Auch Vögeln ist es über Afrika zu heiss
Vögel fliegen mal knapp über dem Meer, mal bis 6000 Meter hoch in der Luft. Das haben Vogelzugforschende festgestellt, weil sie 67 Kleinvögel von 17 Arten mit Ortungssendern, sogenannten Geolokatoren, ausgestattet haben. Doch wer fliegt warum höher oder tiefer?
«Vögel mit längeren und breiteren Flügeln fliegen immer relativ hoch», sagt dazu Erstautor der Studie, Paul Dufour von der Schweizerischen Vogelwarte. «Doch wenn das Federkleid eines Vogels dunkel ist, dann steigen diese Vögel in Wüstengebieten ebenfalls hoch hinauf.» Der Grund: In der Höhe ist es kühler. Vögel mit dunklen Federn würden in heissen Regionen sonst überhitzen. Im Schnitt fliegen Vögel dort nachts auf 1600 Metern Höhe und steigen, wenn die Sonne scheint, auf 2800 Meter hoch.
Über dem kühleren Meer hingegen fliegen die Vögel im Durchschnitt nur 750 Meter hoch, manchmal sogar nur knapp über dem Wasser – dies, um Energie zu sparen und Luftströmungen effizient zu nutzen, wie die Forschenden schreiben. «Beim Vogelzug geht es also nicht nur um Ausdauer und Orientierung», bemerkt Paul Dufour abschliessend in einer Mitteilung der Vogelwarte. (kus) (schweizheute.ch)
