Wissen
International

Römischer Pferdefriedhof in Stuttgart entdeckt: 100 Skelette ausgegraben

In Stuttgart wurden über 100 Pferdeskelette entdeckt.
In Stuttgart wurden über 100 Pferdeskelette entdeckt.bild: ArchaeoBW/dpa

Römischer Pferdefriedhof in Stuttgart entdeckt – über 100 Skelette ausgegraben

16.04.2025, 16:1316.04.2025, 17:36

Der grösste antike Pferdefriedhof Süddeutschlands ist nach Angaben des baden-württembergischen Landesamtes für Denkmalpflege in Stuttgart entdeckt worden. Über 100 Pferdeskelette wurden auf dem Gelände ausgegraben.

In der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts war dort einer der wichtigsten Standorte der römischen Armee. Untersucht wurde die Gegend nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart im Zuge eines Neubauprojekts im Ortsteil Bad Cannstatt. Bereits in den 1920er Jahren waren in der Gegend erste Überreste von Pferden entdeckt worden. Die jüngsten Funde konnten jetzt auf das zweite Jahrhundert nach Christus datiert werden.

Eine Archäologin präsentiert den seltenen Fund.
Eine Archäologin präsentiert den seltenen Fund.bild: ArchaeoBW/dpa

Bedeutung von Tieren für die Römer

Die genaue Grösse des Pferdefriedhofs in Stuttgart ist unbekannt. Die Tiere wurden auf dem Gelände mit 200 Metern Abstand zur nächsten Siedlung begraben. An der Grabstelle eines Pferdes fand man auch zwei Krüge und eine kleine Öllampe. «Hier sehen wir eine besonders enge Verbundenheit des Besitzers zu seinem Pferd. Auch nach rund 1'800 Jahren ist die Trauer über den Tod dieses einen Tieres noch ersichtlich», sagte die zuständige Archäologin Sarah Roth.

Auswirkungen auf die Forschung

Nach Angaben des Regierungspräsidiums könnte der Fund neue Erkenntnisse über die Nutzung von Pferden in der römischen Armee bringen. (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
109 Migranten sterben bei Bootsunglück auf dem Weg nach Jemen – über 100 Vermisste
Bei einem Schiffsunglück vor der Küste Dschibutis sind nach UN-Angaben mindestens 109 Migranten ums Leben gekommen. Unter ihnen seien auch 15 Kinder. Mehr als 116 Passagiere des gekenterten Bootes auf dem Weg von Dschibuti nach Jemen werden noch vermisst, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilte. Mehr als 80 Menschen überlebten das Schiffsunglück. Nach UN-Angaben handelt es sich bei allen um äthiopische Staatsangehörige.
Zur Story