Wirtschaft
Schweiz

Wie die SBB den Mobility-Dschungel aufräumen will

epa08172589 An electric pedal scooter of the rental company Circ is pictured next to other brands in Frankfurt Main, Germany, 28 January 2020. US e-scooter company Bird on 27 January 2020 announced it ...
Bei den vielen Anbietern von E-Scootern kann man schnell einmal den Überblick verlieren.Bild: EPA

SBB und Verkehrsbetriebe beenden Pilotprojekt «yumuv»: So viele haben die App genutzt

Die SBB lancierten in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben aus Basel, Bern und Zürich eine neue App mit der verschiedene E-Scooter, ÖV-Tickets, Taxis und mehr gebucht werden kann. Im Dezember endet das Pilotprojekt. Ein erstes Fazit.
02.12.2021, 08:5902.12.2021, 08:59

Die meisten Stadtbewohner kennen es: An den neuralgischen Scooter-Abstell-Hotspots stehen zwar dutzende Trottis und Velos, aber nur solche, deren App man gerade nicht auf dem Telefon hat.

Dass man sich gefühlt zwanzig Apps installieren muss, um jederzeit mobil zu sein, daran störten sich auch Vertreterinnen und Vertreter der SBB und der regionalen Verkehrsbetriebe aus Zürich, Bern und Basel. In Zusammenarbeit mit der ETH Zürich wurde deswegen ein Pilotprojekt durchgeführt, «mit dem Anspruch, die Menschen noch cleverer ins Rollen zu bringen», wie es vonseiten «yumuv» heisst.

Mobilitäts-Abos wie fürs Handy

«Yumuv» ist die App, die für das Pilotprojekt kreiert wurde. Damit lassen sich ÖV-Tickets kaufen, E-Scooter und E-Bikes aufschliessen, Mobility-Autos reservieren oder Taxis bestellen. Alles mit einer Applikation.

Das Projekt läuft noch bis Ende Dezember. «Bisher wurden über tausend Kundinnen und Kunden und mehr als 12'000 Fahrten via ‹yumuv› gebucht», sagt Geschäftsstellenleiterin Rahel Känel.

Die App bietet nicht nur die Möglichkeit, auf verschiedene Mobility-Angebote zurückzugreifen. Man kann auch verschiedene Abos abschliessen, womit man zum Beispiel für rund 10 Franken am Tag unlimitiert E-Trotti fahren kann.

«Rund 50 Prozent unserer Kundinnen und Kunden nutzen ein ‹yumuv›-Abo und rund 50 Prozent nutzen das App im Pay-per-Use Modus», sagt Känel.

App hat «positiven Einfluss auf die ÖV-Nutzung»

Die ETH studierte während des Pilotprojekts das Mobilitätsverhalten der User. «Ziel des Forschungsprojekts war es herauszufinden, wie Mobility as a Service (MaaS) generell genutzt wird und was bei der Gestaltung von Mobilitätsabos zu beachten ist», erklärt Känel. Die finalen Ergebnisse stehen noch aus. Jedoch sei jetzt schon klar, dass die Nutzung «einen positiven Einfluss auf die ÖV-Nutzung habe».

Ob und in welcher Form es mit der App weitergeht, darüber schweigt man sich noch aus. Nur so viel: «Am Thema MaaS wird auf konzeptioneller Ebene weitergearbeitet». (dfr)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Floating Motors: E-Boote aus Italien im Oldtimer-Auto-Design
1 / 21
Floating Motors: E-Boote aus Italien im Oldtimer-Auto-Design
quelle: floatingmotors.com / floatingmotors.com
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Adrian testet den neuen Lime-Scooter
Video: watson
Schweizer Börse steigt auf neues Allzeithoch
Die Schweizer Börse hat am Donnerstag einen neuen Rekord erreicht. Der Leitindex SMI stieg am Vormittag vorübergehend auf knapp 14'732 Punkte und übertraf damit den bisherigen Höchststand von Mitte August um gut 50 Punkte.
Am Donnerstag stützten die Schwergewichte den SMI. Die Titel des Pharmakonzerns Novartis gewannen gegen 09.50 Uhr 2,0 Prozent, jene des Nahrungsmittelriesen Nestlé 1,0 Prozent und die des Pharmaunternehmens Roche 0,5 Prozent. Dagegen brachen die Aktien des Baustoffkonzerns Amrize nach enttäuschenden Quartalszahlen und einer gesenkten Jahresprognose um gut 5 Prozent ein.
Zur Story