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Schweizer Angebotspreise für Wohneigentum steigen im Juli nur moderat

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Die Preise für Eigentumswohnungen und insbesondere Einfamilienhäuser haben sich im Juli moderat verändert. Im Jahresvergleich liegen die Angebotspreise aber weiterhin deutlich höher.Bild: Shutterstock

Angebotspreise für Wohneigentum steigen im Juli nur noch moderat

Der Schweizer Markt für Wohneigentum hat im Ferienmonat Juli an Dynamik verloren. Während die Angebotspreise für Eigentumswohnungen leicht weiter stiegen, blieben jene für Einfamilienhäuser nahezu unverändert.
06.08.2026, 10:1106.08.2026, 10:11

Gemäss dem von Immoscout24 und Iazi erhobenen Kaufindex erhöhten sich die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Bei Einfamilienhäusern resultierte lediglich ein Plus von 0,1 Prozent, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Im Jahresvergleich liegen die Angebotspreise aber weiterhin deutlich höher: Eigentumswohnungen verteuerten sich um 4,7 Prozent, Einfamilienhäuser um 3,2 Prozent.

Zentralschweiz teurer

Regional verlief die Entwicklung gegenüber Juni unterschiedlich. Bei Einfamilienhäusern gaben die Angebotspreise in der Ostschweiz (–2,0 %) und im Tessin (–1,3 %) nach, während sie in der Zentralschweiz (+1,3 %), im Mittelland (+1,1 %), in der Genferseeregion (+0,7 %) und in der Nordwestschweiz (+0,6 %) anzogen. In der Grossregion Zürich (+0,1 %) blieben sie praktisch stabil.

Bei Eigentumswohnungen fiel der stärkste Anstieg in der Zentralschweiz (+2,2 %) an, gefolgt von der Genferseeregion (+0,6 %) und der Nordwestschweiz (+0,4 %). In der Ostschweiz (0,0 %) stagnierten die Preise, während das Mittelland (–0,1 %) und die Grossregion Zürich (–0,9 %) leichte Rückgänge verzeichneten.

Bei der Preissetzung gewinnen laut Immoscout24 und Iazi neben der Lage zunehmend auch energetische Merkmale an Bedeutung, hiess es in der Mitteilung. Moderne Heizsysteme und energetische Sanierungen senkten nicht nur die laufenden Kosten, sondern schützten Hauseigentümer auch besser vor Preissprüngen bei Heizöl und Gas, die zuletzt im Zuge geopolitischer Spannungen wieder gestiegen seien.

Finanzierung verteuerte sich

Für Kaufinteressenten spielte im Juli nicht nur die Preisentwicklung am Immobilienmarkt eine Rolle. Auch die Finanzierung verteuerte sich zwischenzeitlich deutlich. Laut dem Hypotheken-Index von Moneyland.ch zogen die Richtzinsen für Festhypotheken bis zum 25. Juli markant an. Die Zinsen für Laufzeiten von 2, 5 und 10 Jahren stiegen jeweils um gut 0,2 Prozentpunkte auf 1,51, 1,73 und 1,97 Prozent. Sie erreichten teilweise Jahreshöchststände.

Als Gründe nennt Moneyland.ch den Iran-Krieg, höhere Ölpreise und gestiegene Kapitalmarktzinsen. Gegen Monatsende gaben die Hypothekarzinsen zwar wieder leicht nach, lagen aber weiterhin deutlich über dem Niveau von Anfang Juli, wie es hiess. Zudem bleiben die Unterschiede zwischen den Anbietern gross: Je nach Institut können die Zinssätze um rund einen halben Prozentpunkt auseinanderliegen. (sda/awp)

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