Wirtschaft
Schweiz

Schweiz: Temu will zusammen mit KMU-Verband Online-Handel fördern

***Symbolbild / Gestellte Aufnahme*** Die Temu-APP, fotografiert am Freitag, 1. Maerz 2024 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Der umstrittene Versandhändler Temu soll Schweizer KMU beim Einstieg in den Online-Handel unterstützen. Bild: KEYSTONE

Schweizer KMU-Verband spannt mit Temu für Online-Verkauf zusammen

24.07.2026, 08:4624.07.2026, 08:46

Die chinesische Online-Handelsplattform Temu und der Schweizerische KMU-Verband (SKV) wollen Schweizer Unternehmen beim Einstieg in den Online-Handel unterstützen. Die beiden Partner haben dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet und planen ein gemeinsames Programm, das von 2026 bis 2027 laufen soll.

Geplant sind unter anderem Schulungen, der Austausch von Informationen sowie Praxisbeispiele von Schweizer Unternehmen, die bereits über das Internet verkaufen, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Ziel sei es, Hemmschwellen beim Einstieg in den E-Commerce abzubauen und die Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) voranzutreiben.

Laut Temu soll die Zusammenarbeit weiteren KMU den Zugang zum Online-Vertrieb erleichtern und ihnen helfen, neue Kundengruppen zu erreichen. Für Konsumenten verspricht Temu dadurch eine grössere Produktauswahl und schnellere Lieferungen.

Der SKV vertritt nach eigenen Angaben rund 9000 Unternehmen mit insgesamt etwa 40'000 Beschäftigten. Zudem erreicht der Verband über seine Publikationen und regionalen Wirtschaftsplattformen zehntausende Unternehmerinnen und Unternehmer.

Temu vermittelt Produkte von Herstellern und Händlern direkt an Endkunden. Die E-Commerce-Plattform ist seit Mai 2023 auch in der Schweiz aktiv und öffnete ihren Marktplatz im September 2025 für lokale Händler. Schweizer Unternehmen können ihre Produkte seither direkt über die Plattform verkaufen.

Temu geriet zuletzt international mehrfach in die Kritik. Behörden und Konsumentenschutzorganisationen prüfen unter anderem, ob auf der Plattform sämtliche Vorschriften zu Produktsicherheit, Kundenschutz und Datenschutz eingehalten werden. Zudem kritisieren Detailhändler den Wettbewerbsdruck durch sehr günstige Direktimporte aus China. Temu weist die Vorwürfe zurück und verweist auf Massnahmen zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. (nil/sda/awp)

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