Wirtschaft
Schweiz

Ein Metzger kauft Grossteil von Switcher-Restposten auf

Le boucher Patrick Perroud, pose avec des habits Switcher entre les palletes contenant les vetements de la marque Switcher ce jeudi 4 mai 2017 a Oulens. Apres la faillite de la marque Switcher, Patric ...
Patrick Perroud: «Das Ziel ist es, dass Menschen aus der Region profitieren und wir unsere Kosten decken».Bild: KEYSTONE

Ein Metzger kauft Grossteil von Switcher-Restposten auf

04.05.2017, 16:0404.05.2017, 17:04

Der Waadtländer Metzger Patrick Perroud hat einen grossen Teil des Lagers von Switcher-Kleidern abgekauft, die eigentlich in den Balkan hätten gehen sollen. Der Mann will, dass eher Menschen aus der Region Waadt von den Kleidern profitieren.

Nach dem Konkurs des Textilunternehmens hatte ein kosovarischer Geschäftsmann aus Basel bei einer Versteigerung im Februar rund 467'000 Kleidungsstücke von Switcher gekauft. 250'000 Franken zahlte der Inhaber einer Import/Exportfirma für Jacken, Hemden und Faserpelze mit dem gelben Wal im Logo.

Keine Angaben zum Preis

Aber der Geschäftsmann hatte die Entschlossenheit von Patrick Perroud nicht auf der Rechnung. Nach Angaben der Westschweizer Medien Arcinfo.ch und «24 heures» wollte sich der Metzger nicht damit zufrieden geben, dass die Kleider die Schweiz verlassen. Er kaufte deshalb einen Grossteil zurück.

«Wir haben 332 von 572 mit Kleidern gefüllte Paletten gekauft, sagte der Waadtländer am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Für welchen Betrag? »Ich erinnere mich nicht", redete sich der Mann heraus, der auch Rinderzüchter ist.

Für die Region

Am 12. bis 14. Mai werden einige dieser Kleider im Grossen Saal von Oulens-sous-Echallens (VD) verkauft. «Sie waren bereits etikettiert und wir werden einen Rabatt von 70 Prozent auf diese Preise gewähren», sagt er. «Das Ziel ist es, dass Menschen aus der Region profitieren und wir unsere Kosten decken», sagte er.

Vor bald einem Jahr hatte das Kreisgericht Lausanne den Konkurs über das hochverschuldete Textilunternehmen eröffnet. 40 Switcher-Angestellte verloren den Job. (whr/sda)

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