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«Nishimura» – ein grüner Komet zieht an der Erde vorbei

Einmalige Verwendung: Komet C/2022 E3 (ZTF), Januar/Februar 2023
Komet C/2022 E3 (ZTF) zog im Februar an der Erde vorbei.Bild: twitter

«Nishimura» – ein grüner Komet zieht an der Erde vorbei

Sternengucker kommen derzeit auf ihre Kosten. Ein grüner Komet kommt der Erde sehr nahe und kann mit wenigen Hilfsmitteln beobachtet werden.
07.09.2023, 13:1807.09.2023, 13:45
Ein Artikel von
t-online

Schaulustige haben derzeit bei klarem Himmel Chancen, erneut einen grünen Kometen zu sehen. Der Komet C/2023 wurde nach Angaben der Vereinigung der Sternfreunde erst am 12. August vom japanischen Amateurastronomen Hideo Nishimura entdeckt und bewegt sich derzeit auf die Sonne zu.

Mit einem Fernglas oder einer Kamera mit einem Teleobjektiv könne man C/2023 – auch «Nishimura» genannt – derzeit am morgendlichen Nordosthimmel beobachten.

Kometen sind den Sternfreunden zufolge immer für Überraschungen gut – vielleicht steigere «Nishimura» seine Helligkeit noch. Seine grösste Nähe zur Sonne erreiche der Himmelskörper am 17. September. Dann ist er weniger als 40 Millionen Kilometer vom Stern im Zentrum unseres Sonnensystems entfernt. «Möglicherweise wird er sich dabei auflösen», heisst es von den Sternfreunden.

Erst im Februar war C/2022 E3 (ZTF) zu sehen

Erst im Februar war bei einem seiner seltenen Rendezvous mit der Erde der grüne Komet C/2022 E3 (ZTF) zu sehen. Dieser Himmelskörper zieht nur alle rund 50'000 Jahre an der Erde vorbei. Die grüne Farbe kommt von einem Gas, das durch die Erwärmung nahe der Sonne entsteht. C/2022 E3 (ZTF) hat seinen Namen, weil er erstmals vergangenes Jahr im Rahmen des Programms «Zwicky Transient Facility» von einem Observatorium in den USA aus gesehen wurde.

Kometen kommen vom äussersten und kalten Rand des Sonnensystems und sind Himmelskörper, die bei der Planetenentstehung nicht verbraucht wurden. Sie bestehen dem DLR zufolge aus Staubkörnern, organischen Molekülen und wegen ihrer niedrigen Temperatur aus gefrorenen Gasen. Der hohe Anteil flüchtiger Materie unterscheide sie von Asteroiden. Durch Gravitation oder Kollisionen werden sie manchmal aus ihrem ursprünglichen Orbit gestossen und gelangen dann auch in Sonnen- oder Erdnähe.

(t-online/dpa)

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