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Der Mythos Mens: Die ewige Angst der Männer vor dem bisschen Blut

Die Menstruation war den Menschen lange ein Rätsel. Seit Urzeiten erfuhr die menstruierende Frau eine Sonderbehandlung. Nicht, weil man sie schonen wollte, sondern weil man sie fürchtete. 



Die Frau ist für den Mann ein zwiespältiges Wesen. Heilsbringerin und Verderberin. Eva und Jungfrau Maria. Quell des Lebens und Macht der Finsternis: In den Mythen tritt sie in Gestalt der fruchtbaren Erde auf, doch auch der Tod ist ihr Werk – wird irdisches Leben geschaffen, birgt es immer auch schon dessen Ende in sich. 

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Die Urgöttin Gaia stellt in der griechischen Mythologie die personifizierte (Mutter) Erde dar.
bild: ravenseniors

Deshalb graust es den mythischen Mann vor seiner eigenen Entstehung und vor der Frau, in deren düsterem Mutterleib er seinem sicheren Tode entgegenwächst. Er projiziert das Grauen vor seiner Sterblichkeit in sie hinein. Durch sie wird er zum körperlichen, sterblichen Wesen degradiert.

Tod und Fruchtbarkeit sind verschwistert, und der dunklen Seite kann nur mit einer neuen Geburt beigekommen werden: Das ist der ewige Zyklus der Menschheit. 

Vom Zeitpunkt an, da ein Mädchen in diesen Zyklus einsteigt und fortpflanzungsfähig wird, beginnt sie auch, unrein zu werden. So haben das gewisse Naturvölker gesehen, ebenso die alten Ägypter, Griechen und Römer, und später auch die Juden, Christen und Moslems.

Im Gesetzbuch des Manu aus dem alten Indien steht geschrieben: 

«Weisheit, Tatendrang, Stärke und Lebenskraft eines Mannes, der sich einer durch die monatlichen Ausscheidungen verunreinigten Frau nähert, gehen endgültig verloren.»

Gesetzbuch des Manu

Diese Sichtweise rührt daher, dass man fürchtete, die weibliche Kraft wirke während dieser Tage am stärksten und vermöge gar über die männliche zu triumphieren. 

Indigene Völker

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bild: watson

Der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss berichtet von indigenen Gesellschaften, die ihre blutenden Frauen auf dem Dach ihres Hauses unterbrachten oder sogar aus dem Dorf verbannten. In ihrem unreinen Zustand durfte sie niemand sehen und schon gar nicht berühren. Ja, nicht einmal sich selbst durften sie anfassen.

Bei Völkern, die sich täglich entlausen, gab man der menstruierenden Frau ein Stöcklein, mit dem sie sich kratzen konnte. Andere gewährten den Schwestern oder Müttern der Blutenden, sie mit Werkzeugen zu füttern. Und alle Gegenstände, mit denen sie in dieser Zeit in Kontakt kam, mussten verbrannt werden. 

Auf den Aleuten glaubte man, das menstruierende Mädchen sei von einem gefährlichen Dämon besessen. Sieht sie während dieser Zeit ihren Vater, wird sie blind oder stumm.

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Lévi-Strauss mit einem Tupi-Kawahib am Ufer des Flusses Machado in Brasilien, 1938.
bild: gradhiva.revues

Von einem anderen Stamm ist überliefert, dass der monatliche Blutfluss mit dem Biss einer Schlange erklärt wurde. Die Frau pflegt in der volkstümlichen und später auch in der jüdisch-christlichen Vorstellung eine bedenkliche Verwandtschaft zu diesem Reptil. Und ihr Blut sei giftig wie das ihres Schwestertiers. 

Einzig bei mutterrechtlichen Indianerstämmen hatte die Menstruation auch positive Kräfte: Das Blut wurde für Liebestränke verwendet, als Heilmittel von Schnitt- und Quetschwunden. Und wenn die Männer in den Kampf zogen gegen die phantastischen Ungeheuer, die ihre Flüsse heimsuchten, hefteten sie ein in Menstruationsblut getränktes Faserbündel an ihr Boot. Denn seine Ausdünstungen brachten den übernatürlichen Feinden Verderben.

Antike

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Gemälde von Lawrence Alma-Tadema. 
bild: watson

In der Antike wurde die Periode als Abfluss von überschüssigen Säften interpretiert. Für Hippokrates war die Frau von Natur aus ein krankes Wesen und die Menstruation damit eine Art natürlicher Aderlass, die sie vor den Folgen ihrer Krankhaftigkeit bewahrt.

Aristoteles sah die Frauen als mangelhafte, weil zeugungsunfähige Männer, die nicht über das Stadium der Menstruation hinausgekommen sind. Der echte Mann sei wärmer und könne darum sein überschüssiges Blut kochen und als Samen ausscheiden, während sie eben nur blutet.

Gemäss Galen war der weibliche Säfte-Überfluss ihrem untätigen Leben geschuldet. Und Plinius beschrieb erstmals den giftigen Einfluss der menstruierenden Frau auf die Umwelt. Dieser Glaube sollte sich noch bis ins 20. Jahrhundert halten. 

«Die mit dem Blutfluss behaftete Frau verdirbt die Ernten, verödet die Gärten, richtet die Saaten zugrunde, bringt die Früchte zum Abfallen und tötet die Bienen; berührt sie den Wein, wird Essig daraus; die Milch verdirbt und gerinnt.»

Plinius der Ältere, Naturgeschichte

Mittelalter

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Das Gemälde stammt von Arnold Böcklin.
bild: watson

Für die Benediktinerin Hildegard von Bingen, die im düsteren 12. Jahrhundert ihr heiliges Leben hinter dicken Klostermauern verbrachte, war die Regelblutung die Folge des Sündenfalls. Hätte Eva Adam nicht verführt, wären die «weiblichen Gefässe» alle unversehrt und für immer verschlossen geblieben. Und die Einzige, die sowieso nie menstruiert habe, sei die Heilige Jungfrau Maria. Sie habe schliesslich auch ohne Geschlechtsverkehr ein Kind empfangen. 

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Franz von Stucks «Adam und Eva»: Eva ist an restlos allem schuld. Bereits die alten Perser glaubten, die Menstruation gehe auf die Verbindung der ersten Frau mit einer Schlange zurück.
bild: wikipedia

Der Glauben an die Giftigkeit der Menstruation beherrschte das gesamte Mittelalter. Blumen würden verdorren, die Milch würde sauer und der Most vergäre. 

Für viele Christen war die weibliche Blutung schuld an den Plagen, die die mittelalterliche Bevölkerung so hartnäckig dezimierte: An der Syphilis, an der Lepra und sogar an der Pest.

Schon im dritten Buch Mose wird dem Mann der Geschlechtsverkehr mit einer menstruierenden Frau streng untersagt. Widersetzt er sich diesem Gesetz bewusst, soll das Paar aus dem Volk ausgestossen werden und sterben.

«Wenn ein Weib ihres Leibes Blutfluss hat, soll sie sieben Tage unrein geachtet werden; wer sie anrührt, der wird unrein sein bis auf den Abend. Und alles, worauf sie liegt und worauf sie sitzt, wird unrein sein.»

3. Buch Mose

Neuzeit

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Das Gemälde stammt von André Brouillet (1887) und zeigt den Neorologen Jean-Martin Charcot, der die hysterische Patientin Blanche Wittman in hypnotisiertem Zustand präsentiert. 
bild: watson

Um 1520 beschrieb Paracelsus das Menstrualgift «Menotoxin». Es gebe in der Welt kein Gift, das schädlicher sei, liess er sich in seinen Schriften verlauten. 

Die Aufklärung brachte nicht unbedingt Licht ins Mysterium der Menstruation. Für den Genfer Philosophen Jean-Jacques Rousseau war sie eine Folge der verderblichen Zivilisation. Die Natur der Frau würde durch zu viel Essen und zu wenig Bewegung beeinträchtigt.

1827 entdeckte Carl Ernst von Bahr die weibliche Eizelle, und den Menschen begann allmählich der Zusammenhang zwischen Menstruation, Eisprung und Fortpflanzung aufzugehen. Daher vertraten viele Ärzte die Ansicht, dass jede zur Reife gebrachte Eizelle auch ihrer natürlichen Bestimmung zugeführt werden müsse. Die Frau sollte im Idealfall pausenlos schwanger sein und niemals menstruieren. 

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Fortwährend schwanger, so wünschte man sich die Frau.

Wilde Theorien über das «periodische Irresein der Frau» und ihre «grosse Gemeingefährlichkeit» untermauerten indessen die teuflische Natur der Frau. Und die Giftigkeit ihres Mensblutes wurde noch immer mit einer beispiellosen Ausdauer zu beweisen versucht. 

1878 steht in einem Artikel des «British Medical Journal» geschrieben:

«Unzweifelhaft besteht die Tatsache, dass das Fleisch verdirbt, wenn es von Frauen berührt wird, die ihre Regel haben.»

British Medical Journal

Der Autor fügt seiner Beweisführung die ureigene Beobachtung hinzu, dass zwei Schinken in seiner Anwesenheit auf diese Weise verdarben.

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Aufkärungsstunde 1929.
bild: imgur

1920 glaubte der Wiener Professor Béla Schick den Giftstoff Menotoxin entdeckt zu haben. Auch er beobachtete Sonderbares. Blumen verwelkten in den Händen einer Menstruierenden. Und der Hefeteig habe sich gesträubt, in ihrer Gegenwart aufzugehen. Erst 1958 wurde die wissenschaftliche Debatte über die Existenz des Giftes zu Grabe getragen. 

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Aus «Molly Grows Up», einem Aufklärungs-Film aus dem Jahr 1953.
bild: screenshot youtube/shaggylocks

Als die Frauen im 20. Jahrhundert begannen, die von Männern dominierte Berufswelt zu bevölkern, proklamierte die Frauenheilkunde die Schonungsbedürftigkeit der Frau während der Menstruation: Die intellektuellen Fähigkeiten der Studentinnen würden während ihrer Regel leiden. Und Binden sollten vermieden werden, sie würden nur den natürlichen Blutfluss stoppen. Der Bestimmungsort der Frau sollte das Haus bleiben.

Fluch

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Im Englischen bezeichnet das Wort «curse» auch die Monatsblutung. Und ja, sie ist tatsächlich ein Fluch. Nur kein giftiger, zerstörerischer. Und keiner, der die Manneskraft zum Versiegen bringt.

Heute kämpfen viele Künstlerinnen für die totale Enttaubuisierung der Regelblutung. Rupi Kauer zum Beispiel, die 2015 mit ihrem Menstruations-Bild eine weltweite Debatte auslöste.

Menstruation Copyright: Rupi Kaur / Instagram

Die Kanadierin Rupi Kaur hat 2015 eine Reihe von Menstruations-Bildern bei Instagram publiziert – kurz darauf löschte sie das soziale Netzwerk.
Bild: Rupi Kaur

Oder die Amerikanerin Poppi Jackson, die sich in einem ihrer Werke in die Ecke eines alten Polizeigebäudes stellte, und auf einen abgewetzten Teppich menstruierte.

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    Alle Leser-Kommentare
  • 2fel 31.08.2016 01:49
    Highlight Highlight der artikel wirkt durchaus als ob man einfach mal ne runde empörung kultiviert aufköcheln wollte - nur um sich dann wieder rauszudrucksen. wenn 'ziemlich wertfrei' das ziel war dann verfälscht der einstieg den eindruck des gelesenen jedenfalls komplett. Und mit der Reaktion die sich selbst enttarnenden hässigen männer schon erwartet zu haben und den titel ja schliesslich auch nicht selbst verfasst zu haben entspricht das gesamtbild lustigerweise genau so dem zeitgeist wie die der darin aufgelisteten 'wertfreien geschichte'. von dem her - durchaus konsequent.
  • kho 30.03.2016 10:58
    Highlight Highlight super artikel, gut recherchiert!
  • Dä Brändon 08.03.2016 15:27
    Highlight Highlight Min Penis und ich wenn grad rosa Woche isch bi 'nere heisse Tuss isch....
    Benutzer Bildabspielen
    • Dä Brändon 08.03.2016 15:51
      Highlight Highlight @Watson, mached so en "bearbeiten" Button ane, das chamer jo nöd läse!?!
  • Aki Mari 08.03.2016 10:54
    Highlight Highlight Eine sehr schöne, entmystifizierende Erklärung des (evolutionären) Nutzens der Menstruation auf Quora:
    http://qr.ae/RWR5cT

    tl;dr:
    - eine Schwangerschaft ist ein Kampf um Ressourcen (der Frau)
    - eine Frau kann es sich nicht leisten, einen schwachen Fötus auszutragen
    - das Endometrium als unwirtliche Umgebung für den Embryo sorgt dafür, dass nur die stärksten Embryonen überleben
    - die Menstruation sorgt dafür, dass zusammen mit dem Endometrium auch tote Embryonen abgestossen werden.

    (Inhaltliche Diskussionen bitte auf Quora verlegen, ich bin keine Biologin sondern gebe nur wieder).
    • Slant 08.03.2016 15:51
      Highlight Highlight Merci fürs tldr!

  • Parmelin Anderson 08.03.2016 10:27
    Highlight Highlight Nur ein echter Wikinger hat einen roten Bart.
  • Seebär 08.03.2016 01:54
    Highlight Highlight Ein guter Kapitän sticht auch in das rote Meer...
    Mein Schatz ist oft erregter, beim sex, wenn sie ihre Tage hat.
    • Mietzekatze 08.03.2016 13:46
      Highlight Highlight Ja kann ich verstehen! Falls sie Hormone zu sich nimmt (Pille) umso mehr... Ich hatte mit der Pille fast nur während der Mens Lust.. :)
  • Ms. Song 07.03.2016 22:15
    Highlight Highlight Nun ja, Körperabfälle jeglicher Art, sollten doch Privatsache bleiben. Bei der Mens darf man nicht vergessen, dass Krankheiten übertragen werden können. Ein Tabuthema, wie früher, ist es nicht mehr. Jedoch haltet sich mein Interesse an den Körperausscheidungen anderer doch stark in Grenzen.
  • seventhinkingsteps 07.03.2016 20:38
    Highlight Highlight Ein echter Ritter hat ein blutiges Schwert
    • Martina Moshmallow 07.03.2016 21:20
      Highlight Highlight Hahahah made my day xD
  • Luca Brasi 07.03.2016 20:30
    Highlight Highlight Frei nach Predator: ;)
    Play Icon
  • Slant 07.03.2016 19:50
    Highlight Highlight "Die Kanadierin Rupi Kaur hat 2015 eine Reihe von Menstruations-Bildern bei Instagram publiziert – kurz darauf löschte sie das soziale Netzwerk."

    Wieso musste sie auch gleich das ganze soziale Netzwerk löschen? Wird man da so aggressiv?

    Benutzer Bild
  • Menel 07.03.2016 19:36
    Highlight Highlight Na Ladies, wer kennt das auch?
    Benutzer Bild
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 08.03.2016 08:39
      Highlight Highlight Das schreit ja geradezu nach dem hier: Girls see more blood than boys... 😇
  • Bijouxly 07.03.2016 19:33
    Highlight Highlight schon lang nicht mehr so gelacht😂
  • RalpH_himself 07.03.2016 19:25
    Highlight Highlight "Life is a sexually transmittable disease which always ends in death. There is no known cure."
  • Cube 07.03.2016 19:06
    Highlight Highlight Der Körper einer Frau ist das Wunder der Natur! Es kann Leben erschaffen... Ich respektiere jede Frau und Mutter auf dieser Erde!
    • Menel 07.03.2016 19:38
      Highlight Highlight Naja, der Mann hat da auch noch einen kleinen Anteil beim Erschaffen. Wir beschäftigen uns dann einfach 9 Monate mit dem Entwickeln 😉✌🏻️
    • Ricco Speutz 08.03.2016 08:40
      Highlight Highlight (Luft-) Schnapp-"Schuss" und die 9 monatige Entwicklung des noch analogen Vorgangs :)
    • Duweisches 08.03.2016 12:27
      Highlight Highlight Das kann deine Wurst aber auch nicht, also...
  • SVARTGARD 07.03.2016 18:35
    Highlight Highlight Kalte Tomatensuppe dat schmeckt mich.👹
    • deBatino 07.03.2016 22:34
      Highlight Highlight ohni emoji wärs sowas vo creepy gsi, so ischs echt geil xDD
  • kliby 07.03.2016 18:32
    Highlight Highlight Wie frau aus meist uralten Mythen Männerbashing konstruieren kann. Dieser schöne reisserische, pauschalisierende Titel. Wunderbar.
    • Anna Rothenfluh 07.03.2016 18:52
      Highlight Highlight Ich seh da zwar kein Männerbashing, sondern vielmehr historische, ziemlich wertfreie Geschichte, aber dennoch möchte ich hinzufügen, dass der Titel von einem Mann kreiert wurde.
    • strieler 07.03.2016 20:11
      Highlight Highlight @klibi & anna
      villeicht kein bashing aber eine dekonstextualisierte, ungerechtfertigte Schuldzuweisung, die den Männern eine Absicht unterstellt. Wie wenn der Sexismus der durch diesen anatomischen Unterschied konstruiert wurde, nicht schon genug Schaden angerichtet hätte.
    • Duweisches 07.03.2016 22:13
      Highlight Highlight Nun Strieler, wenn ich mir diese absurden Theorien so durchlese, die manche Männer hatten, kann man durchaus von Absicht sprechen. Oder von Faulheit, eine einfache Schuldzuweisung bereit zu haben, für einfach alles.
      Allerdings sehe ich im Artikel auch den korrekten Hinweis, das es jetzt unsere Aufgabe ist, dass es normal wird, darüber zu sprechen. Es ist Natur, und keiner von uns möchte zum Beispiel verbergen, dass er blinzelt. Wieso also mit der Mens machen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ares 07.03.2016 18:25
    Highlight Highlight Meine Tamponvorräte reichen mindestens bis ans Ende meiner Tage.



    Oder sie würden, wenn ich denn weiblichen Geschlechts wäre. Aber ich habe so wenig Gelegenheit diesen Spruch zu bringen, dass wir das mal ignorieren.
  • TanookiStormtrooper 07.03.2016 18:20
    Highlight Highlight Ich traue eben keinem, der 5 Tage lang blutet ohne zu sterben... ;)
    Play Icon
    • TanookiStormtrooper 07.03.2016 20:33
      Highlight Highlight Wenn dir deine Freundin sagt, sie hätte ihre Tage:
      Play Icon
  • Piti 07.03.2016 18:11
    Highlight Highlight Ganz toller Artikel, merci!!
    • Anna Rothenfluh 07.03.2016 18:53
      Highlight Highlight Danke dir!
  • Menel 07.03.2016 18:05
    Highlight Highlight Mein Fav Video zum Thema:

    Play Icon
    • Eisenhorn 07.03.2016 21:31
      Highlight Highlight OK das video is fking genious :D
  • huderli 07.03.2016 17:56
    Highlight Highlight ah und noch was zu mikroorganismen, wir haben die ganze zeit über kleinste krabbler auf uns und die brauchen wir ja auch...also könnte es doch wirklich sein, das wir die armen kleinen krabbler während der mens verändern oder gar töten wegen des hormonanstiegs oder so....
  • huderli 07.03.2016 17:51
    Highlight Highlight @ syrop danke....aber das weiss ich hab in einer Metzgerei die Lehre gemacht....da muss man vie, viel händewaschen ;-)
  • huderli 07.03.2016 17:40
    Highlight Highlight @ Tsunami Kann schon sein aber habs auch getestet... während der Mens (natürlich nach ausgiebigem händewaschen) Sauerrüben sind am 2 Tag nach meiner berührung braun geworden und wenn ich sie nicht hatte ist auch nix passiert....keine ahnung was da passiert is :-?
  • Hessmex 07.03.2016 17:21
    Highlight Highlight In der Regel trugen die Germanen rote Bärte!
  • Eisenhorn 07.03.2016 17:12
    Highlight Highlight Sehr interessanter Artikel, das einzige was ich nicht verstehe ist wieso man in unseren Breitengraden eine Enttaubuisierung braucht? Ich wusste nicht das man dachte das Zeug sei giftig oder so. Ist halt Blut und gut ist. Aber wieso muss man Bilder davon machen? Man muss die Enttaubuisierung von Darm-Problemen auch nicht unbedingt damit vorwärts bringen das man "Scheisse" auf Instagram posted... Ist ordentliche Biologische Aufklärung nicht genug? Jeder der in den letzten 30 Jahren hier irgendwo in der Schule is sollt die Basics wissen, und wenn nicht hilft auch keine Zeichung oder Bild...
    • alessandro 07.03.2016 19:41
      Highlight Highlight an sich bin ich mit dir einverstanden. aber ich erlebe es immer wieder, dass das thema mit erstaulicher vehemenz von allen seiten tabuisiert wird. hätte man nicht in der schule mal kurz was darüber gehabt und wüsste, dass das irgendwie mit der fortpflanzung zusammenhängt, würden wir über dieses phänomen im täglichen leben rein gar nichts erfahren. ich zumindest wollte wissen, was mit meiner frau wàhrend der paar tage genau vor sich geht. aber ich musste mir die antworten regelrecht erkämpfen, dieses schamgefühl war auch im sehr intimen kontext vorhanden.
      daher macht die diskussion schon sinn.
  • aschgyyge 07.03.2016 17:01
    Highlight Highlight ein richtiger pirat sticht auch ins rote meer
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 07.03.2016 17:22
      Highlight Highlight Ich nehm lieber den Matrosen!!
    • Kibar Feyzo 07.03.2016 17:29
      Highlight Highlight Erst wenn Mann nach einer wilden Feier mit einem roten Bart erwacht, ist Mann ein echter Pirat.
    • Menel 07.03.2016 18:22
      Highlight Highlight Wahre Männer 😄🤘🏻
  • Rukfash 07.03.2016 16:57
    Highlight Highlight Ein guter Pirat sticht auch in das Rote Meer :D
    • El Schnee 07.03.2016 17:25
      Highlight Highlight das Rote Meer ist nur ein Binnenmeer ...
    • Menel 07.03.2016 19:36
      Highlight Highlight *hihihi* 😅
      Benutzer Bild
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 07.03.2016 16:41
    Highlight Highlight Herr Schiess
    Ich bin auch zufrieden mit Ihnen. Bloss mit ihrer Meinung nicht ganz einig. Sie können weder Birnen mit Äpfeln vergleichen. Noch alles in einen Topf werfen. Oder haben Männer mit schlechter, unzufriedener Laune auch ne Regelblutung?
    • kliby 07.03.2016 17:43
      Highlight Highlight jane soda, "Sie können weder Birnen mit Äpfeln vergleichen. Noch alles in einen Topf werfen."
      was die anne rothenflue kann (siehe titel), kann der herr schiess doch noch lange.
    • azoui 07.03.2016 18:10
      Highlight Highlight Mädels, ich gehe davon aus, mit Herr Schiess meint ihr mich.
      Sagt mir bitte nicht Herr - bitte bitte nicht.
      Ich weiss nun nicht, auf welchen Beitrag ihr antwortet, aber eure Einwände werden schon seine Richtigkeit haben.
  • Miss_Ann_Thropist 07.03.2016 16:34
    Highlight Highlight Dass Frauen einmalim Monat aus der Mumu bluten weiss ich spätestens nach dem Sexualkundeunterricht in der Oberstufe. Was ich nicht verstehe ist dieser Hype darum, dass das ganze etwas tolles und wunderbares sein soll, das man zelebrieren müsse. Ich mein es ist ein biologischer Prozess wie urinieren oder defäkieren ... Was ist daran so .... toll?
    • Menel 07.03.2016 17:19
      Highlight Highlight Das tolle ist einfach beim ersten Mal, weil es das Mädchen zur Frau macht. Danach ist es aber eigentlich nur Mist und kommt einem ständig in die Quere 😂
    • Eisenhorn 07.03.2016 17:26
      Highlight Highlight Ich glaube wir sind einfach in einer sehr " mitteilungs-bedürftigen" Zeit... alles muss man Teilen, Kommunizieren, Zelebrieren und Stolz drauf sein. "Er ist stolz auf seine Behinderung" "Sie leibt ihren Körper" "Er ist stolz Schwul zu sein" usw. . Ist schön und so, aber WHO THE F cares? bei 99,9% der Menschen muss es mich doch nicht interessieren mit wem Sie schlafen oder wie dickt sie sind. Jedem das seine! ABER ich brauch keine Bilder von dir beim Stillen, dir mit deinem Schwulen Freund, dir mit irgendwelchen Hosen mit rotem Schritt oder dir mit deinen Muckis im Fitnesscenter. THX!
    • somethin'witty 07.03.2016 17:34
      Highlight Highlight Es erinnert Monat für Monat an die unglaubliche Kraft des weiblichen Körpers, Leben hervorzubringen. Auch ein natürlicher Prozess, hat trotzdem irgendwie was magisches...
    Weitere Antworten anzeigen
  • dracului 07.03.2016 16:06
    Highlight Highlight Das Buch von Jutta Voss, das Schwarzmond-Tabu ist eine tolle Lektüre zum Thema 😃
  • El Schnee 07.03.2016 16:02
    Highlight Highlight Auch heute noch ist nicht alles geklärt rund um die Mens. Interessanterweise menstruieren andere Säuger nicht oder kaum (angeblich nur in menschlichem Kontakt, Gefangenschaft), der Eisprung erfolge kurz vor oder während des Aktes. Ich vermute schon lange, dass auch wir Frauen nicht zwingend menstruieren 'müssen', es kann sein, dass sich diese Blutung aus einem Bedürfnis nach Geburtenkontrolle entwickelt hat. Wir Frauen werden heute richtig getrimmt auf einen Rhythmus von 28 Tagen, v.a. im Zusammenhang mit der Pille. Wer kaum oder nicht menstruiert wird als krank bezeichnet und sogar behandelt.
    • Fumo 07.03.2016 16:10
      Highlight Highlight Das ist jetzt doch etwas weit her geholt.
      Der Vergleich zu den anderen Lebewesen hinkt weil jedes Wesen einen anderen Zyklus hat. Wir Menschen sind eigentlich die einzigen Säuger die "non-stop" fruchtbar sind. Die anderen nur zu bestimmten Jahreszeiten. Bei nicht Säugern kommt uns das Huhn nahe, die ebenfalls täglich befruchtet werden kann und ihr "Eisprung" ist halt weniger blutig, grösser und geniessbar :).
      Das andere Säuger nur in Gefangenschaft menstruieren ist doch Quatsch und dass es bei Mensch was mit Konditionierung zu tun hat noch mehr.
    • azoui 07.03.2016 16:22
      Highlight Highlight unser alte Hündin, war nicht unterbunden und hatte zweimal im Jahr ihr Periode. Der einzige Unterschied zwischen ihr (dem Hund) und Frauen, ich konnte bei Ihr (dem Hund) diese seltsame Launigkeit nicht ausmachen. Die war einfach immer zufrieden mit mir
    • El Schnee 07.03.2016 16:26
      Highlight Highlight @fumo: Ideen ausserhalb des Mainstream haben es immer etwas schwerer. Und das Huhn ist ein schlechtes Beispiel, um einer kulturellen Bedingtheit, (oder wie du es nennst Konditionierung) als Erklärung zu entkommen: Das Huhn ist seit langem domestiziert. Wildvögel zeigen ein anderes Verhalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 07.03.2016 15:49
    Highlight Highlight Echt gruslig, wie lange völliger Wahnsinn die Menschheit prägte und immernoch prägt. Da bin ich froh, sind wir mittlerweile wenigstens etwas fortschrittlicher und Frauen müssen sich nicht mehr schämen oder verstecken, nur weil sie die Mens haben.
  • azoui 07.03.2016 15:38
    Highlight Highlight ...und nicht vergessen, jedem Koch wird gelehrt, dass eine menstruierende Frau, keine Mayonesse schlagen kann, oder diese mit dem Finger degutiren soll. Diese würde immer gerinnen.
    In mehrfachen Tests konnte ich, als Mann, wenigstens diesen Quatsch wiederlegen.
    • Sherlock64 07.03.2016 16:02
      Highlight Highlight Davon war sogar meine Schwiegermutter, eigentlich eine sehr aufgeklärte Person mit einer Ausbildung im medizinischen Sektor, überzeugt!
    • huderli 07.03.2016 17:08
      Highlight Highlight Ich kann aus eigener Erfahrung erzählen, das Frauen ( oder jedenfalls ich ) gewisse Lebensmittel nicht mit "nackten" Händen berühren kann, weil sie dann verderben....Ist mir in der Lehre ein paar mal aufgefallen...Daher rürt vielleicht auch das mit tot und verderb....Vielleicht passiert jetzt nichts mehr ist schon lange her, kann mir auch vorstellen das es etwas mit unserem Hormonspiegel zu tun hat, das gewisse Lebensmittel bei berührung verderben....hat noch wer damit Erfahrung gemacht??
    • Tsunami90 07.03.2016 17:29
      Highlight Highlight Lebensmittel verderben weil Mikroorganismen sie zersetzen. Ich glaube kaum das deine Hormone, oder im algemeinen die Mens, als Wachstumsbeschleuniger wirken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolfsblut 07.03.2016 15:37
    Highlight Highlight Da tschuderets eim, beim Lesen all dieser Ängste der Männer und dem Übel, das sie den Frauen über Jahrtausende anhängen. Mir macht das Blut, das an den Händen der Männer klebt, definitiv mehr Angst.
    • HerQles 07.03.2016 15:46
      Highlight Highlight oder in diesem fall an den Fingern, amirite? ;D nein?.. ok..
    • Eisenhorn 07.03.2016 17:05
      Highlight Highlight @Herqles
      Wow.... ok den hätt ich mich nicht getraut ;)
    • Menel 07.03.2016 17:22
      Highlight Highlight Das Männer eigentlich mutierte Frauen sind, macht das ganze noch lustiger 😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fumo 07.03.2016 15:33
    Highlight Highlight "Der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss berichtet von indigenen Gesellschaften, die ihre blutenden Frauen auf dem Dach ihres Hauses unterbrachten oder sogar aus dem Dorf verbannten."

    Bei euren Gefühlsschwankungen während besagte Zeit sollte man dass auch bei uns einführen XD
    • Fumo 07.03.2016 16:24
      Highlight Highlight aww süss, jetzt liegen dir alle Frauen zu Füssen weil du den bösen Fumo zurechtweist ;)
    • mein Lieber 07.03.2016 16:58
      Highlight Highlight Marbek hast wohl keinen Humor? Mein Humor ist es auch nicht, aber doch klar als solcher erkennbar, also bitte...
    • OkeyKeny 07.03.2016 18:28
      Highlight Highlight Ich bin eine Frau und bei dem Kommentar sehe ich rot. ROT hahahahaha
      Nein Quatsch, der war geil ;)

Zölibat, Frauenhass und Schmerzsuche: Wie uns die Kirche die Lust raubte

Was die Hexenverfolgung mit unterdrückten Trieben zu tun hat und warum das Kreuz die westliche Welt traumatisierte. Ein unbequemer Spaziergang durch die Geschichte der christlichen Sexualität.

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