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Die untersuchte Region galt bislang als baumlos – zu unrecht, wie sich jetzt zeigte. (Symbolbild)
Die untersuchte Region galt bislang als baumlos – zu unrecht, wie sich jetzt zeigte. (Symbolbild)Bild: shutterstock

Wüste grüner als gedacht: Forscher entdecken fast 2 Milliarden Bäume in der Sahara

19.10.2020, 14:0719.10.2020, 14:46

Die Sahara und die Sahel-Zone gelten als trockene, lebensfeindliche Ökosysteme – klar, es handelt sich ja auch um Wüstengebiete. Forscher haben nun jedoch herausgefunden, dass die Region deutlich grüner ist als bisher angenommen.

Denn auf einer untersuchten Fläche von 1.3 Millionen Quadratkilometern stiessen sie auf über 1.8 Milliarden Bäume – und damit auf deutlich mehr als bisher vermutet. Möglich war das dank einer Kombination aus hochauflösenden Satellitenbildern und künstlicher Intelligenz, schreibt das internationale Forscherteam in der im Fachmagazin »Nature» veröffentlichten Studie. Sie soll auch mehr über Ökosysteme in trockenen Gebieten verraten.

Dass bislang ein weit geringerer Baumbestand bekannt war, lag daran, dass zuvor nur bewaldete Gebiete untersucht worden waren, also Baumgebiete mit einer Kronenabdeckung von mehr als 25 Prozent, schreibt das Forscherteam um Martin Brandt von der Universität Kopenhagen. Dank der hochauflösenden Satellitenbilder konnten nun jedoch auch Gebiete untersucht werden, in denen nur vereinzelt Bäume stehen – und auch kleinere Bäume erkannt werden als bislang.

Bäume speichern Kohlenstoff

Dass die Software in dem als baumlos bis baumarm bekannten Gebiet so viele Bäume erspähte, ist für die Region von grosser Bedeutung, schliesslich speichern die Bäume Kohlenstoff und sind damit gut für das Klima. Und das ist nicht der einzige Vorteil: Längerfristige Erhebungen dieser Art könnten in der Zukunft zu besseren politischen Entscheidungen beitragen.

«Dies wird eine robuste Grundlage zum Verständnis sowohl von trockenen Ökosystemen bieten als auch zur Rolle des Menschen und des Klimawandels bei der Verteilung der Bäume», schreiben die Wissenschaftler. Zudem könne man nun die Abholzung und Zerstörung von Wäldern besser einschätzen.

(ftk/watson.de)

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