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Wie in Arosa vor 100 Jahren die Grundlage für Smartphones entstand

SCNAT netzwerk Arosa Smartphone
Am vergangenen Sonntag wurde am Haus «Panarosa» an der Sonnenbergstrasse 14 eine Gedenktafel eingeweiht.Bild: SCNAT netzwerk

In Arosa entstand vor 100 Jahren die Grundlage für Smartphones

12.01.2026, 09:5812.01.2026, 09:58

Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz hat Arosa als historische Stätte der Chemie ausgezeichnet. In dem Bündner Skiort entwickelte der Physikprofessor Erwin Schrödinger vor 100 Jahren während seiner Weihnachtsferien die Grundlagen moderner Technologien wie Smartphones.

Am vergangenen Sonntag wurde am Haus «Panarosa» an der Sonnenbergstrasse 14 eine Gedenktafel eingeweiht, wie die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) am Montag mitteilte.

In diesem Haus verbrachte der an der Universität Zürich tätige Schrödinger seine Weihnachtsferien 1925/26. Statt Ski zu fahren, entwickelte er in diesen Ferien die heute als «Schrödinger-Gleichung» bekannte Formel. Schrödinger selbst soll gesagt haben, er habe sich «von einer schönen Theorie ablenken lassen».

Am 27. Januar 1926 reichte er seine Publikation mit dem Titel «Quantisierung als Eigenwertproblem» bei der Fachzeitschrift «Annalen der Physik» ein. Sie gilt laut der SCNAT heute als eine der zehn wichtigsten Publikationen der Physik.

Die Gleichung beschreibt das Wellenverhalten von Elektronen und macht berechenbar, wie sie sich in Atomen und Molekülen verteilen. Sie erklärt laut der SCNAT damit, wie Atome und Moleküle aufgebaut sind und miteinander reagieren. «Ohne sie könnten wir viele chemische Phänomene nicht verstehen und berechnen. Ohne sie gäbe es die heutigen Transistor-Computer nicht, keine Solarzellen, kein GPS und keine Smartphones», schrieb die Akademie.

Das nun verliehene «Chemical Landmark» soll diese wissenschaftliche Leistung und deren gesellschaftliche Bedeutung ehren. (sda)

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