichts des Online-Drucks, unter dem sich der so genannte stationäre Handel befindet. So gab schliesslich zuletzt die Migros den Verkauf von zahlreichen Formaten bekannt - von M-Electronics bis Micasa. (aargauerzeitung.ch)

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