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Archäologen entdeckten altgriechisches Schiffswrack in Sizilien

Universiät Udine altgriechisches Schiffswrack vor Sizilien, 16.7.2025
In sechs Metern Tiefe ist ein griechisches Schiffswrack aus dem 6. bis 5. Jahrhundert v. Chr. entdeckt worden.Bild: Universiät Udine

Archäologen entdeckten altgriechisches Schiffswrack aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.

16.07.2025, 14:4816.07.2025, 14:48

Vor der Küste Siziliens ist in sechs Metern Tiefe ein griechisches Schiffswrack aus dem 6. bis 5. Jahrhundert v. Chr. entdeckt worden. Dies ist das Ergebnis einer Kampagne für Unterwasserarchäologie, die von der Universität Udine zusammen mit der Meeresaufsicht der Region Sizilien im Gebiet von Ispica nahe der sizilianischen Stadt Ragusa durchgeführt wurde.

Neben der Schiffsstruktur konnten unter anderem der Mast, schwarze Keramikfiguren, ein kleines Fläschchen mit der in griechischer Sprache eingravierten Aufschrift «Nau» (Schiff) sowie ein in aussergewöhnlich gutem Zustand erhaltener Tauabschnitt geborgen werden. Die Überreste waren zunächst von einer Sandschicht und Steinen bedeckt, wurden aber seit 2024 teilweise freigelegt. Dank des Einsatzes eines Wasser-Saugbaggers wurde das Grabungsareal erweitert, wodurch weitere Schiffsteile, darunter das Mittelschiff und eines der beiden Ruder, entdeckt wurden.

Universiät Udine altgriechisches Schiffswrack vor Sizilien, 16.7.2025
Neben der Schiffsstruktur borge die Archäologen noch andere Gegenstände. Bild: Universiät Udine

Grosser Teil des Wracks freigelegt

Die Arbeiten dauerten fünf Wochen von Mai bis Juni und führten zur Freilegung eines grossen Teils des Wracks. Mittels Vermessungen und Aufnahmen wurde ein 3D-Modell erstellt. Parallel wurden weitere mögliche Fundstellen in der Region untersucht, um nicht nur den Schutz des Meeresgebiets zu verbessern, sondern auch zukünftige Forschungen vorzubereiten.

Die Universität Udine erhielt für die Studienkampagne zum altgriechischen Wrack von Ispica eine Förderung der Gesellschaft «Sunk Costs Productions». Gemeinsam mit US-Regisseur Martin Scorseses Sikelia Productions entsteht das Filmprojekt «Shipwreck of Sicily». Der zweijährige Dreh in Sizilien umfasst weitere Unterwasserwracks. Während der Grabungen in Ispica wechselten sich wissenschaftliche Untersuchungen mit Filmaufnahmen für diesen von Scorsese koproduzierten Dokumentarfilm ab.

«Die Zusammenarbeit zwischen der Region Sizilien und der Universität Udine bringt grossartige wissenschaftliche Ergebnisse. Die Unterwasserarchäologie leistet einen wertvollen Beitrag zum besseren Verständnis der Zivilisationen, die die Insel über Jahrtausende bewohnten», kommentierte der sizilianische Kultur- und Identitätsminister Francesco Paolo Scarpinato. (sda/apa)

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