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Von Zecken übertragenes Alongshan-Virus nun auch in Österreich

Von Zecken übertragenes Alongshan-Virus nun auch in Österreich

09.06.2026, 13:0009.06.2026, 13:00

In Österreich haben Forschende erstmals das von Zecken übertragene Alongshan-Virus nachgewiesen. In der Schweiz fanden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Virus bereits vor mehreren Jahren.

Forschende des Zentrums für Virologie der Meduni Wien entdeckten das Virus in Zeckenproben, wie die Universität am Dienstag mitteilte. Genetische Analysen deuteten darauf hin, dass sich das Virus bereits vor mindestens 20 Jahren in Mitteleuropa etabliert habe. Ihre Resultate veröffentlichten die Forschenden im Fachjournal «The Lancet Microbe».

Die Stiche der kleinen Zecke k
Das Alongshan-Virus wird von Zecken übertragen – auch in der Schweiz.Bild: sda

In der Schweiz hatten Forschende das Alongshan-Virus bereits vor einigen Jahren in Zecken nachgewiesen. Für eine im November 2023 im Fachblatt «Plos One» veröffentlichte Studie untersuchte ein Forschungsteam der Universität Zürich (UZH) die RNA und DNA von über 10'000 Zecken auf Viren. In ungefähr jeder dreizehnten Zecke wiesen sie dabei das Alongshan-Virus nach.

Zurzeit untersuchen die Forschenden das Serum von Menschen und verschiedenen Säugetieren auf den Erreger, wie der bereits an der 2023 veröffentlichten Studie beteiligte UZH-Forscher Cornel Fraefel auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Die Resultate dieser Studie stehen noch aus.

Gesundheitliche Relevanz noch unklar

Ob die in Europa zirkulierenden Varianten des Virus beim Menschen Krankheiten auslösen, ist bisher unklar. Die ursprünglich 2017 in China entdeckte Variante wird mit Fieber und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-ähnlichen Symptomen in Verbindung gebracht.

Das österreichische Forschungsteam untersuchte neben rund 5000 Zecken auch 2000 Blutproben von Patientinnen und Patienten auf das Virus, konnte dieses darin aber nicht direkt nachweisen. Bei zwei Personen wurden jedoch hohe Antikörperspiegel festgestellt. Laut Studienleiterin Judith Aberle zeige dies, dass es bereits zu Infektionen gekommen sei, auch wenn diese selten zu sein scheinen. (hkl/sda/apa)

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