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Warum sind wir manchmal traurig nach dem Sex?

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Warum sind wir manchmal traurig nach dem Sex?

30.05.2019, 21:2931.05.2019, 05:45
Gunda Windmüller / watson.de
Video: watson/Gunda Windmüller

Manchmal fühlt man sich nach dem Sex nicht satt, zufrieden und glücksselig, sondern matt und deprimiert. Und das selbst dann, wenn der Sex eigentlich richtig schön war.

Für dieses Phänomen gibt es einen Namen: post-koitale Dysphoria. Auf Deutsch: Traurigkeit nach dem Höhepunkt. Bei Umfragen zu dem Thema gibt im Schnitt gut 40 Prozent aller Befragten an, schon mal solche Gefühle erlebt zu haben. Männer wie Frauen.

Aber woran liegt das?

Richtig gut erforscht ist post-koitale Dysphoria bislang leider nicht. Aber die Vermutung liegt nahe, dass Hormone dabei eine Rolle spielen. Denn wenn wir Sex haben, werden Glückshormone ausgeschüttet – und wenn die nach dem Sex abgebaut werden, könnte das für den Stimmungsblues verantwortlich sein.

Aber auch unser akutes psychisches Wohlbefinden kann eine Rolle spielen, wie Wissenschaftlerinnen annehmen. Also wie wir uns zu dem Zeitpunkt fühlen, wie wir unseren Körper wahrnehmen und wie das Verhältnis zum Partner oder der Partnerin ist.

«Die Zeit nach dem Sex ist oft eine Zeit, in der wir viel nachdenken. Und dabei können Gefühle und Erlebnisse geweckt werden, die man normalerweise nicht erlebt», erklärt Sextherapeut Ian Kerner.

Und was hilft dagegen?

Wichtig ist, diese Traurigkeit ein wenig zu beobachten. Also zu merken, wann das Gefühl auftaucht und wie oft. Und sich nicht schlecht deswegen zu fühlen: «Das Beste kann auch einfach sein, die Situation zu akzeptieren, wie sie ist und sich und den Partner liebevoll zu behandeln», rät die Sexualberaterin Irene Fehr.

Ein Gespräch mit der Partnerin oder dem Partner kann also vielleicht schon helfen. Oder auch intensiver Körperkontakt direkt nach dem Sex. Vielleicht möchte man auch einfach in Ruhe gelassen werden. Falls der Blues allerdings sehr häufig auftaucht, könnte es auch helfen, sich professionelle Hilfe zu holen. Denn dann kann etwas dahinterstecken, was durch Kuscheln nicht zu lösen ist.

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