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SNB erzielt nach 9 Monaten hohen Milliardengewinn

SNB erzielt nach 9 Monaten hohen Milliardengewinn

30.10.2026, 08:3430.10.2026, 08:34

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat in den ersten neun Monaten 2026 einen hohen Milliardengewinn erzielt. Vor allem die starken Aktienmärkte und ein relativ schwacher Franken trugen zum Ergebnis bei.

Laut Mitteilung vom Freitag betrug der Gewinn für die Neunmonats-Periode 44,2 Milliarden Franken. Nach einem Plus von 25,2 Milliarden im ersten Semester resultierte im dritten Jahresviertel ein Gewinn von 19,1 Milliarden Franken.

epa12832217 The facade of the Swiss National Bank (SNB) in Zurich, Switzerland, 19 March 2026. The Swiss National Bank holds its media briefing in Zurich on 19 March. EPA/ANDREAS BECKER
Die Schweizerische Nationalbank.Bild: keystone

Insgesamt erzielte die SNB von Januar bis September auf ihren Fremdwährungspositionen ein Plus von 43,3 Milliarden Franken. Wechselkursbedingte Gewinne machten dabei 29,8 Milliarden Franken aus, der Gewinn auf den Aktienbeständen betrug 23,7 Milliarden.

Dazu kamen noch Zins- und Dividendenerträge von netto 12,3 Milliarden. Ein hohes Minus von 22,6 Milliarden verursachten derweil Kursverluste auf den Zinspapieren. Diese stehen im Zusammenhang mit fast weltweit gestiegenen Zinsen.

Gold stark im dritten Quartal

Auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand entstand für die SNB ein Bewertungsgewinn von 1,2 Milliarden Franken. Das Gold wurde per Ende September 2026 zu 112'118 Franken pro Kilo gehandelt gegenüber 110'919 Franken Ende 2025. Interessant hier ist, dass zum Halbjahr noch ein Bewertungsverlust von über 6 Milliarden resultiert hatte. Das dritte Quartal war für Gold also sehr positiv.

Kaum von Bedeutung für das Gesamtergebnis der Nationalbank ist das Ergebnis auf den Frankenpositionen mit lediglich 58 Millionen im Neunmonatszeitraum. Es steht im Zusammenhang mit der Umsetzung der Geldpolitik, respektive resultierte im Wesentlichen aus der Verzinsung der Sichtguthaben von Banken bei der SNB und aus liquiditätsabschöpfenden Operationen. Die SNB schöpft Liquidität mit sogenannten Repogeschäften und mit eigenen Schuldverschreibungen ab.

Die SNB betonte wie üblich, dass ihr Ergebnis überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig ist. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse vom Zwischenergebnis auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich.

Ausschüttungen noch unsicher

So dürfte etwa der Oktober, also der erste Monat im vierten Quartal, weit weniger positiv gewesen sein als die Monate davor. Der Schweizer Franken hat nämlich aufgrund der politischen Unsicherheiten – darunter die Unruhen in Frankreich und die Sorgen um Staatsdefizite – zuletzt wieder deutlich zugelegt, was im bisherigen Quartalsverlauf zu deutlichen wechselkursbedingten Verlusten geführt haben dürfte.

Ausserdem haben auch die Aktienmärkte, vor allem die technologielastigen Indizes, zuletzt einen recht holprigen Verlauf hinter sich.

Ob es also zu Gewinnausschüttungen der SNB an Bund und Kantone kommen wird, steht noch in den Sternen. Gemäss der vor wenigen Wochen erneuerten Vereinbarung zwischen dem Finanzdepartement und der Nationalbank sind Ausschüttungen von bis zu 6 Milliarden Franken möglich. Für 2025 waren insgesamt 4 Milliarden ausgeschüttet worden. (hkl/sda/awp)

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