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Westschweizer Realdeals übernimmt Geschäft von «DeinDeal»

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Das Schnäppchenportal «DeinDeal» wird vom Westschweizer Unternehmen Realdeals übernommen.Bild: Moment RF

Westschweizer Realdeals übernimmt Geschäft von DeinDeal

23.10.2026, 12:2823.10.2026, 12:28

Das finanziell angeschlagene Schnäppchenportal DeinDeal hat einen Käufer gefunden. Das Westschweizer Unternehmen Realdeals übernimmt die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und will die Marke im kommenden Jahr neu lancieren.

Die Übernahme erfolgte im Rahmen der provisorischen Nachlassstundung von DeinDeal, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das Bezirksgericht Zürich habe die Transaktion am 9. Oktober genehmigt. Ein Teil der Belegschaft erhielt das Angebot, beim neuen Eigentümer weiterzuarbeiten.

«DeinDeal» hat derzeit rund 60 Mitarbeitende unter Vertrag, ein Teil davon sei bereits freigestellt, sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage. Wie viele davon übernommen werden und wie viele ihre Stelle verlieren, sei noch offen.

«DeinDeal» bietet Produkte, Reisen und Dienstleistungen zu vergünstigten Preisen an, laut Eigenwerbung teils um bis zu 70 Prozent gegenüber dem Original-Onlineverkaufspreis. Bekannt wurde das Portal vor allem mit zeitlich begrenzten Rabattaktionen und Gutscheinen für Angebote von Partnerunternehmen.

«DeinDeal 2.0» im nächsten Jahr geplant

Realdeals ist ein Westschweizer Unternehmen des Unternehmers Gabriel Burger. Es vermarktet zeitlich begrenzte Rabattangebote unter anderem für Freizeitaktivitäten, Restaurants, Hotels und Wellness. Mit der Übernahme will Realdeals in die Deutschschweiz expandieren und die Marke «DeinDeal» ab 2027 neu positionieren.

«DeinDeal» war im August wegen finanzieller Schwierigkeiten unter provisorische Nachlassstundung gestellt worden. Das 2010 gegründete Portal gehörte früher Ringier und wurde 2024 an die deutsche Beteiligungsgesellschaft Liberta Partners verkauft. Damals erzielte es über 100 Millionen Franken Jahresumsatz.

Die bisherige DeinDeal AG verkauft ihren Lagerbestand noch bis Ende November. Damit sollen auch die Interessen der Gläubiger gewahrt werden. (sda/awp)

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