Wissen
Forschung

Eisschwund bringt tausenden Kaiserpinguin-Küken den Tod

Eisschwund bringt tausenden Kaiserpinguin-Küken den Tod

26.04.2024, 08:1226.04.2024, 08:12

Im vergangenen Jahr sind erneut tausende Pinguin-Küken in der Antarktis infolge der zunehmenden Eisschmelze verendet. Der Rekordtiefstand des antarktischen Meereises Ende 2023 führte laut Forschungsinstitut in einem Fünftel der Kaiserpinguin-Kolonien zu Brutausfällen.

Emperor Penguin, Aptenodytes forsteri, adults and chicks at colony Snow Hill Island, Antarctica. (Photo by: David Tipling/Education Images/Universal Images Group via Getty Images)
Schnusig.Bild: Universal Images Group Editorial

14 von 66 Kolonien seien 2023 betroffen gewesen, nach 19 im Jahr davor, hiess es in der im Fachjournal «Antarctic Science» vorgestellten Analyse. Die Brutausfälle seien eine direkte Folge des beispiellosen Verlusts an Meereis in der Region, der sich in den letzten Jahren aufgrund des Klimawandels abspielte, teilte das Forschungsinstitut British Antarctic Survey (BAS) mit. Sowohl 2022 als auch 2023 seien extrem niedrige Sommer-Meereisausdehnungen verzeichnet worden.

Bricht das Meereis, auf dem eine Kolonie brütet, bevor den Küken wasserfeste Federn gewachsen sind, haben diese kaum noch Überlebenschancen – selbst auf einer verbleibenden Scholle nicht, weil die Eltern Schwierigkeiten haben, den Nachwuchs wiederzufinden und zu füttern. (rbu/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Diese Stadt kämpft ums Überleben – und macht einen radikalen Schritt
Kiruna hat ein Problem. Die nördlichste Stadt Schwedens droht einzustürzen. Es gab zwei Möglichkeiten: die Stadt versetzen oder den Hauptarbeitgeber der Gegend schliessen. Das Zweite war dann doch keine Option.
Die Sonne geht hier im Frühlingswinter langsam unter und sie taucht die Szenerie in ein wunderbares Licht. Ich spaziere mitten durch das Zentrum der Stadt. Niemand wohnt mehr hier. Die Geschäfte sind zu, Scheiben teilweise eingeschlagen. Die Weihnachtsbeleuchtung hängt noch immer an den Strassenlaternen. Nur eine Person begegnet mir.
Zur Story