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Deshalb ist Chinas Mars-Rover nicht aus dem Winterschlaf aufgewacht

Deshalb ist Chinas Mars-Rover nicht aus dem Winterschlaf aufgewacht

25.04.2023, 09:2625.04.2023, 09:26
A Chinese state media broadcast of a news report about the country's successful landing of a probe on Mars is shown on a large video screen at a shopping mall in Beijing, Saturday, May 15, 2021.  ...
Schläft: Der chinesische Mars-Rover.Bild: keystone

Der erste chinesische Mars-Rover ist vermutlich zu dick mit Sand und Staub bedeckt und deswegen noch nicht wieder aus dem Winterschlaf aufgewacht. Nachdem schon vor vier Monate erwartet worden war, dass «Zhurong» selbst wieder anspringt, sagte der Chefdesigner des chinesischen Programms für die Planetenerkundung, Zhang Rongqiao, am Dienstag in Chinas Staatsfernsehen, dass die Stromproduktion nicht ausreichend sei, wenn die Sonnensegel des solarbetriebenen Rovers zu 20 Prozent mehr mit Staub bedeckt seien, als ursprünglich bei der Konstruktion eingeplant.

Sollten sogar 30 Prozent überschritten werden, könne die nötige Stromkapazität erst wieder erreicht werden, wenn die Sonne am stärksten sei, sagte Zhang Rongqiao. «Wenn das Niveau der Staubbedeckung 40 Prozent unserer Kapazität übersteigt, wird der Rover nie wieder aufwachen.» Der nach dem chinesischen Gott des Feuers benannte Rover war im Mai 2022 für den kalten, staubreichen Winter auf dem Roten Planeten in den Ruhestand versetzt worden.

Obwohl im Dezember erwartet worden war, dass «Zhurong» aufwacht, gab es kein Lebenszeichen. Der Rover sollte sich eigentlich automatisch wieder aktivieren, wenn sein Energieniveau mehr als 140 Watt erreicht und die Temperatur der Batterie über minus 15 Grad Celsius steigt.

«Zhurong» war im Mai 2021 in der Region Utopia Planitia auf dem Mars gelandet. Mit dem Flug ist China nach den USA erst die zweite Raumfahrtnation, die erfolgreich ein Erkundungsfahrzeug auf dem Roten Planeten zum Einsatz gebracht hat. Schon heute gilt die Mission als Erfolg, weil alle geplanten Vorhaben ausgeführt wurden. Der Rover fuhr fast zwei Kilometer über die Marsoberfläche, sammelte viele wissenschaftliche Erkenntnisse, fand Spuren von einstigen Wasservorkommen und war drei Monate länger im Betrieb als geplant. (aeg/sda/dpa)

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