Wirtschaft
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CS-Chef Thiam kassierte 2018 30 Prozent mehr Lohn (aber weniger als UBS-Ermotti)



Die Konzernchefs der wichtigsten börsenkotierten Schweizer Unternehmen sind 2018 deutlich besser entlöhnt worden als im Vorjahr. Spitzenverdiener unter den Schweizer CEOs bleibt UBS-Chef Sergio Ermotti. Den markantesten Saläranstieg hatte Tidjane Thiam von der Credit Suisse.

Tidjane Thiam, CEO of Swiss bank Credit Suisse, attends the press conference of the full-year results of 2018 in Zurich, Switzerland, Thursday, Feb. 14, 2019. (Ennio Leanza/Keystone via AP)

Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam. Bild: AP/Keystone

Deutlich mehr Lohn als ein Jahr zuvor erhalten hat Tidjane Thiam von der Credit Suisse. Er erhielt 2018 rund 12,7 Millionen Franken - das sind fast 3 Millionen und damit 30 Prozent mehr als im Vorjahr. 2017 hatte Thiam freiwillig auf den Bonus verzichtet. Mit seinem neuen Gesamtsalär liegt Thiam neu auf Rang 2 der bestverdienenden CEOs.

Im Durchschnitt erhielten die Chefs der grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz letztes Jahr über 6,2 Millionen Franken als Lohn und Bonus, wie eine Datenanalyse der Nachrichtenagentur AWP ergab. Statistisch gesehen schütteten die Firmen damit 6 Prozent mehr an die obersten Konzernleiter aus als noch 2017.

Ermotti bleibt der Spitzenverdiener

Spitzenverdiener bleibt UBS-Chef Sergio Ermotti, der im Vergleich zum Vorjahr nur eine minime Lohneinbusse hinnehmen musste und 2018 14,1 Millionen Franken kassiert hat. In dieser sogenannten Gesamtentschädigung sind versprochene Beiträge im Rahmen von langfristigen Bonusprogrammen inbegriffen. Tatsächlich ausbezahlt wurde Ermotti zwar rund 2,1 Millionen Franken weniger, dennoch hält sich Ermotti an der Spitze der Rangliste.

Roche-Chef Severin Schwan erhielt mit rund 11,8 Millionen Franken zwar etwas mehr als im Vorjahr, liegt aber neu hinter Thiam nur noch auf Platz 3. Der neue Novartis-CEO Vasant Narasimhan wiederum bekam mit einem Lohn und Boni in Höhe von etwas mehr als 9,9 Millionen Franken markant weniger als sein Vorgänger Josef Jimenez, zumal er sein Amt auch erst im Februar antrat. Trotzdem reicht es für ihn noch auf Platz 4 der bestverdienenden Konzernchefs.

Abzockerinitiative ohne Wirkung

Die Zunahme der Managerlöhne 2018 zeigt, dass die 2013 vom Volk angenommene Abzockerinitiative den stetig steigenden Entlöhnungen im Top-Management nicht entgegenwirken konnte. Die Volksinitiative hatte das Ziel, durch mehr Transparenz und ein Verbot von Abgangsentschädigungen sowie Vorauszahlungen die ausufernden Saläre der Firmenbosse einzudämmen.

Ein Langzeitvergleich der Cheflöhne der Unternehmen, welche seit 2012 im SLI vertreten sind, zeigt, dass die Firmenchefs aktuell deutlich mehr Geld erhalten als vor sechs Jahren. 2012 betrug der durchschnittliche CEO-Lohn knapp 5,9 Millionen Franken, 2018 bekamen die Bosse im Schnitt über 6,4 Millionen Franken. Damit sind die Managerlöhne in diesem Zeitraum bei den untersuchten Firmen um knapp 10 Prozent gestiegen. (whr/awp/sda)

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39
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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Vinz Roberts 22.03.2019 20:07
    Highlight Highlight Läuft bei Ihm.

    CS Aktie um 38% gesunken und sein Lohn um 30% gestiegen. Keine einzige Vorgabe vom letzten Jahr konnte er umsetzen und dennoch wird ihm alles vergoldet!
  • Stormrider 22.03.2019 16:01
    Highlight Highlight Die ganzen neiderfüllten, sarkastischen und dummen Kommentare hier sind aufschlussreich. Statt auf Watson Fristration abzubauen würde ich empfehlen mal nachzusehen wieviel Aktien von der Firma Ihre Pensionskasse hat. Da können Sie einfach die Anlagestrategie ändern, dazu haben Sie einen paritätischen Stiftungsrat. Das wirkt garantiert. Aber der Schluss liegt nahe, dass sie gar nicht wissen wieviel von Ihrem Geld in der Firma drin ist und auch die Marktdynamik nicht verstehen. In dem Fall: lieber auf Watson bleiben und jammern.
  • Stormrider 22.03.2019 15:14
    Highlight Highlight Dass die Entlöhnungen im Nachgang zu dieser dummen Abzocker Initiative steigen war ja klar. Die Transparenz bewirkt eine Angleichung nach oben. Das haben schon andere Länder wie Grossbritanien vor Jahren durchgespielt und das Resultat war das gleiche.
    Irrsinn ist immer wieder das gleiche tun und ein anderes Resultat zu erwarten (Einstein).
  • Janiboy 22.03.2019 13:17
    Highlight Highlight Ich finde Tidjane Thiam bekommt immer noch zu wenig Gehalt. Ich meine bei diesem Einkommen muss er immer noch ziemlich lange sparen bis er sich eine ordentliche Yacht für mehrere hundert Millionen gönnen kann.
  • Katzenseekatze 22.03.2019 11:22
    Highlight Highlight Solche Saläre sind nicht zu rechtfertigen. Amen 🙏
  • Toni.Stark 22.03.2019 11:22
    Highlight Highlight Macht weiter so und eines Tages kommt die Revolution, denn der kleine Mann kommt je länger, je mehr nicht über die Runden. Ein Systemfehler sondergleichen. Der reine Kapitalismus endet wie ein Monopoly-Spiel. Einer kassiert grandios ab, alle anderen müssen bluten. Es bracht eine Reform, aber keine nach sozialistischer Lesensart. Dieses System ging ja bekanntlich aich unter.
  • Blitzesammler 22.03.2019 11:14
    Highlight Highlight so viel Geld kann man nicht verdienen! Die Verantwortung gerechtfertigt dies nicht, denn wenn was schief geht, wird er freigestellt und bekommt eine Abfindung in Millionenhöhe. Ich verstehe etwas anderes unter Verantwortung übernehmen.
  • namib 22.03.2019 11:06
    Highlight Highlight Herr Thiam ist Mitte 2015 zur Credit Suisse gestossen. Seither hat er pro Jahr zwischen 9.7 und 12.7 Millionen kassiert. Der Aktienkurs hat sich über diese Zeit mehr als halbiert. Es ist daher angebracht, dass im Artikel das Wort „verdient“ nach Möglichkeit vermieden wurde.
    Noch schlimmer als bei den CH Banken geht‘s bei der Deutschen Bank zu: Bei mickrigen EUR 350m Gewinn werden 1.9 Milliarden Bonus ausbezahlt. Das sind 20% mehr als der operative Gewinn von 2018! Die Bank ist in einem desolaten Zustand und muss mit der Commerzbank fusionieren. Bravo, nach 10 Jahren Krise noch nix gelernt🤮
  • Klirrfactor 22.03.2019 10:39
    Highlight Highlight Mir fällt gerade auf, dass jene Personen die auf meine Kinder aufpassen, weniger verdienen als die, die mein Geld aufbewahren.
  • Gogl Vogl 22.03.2019 10:09
    Highlight Highlight Ey Leute;

    Ihr habt die 1:12 Initiative mehrheitlich abgelehnt. Warum jammern?
    • Yummy 22.03.2019 10:40
      Highlight Highlight Ist doch gut so. Für solch eine Verantwortung gibts halt Geld. Die, die jammern sollen selbst CEO werden... Ist aber nicht so einfach, muss man etwas können.
    • dorfne 22.03.2019 12:02
      Highlight Highlight Die hätteen wohl erst einer 1 : 1000 Initiative zugestimmt!
    • dorfne 22.03.2019 12:03
      Highlight Highlight @Yummi. Man musste mal was können. Heute frag ich mich was ein CEO überhaupt noch leistet. Das mittlere Kader, das sind die Leistungsträger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Projektionsfläche 22.03.2019 09:09
    Highlight Highlight Schon irgendwie paradox, wie unser Wirtschaftssystem harte, beschissene, anstrengende und mithin leistungsintensive (im eigentlichen Wortsinn) Arbeit auch gleich noch schön mit schlechten Löhnen straft. Und vice versa: Als CEO-Sitzungssesselfurzer kriegt man sogar dann, wenn das Unternehmen einen ansehnlichen Verlust einfährt, ein kleines Vermögen als „Leistungslohn“ kredenzt.

    Und soll mir jetzt niemand mit Wertschöpfung oder dergleichen daherkommen. Als wenn man die verlässlich auf den Einfluss einzelner Köpfe runterbrechen könnte.
    • Yummy 22.03.2019 10:39
      Highlight Highlight Mhm... CEO ist ein lockerer Job😂 kannst ja mal schauen wie einfach du zu so einem Posten kommst...

      Angebot und Nachfrage, wenns soviel gute CEOs gäbe, dann würden auch deren Löhne sinken ;)
    • Cubbie 22.03.2019 11:18
      Highlight Highlight Yummy: "kannst ja mal schauen wie einfach du zu so einem Posten kommst..."

      Mir geht es bei meiner Antwort jetzt wirklich nur darum, wie jemand zu so einem Job kommen kann und nicht darum, wie diese Person ihre Arbeit macht, aber:

      erkläre mir mal, wie Magdalena Martullo-Blocher zu ihrem Job kam.

      Einzelfall? Klar! 😂😂😂😂
    • dorfne 22.03.2019 12:05
      Highlight Highlight @Yummi, da brauchts dann schon gewisse Eigenschaften. Starke Ellbogen, starkes Ego. Sehr starkes Ego.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Coffeetime 22.03.2019 08:53
    Highlight Highlight Dafür werden munter langjährige Mitarbeiter entsorgt und jobs nach Polen / Tschechien / Indien etc. verlagert weil günstiger.

    Wie ein Vorkommentator bemerkte: macht das alles glücklich? http://Len / Tschechien
    • Coffeetime 22.03.2019 10:58
      Highlight Highlight Oh je, da haben sich am Ende meines Textes noch komische Sachen eingeschlichen 😂
  • IMaki 22.03.2019 08:27
    Highlight Highlight Tschuldigung. Darf man in solchen Fällen noch von "Lohn" schreiben? Oder ist das schon die Verarschung jener Menschen in diesem Land, die nicht einmal mit zwei Jobs soviel "Entschädigung" erhalten, dass sie ihre Kinder ins Skilager schicken können?
    • dorfne 22.03.2019 10:03
      Highlight Highlight Es wir eine neue Adelskaste herangezüchtet - der Geldadel. Wenn es nach den Anarchokaptitalisten ginge, wär der Geldadel schon bald für das Almosenwesen zuständig. Dann nämlich, wenn dem Sozialstaat endlich der Garaus gemacht wurde.
    • Stormrider 22.03.2019 17:02
      Highlight Highlight @mogad: Jawohl! Proletarier aller Länder vereinigt Euch! Kampf dem Geldadel, der 90% der Steuern in diesem Land zahlt.
  • Joseph Dredd 22.03.2019 08:17
    Highlight Highlight Endlich ein Arbeitgeber, der die Lohnerhöhung an die steigenden Krankenkassenprämien anpasst! ;)
  • c-bra 22.03.2019 08:14
    Highlight Highlight 12,7 Mio/Jahr
    das sind 13 Monatslöhne an ca 977'000.-
    angenommen pro Monat 23 Arbeitstage gibt 42'475.-/Tag
    bei 10 h gibt das einen Stundenlohn von 4'247.- CHF

    so weit so gut.

    Nehmen wir an, Tidjane Thiam geht einmal pro Tag für 5min aufs Klo.

    dann verdient er alleine für den Stuhlgang pro Monat gut 8000.- CHF. Das ist mehr als mein Monatslohn.

    Shit happens, manchmal einfach gut bezahlt.
    • dorfne 22.03.2019 09:59
      Highlight Highlight Das nennt man dann den Stuhlgang mit Diamanten aufwiegen. Ist doch mehr als in Ordnung. Wenn man bedenkt, welche Zumutung es für den Herrn sein dürfte wegen der paar Kröten die er kriegt, jeden Tag das Haus verlassen zu müssen. Ende Ironie.
    • Midnight 22.03.2019 10:49
      Highlight Highlight Nennt man das dann aus 💩 Gold machen?
    • dorfne 22.03.2019 11:58
      Highlight Highlight @Midnight. Wenn man bedenkt, was diese Herschaften pro Stunde kosten, dürfte jeder Toilettengang ein 10er-Goldvreneli wert sein. Bei einer längeren Sitzug wegen hartem Stuhlgang schlägt glatt das kostbarere 20er-Vreneli zu Buche. Wer als CEO in der Pharma- oder Finanzbranche die optimale Leistung für sein Gehalt erbringen will, setzt deshalb auf eine möglichst ballastreiche Kost, mit viel Obst und Gemüse. Dann gehts schneller beim Versäubern. Ende Ironie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yogi Bär 22.03.2019 08:11
    Highlight Highlight Frage mich ob solcher Geldsegen glücklicher macht? Wenn ich diese Menschen auf den Fotos sehen wirken sie nicht wirklich glücklicher! Gesundheit, Liebe, Freiheit und Zufriedenheit siind die wahren Glücksbringer, denn als Sklave von Geld und Macht fehlen dir all diese Momente!
  • dorfne 22.03.2019 08:05
    Highlight Highlight Extreme Armut und extremer Reichtum verderben den Charakter, lassen die Menschen kriminell werden. Die einen müssen stehlen um überleben zu können und die andern.........äh. Man google Steuerhinterziehung. Ende Ironie. Im Ernst: Dass die immer mehr kriegen wissen wir seit Jahren, aber nicht wo und wieviel sie Steuern zahlen, immer im Verhältnis zu Lohn, Bonus und Dividendenauszahlung.
  • Clife 22.03.2019 08:01
    Highlight Highlight Absurd dass man solche Löhne auszahlt, während gleichzeitig massenweise Stellen eliminiert werden. Ich hoffe, die Verantwortlichen werden allesamt im nächsten Leben als Schnecken wiedergeboren.
    • dorfne 22.03.2019 09:55
      Highlight Highlight Damit sie als Schnecken dann wieder unsere Gärten leerfressen können....
  • dorfne 22.03.2019 07:55
    Highlight Highlight Da sollte Herr Thiam doch von Jahr zu Jahr ein Mü glückseliger in die Kameras strahlen. Findet leider nicht statt, trotz des Geldregens. Könnt es vielleicht daran liegen, dass noch ein Jagdhaus, noch ein Anwesen, noch ne Jacht auch nicht glücklich(er) machen?
    • Stormrider 22.03.2019 17:05
      Highlight Highlight @mogad: Ihr Kommentar trieft ja geradezu vor Neid. Das ist gar nicht gut für Ihre Gesundheit. Etwas Bewegung hilft of schon die Chemie wieder in ein besseres Gleichgewicht zu bringen.

Sergio Ermotti: 14 Millionen. Dein UBS-Sparkonto: 0 Prozent Zins

Die einen kriegen keine Lohnerhöhung (siehe unten), die anderen schon bald keinen Sparzins mehr.

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