Das solltest du beim Umzug beachten
Nach der nervenaufreibenden Wohnungssuche folgt der Umzugsstress. Dieser kann schnell ins Geld gehen, vor allem wenn man an die Falschen gerät. Wer den Umzug richtig plant, kann den Aufwand und die Risiken jedoch reduzieren.
Das richtige Umzugsunternehmen
Wer keine Lust hat, seine Familie und Freunde zusammenzutrommeln und die schweren Möbel alleine zu schleppen, kann dafür ein Umzugsunternehmen engagieren. Auch fällt dabei die Organisation von Transportfahrzeugen, Pack- und Befestigungsmaterial weg.
Früh planen
Wer seinen Umzug schon früh plant, hat danach weniger Schwierigkeiten, in letzter Minute ein geeignetes Umzugsunternehmen zu finden. Deswegen soll so früh wie möglich geplant werden, rät Comparis. Grund sei, dass besonders in beliebten Umzugsmonaten wie im Sommer viele Umzugsunternehmen schnell ausgebucht seien. Hier kann es sich auch lohnen, bei der neuen Verwaltung beziehungsweise dem Besitzer nachzufragen, ob etwa ein paar Tage früher in die Wohnung oder das Haus eingezogen werden kann. Wenn dies nicht klappt und die Möbel zwischengelagert werden müssen, kann ein Lagerraum gemietet werden.
Angebote vergleichen
Umzugsunternehmen gibt es wie Sand am Meer. Wer das richtige Unternehmen finden möchte, aber dafür nicht zu viel Zeit aufwenden möchte, sollte die Firmen miteinander vergleichen. Bei Webseiten wie Comparis oder Umzug.ch kann ganz einfach alles zur Wohnung, zum Weg und zum neuen Zuhause eingegeben werden. Die Unternehmen senden dann ihre Offerten. Empfohlen werden mindestens zwei Offerten.
Durch den Vergleich kann herausgefunden werden, welche Kosten bei einem Umzug üblich sind. Gut zu wissen: Viele Umzugsunternehmen bieten kostenlose Besichtigungen oder Online-Fragebögen an, um den Umzugsaufwand genauer berechnen zu können. Wichtig ist dabei, dass die Firma alle Räume sieht (inklusive Keller und Balkon) und welche Möbel oder Gegenstände besonders schwierig zu transportieren sind. Je mehr Details das Unternehmen kennt, desto passender wird das Angebot. Eine Besichtigung lohnt sich spätestens ab drei Zimmern, schreibt der Beobachter.
Bewertungen und Empfehlungen beachten
Um seriöse von unseriösen Umzugsfirmen zu erkennen, können neben der Sternebewertung auch Kommentare sowie Empfehlungen von Familie oder Bekannten helfen. Geachtet werden sollte auf Pünktlichkeit, Sorgfalt und Kundenfreundlichkeit.
Bewertungen könnten auch erfunden sein. Wenn nur besonders positive Bewertungen und sehr kurze Texte aufgeführt sind, sollte man genauer hinschauen. Auch kann darauf geachtet werden, wie ein Unternehmen auf schlechte Bewertungen reagiert. Wenn es sachlich und professionell darauf antwortet, ist dies ein positives Zeichen.
Verlassen sollte man sich auch auf das eigene Bauchgefühl. Werden E-Mails nur zögerlich beantwortet, ist telefonisch niemand erreichbar oder bleiben Fragen unbeantwortet beziehungsweise werden nur ausweichend beantwortet, kann das auf Probleme hindeuten.
Das soll die Offerte beinhalten
Ein Umzug geht gerne mal ins Geld. Trotzdem sollte nicht nur der Preis entscheidend sein. Grundsätzlich sollten gemäss Comparis folgende Punkte in der Offerte enthalten sein:
- Termin: Datum und Uhrzeit (an Sonn- und Feiertagen Ruhezeiten beachten und sich mit dem Vermieter absprechen. Samstage können zudem teurer werden).
- Adresse: von altem und neuem Zuhause.
- Anzahl Personen: Für den Umzug einer 4-Zimmer-Wohnung braucht es beispielsweise vier Personen.
- Grösse des Fahrzeugs: Bei einem zu kleinen Umzugswagen machen mehrere Fahrten den Umzug länger und somit teurer (bei einer 3-Zimmer-Wohnung rechnet man mit etwa 30 Kubikmetern).
- Geschätzte Umzugsdauer: Abfahrt des Zügelunternehmens bis zur Rückkehr zum Standort der Firma.
- Stundensatz: für Möbelwagen, Fahrerin oder Fahrer und zusätzliche Personen.
- Nebenkosten: Entsorgungsgebühren, Stockwerkzuschlag, Möbellift, Versicherung und Mehrwertsteuer.
- Extrakosten: für extrem schwere Gegenstände.
- Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB): Sonderbedingungen und Einschränkungen.
Abgerechnet werden kann entweder nach Aufwand oder pauschal. Beim Pauschalbetrag enthält die Offerte einen fixen Preis, welcher normalerweise etwas höher ausfällt. Dafür fallen Extrapreise für die Umzugsdauer weg. Die Abrechnung nach Aufwand ist meistens etwas günstiger, hier sollte aber ein Kostendach festgelegt werden. Beispielsweise werden höchstens acht Stunden Umzugsdauer festgelegt.
Haftung bei Transportschäden
Das Zügelunternehmen sollte über eine Frachtführer- und Betriebshaftpflichtversicherung verfügen. Diese Kosten sind normalerweise schon in den Umzugskosten enthalten. Zu beachten ist aber: Nur wenn die Umzugsfirma die Umzugskartons selbst gepackt hat, haftet auch deren Versicherung bei allfälligen Schäden. Das Gleiche gilt beim Tragen. Wer mithilft, muss die Reparatur bei einem allfälligen Schaden selbst übernehmen. Gehaftet wird zudem nur für den Zeitwert, nicht für den Neuwert des beschädigten Gegenstandes.
Bei besonders wertvollen Gegenständen kann eine Gütertransportversicherung abgeschlossen werden, denn diese zahlt in jedem Fall.
Die Endreinigung
Bevor die alte Wohnung abgegeben werden kann, muss sie noch picobello gereinigt werden. Wer nicht selber putzen will, kann dies ebenfalls in professionelle Hände geben. Einige Zügelfirmen bieten auch die Endreinigung an, bei anderen Firmen muss separat gebucht werden. Es lohnt sich auch hier ein Vergleich.
Ausserdem bieten viele Reinigungsfirmen eine Abgabegarantie an, bei manchen sind die Reinigungsleute sogar beim Abgabetermin dabei und können allenfalls nachbessern.
Die Bezahlung
Auch heutzutage ist es noch üblich, das Zügelunternehmen bar nach dem Umzug zu bezahlen. Viele stellen aber auch eine Rechnung aus. Comparis warnt aber ausdrücklich vor einer Vorauszahlung: Ein seriöses Unternehmen würde niemals eine Anzahlung vor dem Umzug verlangen.
Normal ist zudem auch ein Trinkgeld. Dem Umzugspersonal kann aber auch mit Getränken oder Sandwiches gedankt werden.
Wenn Probleme auftreten
Läuft alles falsch oder gibt es zu viele Schäden? Hier sollte auf keinen Fall vor Ort in bar gezahlt werden. Dies gilt auch, wenn das Unternehmen plötzlich mehr Geld möchte, als vorab ausgemacht wurde. Kein Problem ist jedoch eine vorgängig abgemachte Anzahlung. Bei kleineren Schäden bis etwa 200 Franken kann zudem oft mit dem Umzugsunternehmen ein Rabatt ausgemacht werden. Schäden sollten zudem innerhalb von drei Tagen dem Zügelunternehmen gemeldet werden.
(kek)
