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Einzigartige NASA Mission soll Satelliten Swift retten

NASA’s Pegasus barge, carrying a weather cover for the Artemis III SLS (Space Launch System) rocket core stage, arrives on Sunday, June 21, 2026, at the Launch Complex 39 turn basin at the agency’s Ke ...
Das Nasa-Observatorium «Swift» soll mit einer bislang einzigartigen Rettungsmission vor dem Absturz bewahrt werden.Bild: imago

«Herausfordernd und riskant» – Nasa startet beispiellose Rettungsmission im All

26.06.2026, 14:2726.06.2026, 17:00

Mit einer kurzfristig angesetzten beispiellosen Rettungsmission will die US-Raumfahrtbehörde Nasa einen Forschungssatelliten vor dem Absturz bewahren. Dafür solle am Samstag eine Art Schleppraumschiff mithilfe eines «Stargazer»-Flugzeugs und einer «Pegasus»-Rakete von einem Atoll in den Marshallinseln im Südpazifik aus starten, teilte die Nasa mit. Der Start könnte sich allerdings auch kurzfristig noch verschieben.

Der sogenannte «Swift»-Satellit war 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht worden. Seitdem untersucht das mit drei Teleskopen ausgestattete Himmelsobservatorium, das nach dem 2017 gestorbenen Chef-Wissenschaftler der Mission auch «Neil Gehrels Swift Observatory» heisst, vor allem gewaltige Energieausbrüche im Universum, sogenannte Gammablitze.

Oct. 1, 2014 - ..NASA satellite Swift..NASA satellite Swift - NASA has reported that on April 23, NASA s Swift satellite detected the strongest, hottest, and longest-lasting sequence of stellar flares ...
Der Swift-Satellit.Bild: imago stock&people

«Zentrale Rolle» in Nasa-Strategie

Die Mission sei so erfolgreich, dass das Himmelsobservatorium inzwischen eine «zentrale Rolle in der Nasa-Strategie zur Erforschung von flüchtigen und unvorhersagbaren Veränderungen am Himmel» spiele, hiess es von der US-Raumfahrtbehörde. Deswegen wurde die ursprünglich nur auf rund zwei Jahre angelegte Mission immer weiter verlängert. «Swift», an dem auch Italien und Grossbritannien beteiligt sind, ist den Angaben zufolge generell in gutem Zustand.

Unter anderem wegen starker geomagnetischer Stürme, die durch Sonnenausbrüche ausgelöst wurden, droht der Satellit nun aber abzustürzen – nach Berechnungen von Wissenschaftlern wahrscheinlich gegen Ende des Sommers. «Für ein generisches Raumschiff wäre es schon in Ordnung, aus der Umlaufbahn herauszukommen. Aber das ist nicht irgendein Raumschiff. Es ist ein Observatorium mit einzigartigen Fähigkeiten für die Astrophysik», sagte Nasa-Manager Shawn Domagal-Goldman bei einer Pressekonferenz. «Also haben wir entschieden: Ja, wir wollen das hier diesmal retten, weil es so besonders ist.»

Rettungsraumschiff startklar

Im September gab die Nasa der US-Raumfahrtfirma Katalyst Space den Zuschlag für die Rettungsmission mit einem Budget von rund 30 Millionen Dollar. Das Unternehmen entwickelte, baute und lieferte das rund 400 Kilogramm schwere «Link»-Raumschiff – mit drei Roboterarmen, drei Hauptantriebswerken und zahlreichen weiteren Instrumenten – innerhalb von nur rund neun Monaten. Nach erfolgreichem Start soll «Link» im All den Plänen zufolge zunächst einige Tests durchführen, sich dann dem «Swift»-Observatorium annähern und dieses dann über einen Zeitraum von mehreren Monaten in seine Ursprungs-Umlaufbahn zurückheben.

Wenn alles läuft wie geplant, könnte der derzeit im Energiespar-Modus laufende «Swift»-Satellit ab Herbst wieder wissenschaftliche Daten liefern – und das den Erwartungen der Wissenschaftler zufolge dann möglicherweise noch für etwa fünf Jahre oder mehr. «Link» würde nach erfolgreich ausgeführtem Auftrag zurück auf die Erde stürzen und in der Atmosphäre verglühen.

Der Erfolg der Rettungsmission ist aber keinesfalls garantiert. «Das ist alles herausfordernd und riskant», sagte Kieran Wilson von Katalyst Space bei einer Pressekonferenz. «Selbst viele Raumfahrzeuge, die viel länger und mit viel mehr Geld entwickelt wurden, sind aus banalen Gründen gescheitert.» (sda/dpa)

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