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Hitzewellen und Brände verschärfen Luftverschmutzung

KEYPIX - epa13157481 A firefighter walks amid a wildfire in Baltar, Ourense, Spain, 08 August 2026. EPA/BRAIS LORENZO
Waldbrand am 8. August in Baltar, Spanien. Sie zerstören nicht nur Flora und Fauna, sondern verschlechtern auch die Luft.Bild: keystone

Hitzewellen und Brände verschärfen Luftverschmutzung

07.09.2026, 07:0807.09.2026, 07:08

Hitzewellen und Waldbrände erschweren nach einem Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) den Kampf um saubere Luft – auch in Europa.

Steigende Temperaturen begünstigten nicht nur extreme Brände, deren toxischer Rauch besonders belastende Feinpartikel enthält, heisst es darin. Sie förderten auch die Bildung von bodennahem Ozon – einem Reizgas, das Atemwege, Landwirtschaft und Ökosysteme schädigt.

Die WMO veröffentlichte ihren jährlichen Bericht zu Klima und Luftqualität zum internationalen Tag der sauberen Luft (7. September).

Verdreifachung extremer Brände

Zwar hätten strengere Regeln in Europa und Nordamerika Emissionen aus Industrie und Verkehr in den vergangenen Jahren gesenkt. Gleichzeitig nehme jedoch die Belastung durch Feinstaub (PM2,5) zu, der bei Bränden entsteht.

Die WMO zitiert eine Studie, wonach sich die Zahl extremer Brandereignisse weltweit seit den 1990er Jahren verdreifacht hat. Das habe nach Schätzungen zwischen 2010 und 2018 zu fast 100'000 zusätzlichen Todesfällen beigetragen.

KEYPIX - A general view of a wildfire near Omis, southern Croatia early Friday, Aug. 14, 2026. (AP Photo/Jakov Prkic)
Waldbrände wie hier am 14. August in Südkroatien nehmen zu.Bild: keystone

Die winzigen Partikel können tief in die Lunge und den Blutkreislauf gelangen. Dadurch steigt unter anderem das Risiko für Herzinfarkte, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfälle und Lungenembolien.

Hinzu kommt Ozon: Hohe Temperaturen, stabile Wetterlagen und intensive Sonneneinstrahlung – typische Bedingungen während Hitzewellen – lassen die Ozonwerte am Boden ansteigen. Langfristige Ozonbelastung wird mit einer höheren Sterblichkeit vor allem durch Atemwegserkrankungen in Verbindung gebracht. Auch die erhöhte Belastung durch Ozonverschmutzung könnte zu Zehntausenden zusätzlichen vorzeitigen Todesfällen führen (sda/dpa)

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