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Neuer WHO-Aktionsplan «Protect» will Gefahren des Ertrinkens reduzieren

Des pompiers du Service d'incendie et de secours (SIS) sortent de l'eau une victime de noyade lors d'une demonstration durant la journee de prevention estivale liee aux risques relatifs ...
Rettungshelfer in Genf demonstrieren ihre Arbeit, Juni 2024.Bild: KEYSTONE

WHO: Klimawandel erhöht Gefahren des Ertrinkens

Ein neuer Aktionsplan der WHO empfiehlt ihren Mitgliedsländern Massnahmen, um die Zahl der Unfälle im Wasser zu reduzieren.
23.07.2026, 15:5723.07.2026, 15:57

Weltweit ertrinken nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr rund 300'000 Menschen – und es gehört zu den zehn häufigsten Todesursachen bei den 5- bis 14-Jährigen. Jetzt hat die WHO erstmals einen Aktionsplan veröffentlicht, um diese Zahlen zu reduzieren.

Der 25. Juli ist der Welttag gegen das Ertrinken, der in vielen Ländern für Kampagnen genutzt wird, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen.

Neue Gefahren durch den Klimawandel

Die WHO empfiehlt Mitgliedsländern unter anderem Massnahmen, wie Ufer und Strände sicherer gemacht werden können, und schlägt Schwimmunterricht für Kinder sowie Rettungskurse für Sanitäter und interessierte Bürger vor. Der Plan heisst «Protect» (Schutz), und jeder Anfangsbuchstabe steht für eine Massnahme.

«Der Klimawandel erhöht die Gefahr, zu ertrinken», schreibt die WHO. «Extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen, Stürme und Hitzewellen treten immer häufiger auf und tragen zu einem erhöhten Ertrinkungsrisiko bei.» Je wärmer, desto häufiger gingen Menschen zur Abkühlung ins Wasser. Studien in Grossbritannien hätten gezeigt, dass die Zahl der Menschen, die ertrinken, mit jedem zusätzlichen Grad Wärme um 7,2 Prozent steigt. (sda/dpa)

Das Video der WHO zu «Protect»:

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Verändern Hitzewellen die Einstellung der Menschen?
Extreme Hitze macht den Klimawandel greifbar. Doch verändert sie unser Verhalten? Zwei ETH-Forscher erklären, weshalb die grössten Hoffnungen weniger auf Moral als auf günstigeren Technologien beruhen.
Wenn von Kipppunkten beim Klima die Rede ist, sind meist negative gemeint: Der tauende Permafrosts beispielsweise, der zusätzliches CO2 freisetzt, oder das Schmelzwasser von den Polen, welches den Meeresspiegel unwiederbringlich ansteigen lässt. Doch positive Kipppunkte gibt es durchaus. Sie wären nicht einfach wieder umzudrehen: So, wie es heute schwer vorstellbar ist, dass in Restaurants wieder geraucht wird. Wir haben mit Klimaforscher Anthony Patt darüber gesprochen und mit dem politischen Ökonomen Lukas Fesenfeld, der diese positiven Kipppunkte erforscht. Sie sagen: Bezüglich moralischen Normen sind solche Kipppunkte fragil, hingegen geht es technologisch so schnell vorwärts wie noch nie.
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