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Drohnen-Ärger beim Bund: Das berichten die Sonntagszeitunge n

KEYPIX - Soldaten posieren mit einer First Person View Angriffsdrohne an einem Medienanlass der Schweizer Armee zur Einbindung von Drohnen in Kampfverbaende, am Montag, 18. Mai 2026, auf dem Schiesspl ...
Schweizer Hersteller möchten ihre Fluggeräte intensiver mit der Armee testen – doch beim Bund klemmt es.Bild: keystone

Umstrittene US-Kooperation der Schweizer Armee, Ärger wegen Drohnen – die Sonntagsnews

16.08.2026, 07:3916.08.2026, 08:09

Schweizer Drohnenhersteller kritisieren das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) wegen langwieriger Beschaffungsverfahren, in psychiatrischen Einrichtungen werden Praktikanten mit ADHS-Abklärungen betraut und die umstrittene Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli will erneut kandidieren. Hier sind die wichtigsten Meldungen der sonntäglichen Printmedien.

Schweizer Verteidigungsminister in der Kritik

Schweizer Drohnenhersteller haben das von Bundesrat Martin Pfister (Mitte) geführte Verteidigungsministerium wegen fehlender Test-Infrastruktur und langwieriger Beschaffungsverfahren kritisiert. Laut der «NZZ am Sonntag» haben mehrere Firmen bei einer Anhörung der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats insbesondere fehlende Schiessplätze für Tests von Kampfdrohnen bemängelt. Ein Firmenvertreter habe gemäss einem internen Sitzungsprotokoll, das der Zeitung vorliegt, rasche politische Rahmenbedingungen für Testgelände mit Wirkmitteln gefordert.

«Im Kern wünscht sich die Branche, dass der Bund schneller bei ihr kauft sowie eine rasche Erprobung durch Schweizer Soldaten ermöglicht. Stattdessen seien die Betriebe aber mit langen Leerläufen konfrontiert.»
quelle: nzz.ch

Geeignete Waffenplätze seien zwar vorhanden, wegen des Eigenbedarfs der Armee für die Firmen aber kaum zugänglich. Die Branche fordere zudem schnellere Beschaffungen durch den Bund und eine rasche Erprobung ihrer Systeme durch Schweizer Soldaten. Ohne verlässliche Nachfrage drohten Technologie, Wertschöpfung und Arbeitsplätze ins Ausland abzuwandern. Armasuisse prüfe derzeit landesweit Schiessplätze, die auch der Industrie zugänglich gemacht werden könnten.

SBB-Reisezentren durch Update lahmgelegt

Eine schweizweite IT-Panne hat laut dem «SonntagsBlick» am Mittwochmorgen alle 115 SBB-Reisezentren für 25 Minuten lahmgelegt. Grund für die Störung sei ein Software-Update zur Behebung eines Fehlers gewesen, wie die Schweizerischen Bundesbahnen auf Anfrage der Zeitung mitteilten. Der Zugverkehr sei davon nicht betroffen gewesen. Die Updates fänden normalerweise in der Nacht statt.

Ein Totalausfall komme laut den SBB sehr selten vor. Die Verfügbarkeit der Verkaufskanäle liege bei 98 Prozent. Eine Panne am Vortag in Zürich Altstetten habe keinen Zusammenhang mit dem schweizweiten Ausfall gehabt.

Flugpassagiere beschweren sich beim Bund

Die Zahl der Passagierbeschwerden beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ist laut dem «SonntagsBlick» deutlich gestiegen. Bazl-Direktorin Francine Zimmermann sage im Interview, im Jahr 2025 habe das Amt über 8100 Anzeigen behandelt. Im ersten Halbjahr 2026 seien bereits rund 5600 Anzeigen eingegangen. Zimmermann habe selbst bei einem Flug mit Austrian Airlines erlebt, dass ihr beim Umsteigen in Wien das Boarding für den Anschlussflug verweigert worden sei. Ihr Fall für eine Entschädigung liege derzeit bei der Schlichtungsstelle in Wien.

Francine Zimmermann, designierte Direktorin des Bundesamts fuer Zivilluftfahrt, stellt sich vor an einer Medienkonferenz nach der Bundesratssitzung, am Freitag, 26. September 2025, in Bern. (KEYSTONE/ ...
Francine Zimmermann.Bild: keystone

Betroffene Passagiere könnten Regelverstösse kostenlos beim Bazl anzeigen. Das Bundesamt arbeite zudem an einem Projekt, das alle Pilotinnen und Piloten verpflichte, im Luftraum elektronisch sichtbar zu sein. Gesuche für entsprechende Transponder könnten noch bis Ende November 2026 mit bis zu 70 Prozent unterstützt werden.

Umstrittene Kooperation der Schweizer Armee mit US-Nationalgarde

Die militärische Partnerschaft der Schweizer Armee mit der Nationalgarde von Colorado ist laut der «SonntagsZeitung» in der Schweizer Politik auf Widerstand gestossen. SP-Ständerätin Franziska Roth fordere wegen der Politik von US-Präsident Donald Trump ein Ende der Zusammenarbeit. Auch SVP-Nationalrat Michael Götte halte Partnerschaftsverträge für ein falsches Signal und verweise auf die Neutralitätsdebatte.

Die Armee wolle mit der US-Nationalgarde gemäss Absichtserklärung unter anderem bei Cybersicherheit sowie Weltraumfragen und beim Schutz kritischer Infrastruktur kooperieren. Sie betone in einer Stellungnahme den Nutzen für die Verteidigungsfähigkeit und sehe keine Verpflichtungen oder Abhängigkeiten. Militärische Einsätze seien ausgeschlossen und die Zusammenarbeit sei «mit der Neutralität vereinbar». Die Schweiz könne die Zusammenarbeit zudem jederzeit aussetzen.

Albert Rösti wegen hoher Kosten für Reserve-Kraftwerke in der Kritik

Die Massnahmen gegen eine Strommangellage kosten die Stromverbraucher laut der «NZZ am Sonntag» in den kommenden 20 Jahren rund vier Milliarden Franken. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse habe die Gesamtkosten der verschiedenen Reservemassnahmen berechnet. Er unterstütze die milliardenschweren Massnahmen dennoch, da eine Strommangellage volkswirtschaftlich noch deutlich höhere Schäden verursachen könnte.

Die hohen Kosten seien eine Folge davon, dass die Schweiz den Ausbau der Stromproduktion im Winter versäumt habe. Allein für vier neue fossil betriebene Reservekraftwerke plane Energieminister Albert Rösti (SVP) mit Kosten von 2,3 Milliarden Franken. Die nationalrätliche Finanzkommission halte die Dringlichkeit jedoch für umstritten und kritisiere, dass kostengünstige Alternativen nicht geprüft worden seien. Auch ein im September erscheinender Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle falle laut Recherchen der Zeitung kritisch aus.

Versteckte Preiserhöhungen bei Markenprodukten

Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sind laut dem «SonntagsBlick» zunehmend mit versteckten Preiserhöhungen durch kleinere Packungen konfrontiert. Bei der sogenannten «Shrinkflation» reduzierten Hersteller die Füllmengen während der Preis pro Mengeneinheit steige. Betroffen seien unter anderem Produkte von M&M’s sowie Rama und Whiskas. Teilweise seien die Preiserhöhungen beträchtlich: Bei Coop seien M&M’s pro 100 Gramm gegenüber 2024 um 42,5 Prozent teurer geworden.

Migros und Coop verwiesen auf die Preisgestaltung und Vorgaben der Markenhersteller. Hersteller reagierten damit unter anderem auf höhere Kosten für Rohstoffe sowie Energie und Logistik. Preisüberwacher Stefan Meierhans bezeichne Schrumpfpackungen als legal, solange die Menge korrekt ausgewiesen werde. Sie kämen jedoch «etwas schäbig rüber» und könnten zu einem Vertrauensverlust bei der Kundschaft führen.

Umstrittene Praxis: Praktikanten machen medizinische Abklärungen

Die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) haben laut der «NZZ am Sonntag» ADHS-Abklärungen weitgehend an Studierende delegiert. Ehemalige Praktikanten berichteten, sie hätten Patienten teils praktisch im Alleingang abgeklärt und Diagnosevorschläge erstellt. Eine leitende Psychologin habe die Diagnosen anschliessend verantwortet, obwohl sie die Patienten nicht persönlich gesehen habe.

Der Krankenversichererverband Prioswiss halte eine Abrechnung über die Grundversicherung für unzulässig, wenn Praktikanten die Leistungen erbracht hätten. Fachleute kritisierten zudem die Qualität der Diagnostik und warnten vor Fehldiagnosen mit langfristigen Folgen für Behandlung und Medikamenteneinnahme. Die UPK sagten auf Anfrage der Zeitung, die Betreuung der Praktikanten sei inzwischen «intensiviert» worden. Auch in Bern und Zürich gebe es laut Fachleuten Einrichtungen, die Praktikanten bei der ADHS-Diagnostik viel Verantwortung überliessen.

Valérie Dittli bringt eigene Partei in Bedrängnis

Valérie Dittli will laut «Le Matin Dimanche» den Waadtländer Staatsrat nicht verlassen. Trotz der Affären hat die Mitte-Politikerin angekündigt, im kommenden Februar erneut kandidieren zu wollen. «Ich trete an, um zu gewinnen», sagt sie in einem Interview der Zeitung. «Ich stelle mich meiner Partei zur Verfügung. Und ich beabsichtige, sie am 2. September zu überzeugen», sagte die Landwirtschafts- und Digitalministerin mit Blick auf die Delegiertenversammlung der Mitte Waadt.

Ihre Ankündigung bringt ihre Partei in Bedrängnis. Das Präsidium der Mitte Waadt hatte ihr nämlich empfohlen, auf eine Kandidatur zu verzichten. Die Partei, die im Kanton wenig politisches Gewicht hat, will mit Blick auf die kantonalen Wahlen 2027 Bündnisse eingehen. Doch alle konsultierten Parteien aus der Mitte wie auch von rechts wollen kein Bündnis mit Valérie Dittli als Kandidatin.

Klaus Schwab mischt WEF-Organisation auf

WEF-Gründer Klaus Schwab hat sich laut der «NZZ am Sonntag» gegen die geplante Neuorganisation des Forums gestellt. In einem Brief an Co-Präsident André Hoffmann habe er die Reform als «radikale Umgestaltung der Governance» kritisiert und mit rechtlichen Schritten gedroht. Damit habe er versucht, Einfluss auf die anstehende Verkleinerung und Neuorganisation des 28-köpfigen Stiftungsrats zu nehmen.

German Klaus Schwab, Founder and Executive Chairman of the World Economic Forum, WEF, attends a panel titled "Stakeholder Capitalism: Building the Futur" during the Davos Agenda, in Cologny  ...
WEF-Gründer Klaus Schwab wäre eigentlich im Ruhestand.Bild: KEYSTONE

Schwab und seine Frau Hilde hätten sich laut Recherchen jedoch im September 2025 schriftlich verpflichtet, sich nicht mehr in die Belange des WEF einzumischen und auf künftige Ansprüche zu verzichten. Im Gegenzug hätten sie unter anderem Pensionszahlungen von rund 5,7 Millionen Franken erhalten. Schwab habe seine Klagedrohung inzwischen zurückgezogen, wie er über Sprecher ausrichten liess. Einfluss könnte er laut der Zeitung dennoch über persönliche Verbindungen zu langjährigen Mitgliedern des Stiftungsrats ausüben.

Städteverband fordert nationalen Hitzeplan

Hanspeter Hilfiker, Präsident des Schweizer Städteverbandes, hat im Interview mit dem «SonntagsBlick» einen nationalen Aktionsplan zur Anpassung an den Klimawandel gefordert. Gerade die Städte der Schweiz seien betroffen, denn sie seien für ein anderes Klima gebaut worden. «Die Anpassung an den Klimawandel ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir Städte werden sie nur im Verbund mit Kantonen und Bund bewältigen können», sagte der FDP-Politiker und Stadtpräsident Aaraus zur Zeitung.

(sda)

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47 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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_Momo_
16.08.2026 08:03registriert August 2025
‚Versteckte Preiserhöhungen bei Markenprodukten‘

Es gibt eine ganz klare Antwort seitens Konsument:

Kauft die Produkte nicht mehr. Heute gibt es für jedes Markenprodukt eine gute und günstigere Alternative.
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Walter Sahli
16.08.2026 09:36registriert März 2014
Nationaler Hitzeplan? Geht's eigentlich noch?! Wir sind hier immer noch in der Schweiz! Wir brauchen unbedingt 26 kantonale Hitzepläne! Alle unterschiedlich!
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Phrosch
16.08.2026 09:40registriert Dezember 2015
Hitzeplan

Wir brauchen nicht nur für die sich häufenden Hitzephasen einen Plan. Auch für den Umgang mit Wasser braucht es koordinierte Strategien. Dazu gehört, dass wir wissen, wer wo wieviel Wasser entnimmt, wo Wasser verloren geht, oder wie geregelt wird, wie mit Knappheit umzugehen ist. Sowohl Hitze wie Wasserknappheit machen nicht an Kantonsgrenzen Halt, daher kann man das nicht einfach als kantonale Angelegenheit anschauen.
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