Das zweite Jahr in Folge: Aussergewöhnlich frühe Störung des Polarwirbels
Der stratosphärische Polarwirbel beeinflusst das Winterwetter in Europa massgeblich. Bereits im Herbst 2025 kam es zu einer auffälligen Ausnahme, die sich diesen November wiederholen könnte. Gemäss MeteoNews wird für den stratosphärischen Polarwirbel eine ungewöhnlich frühe Störung prognostiziert – drei Wochen früher als letztes Jahr.
Ein Strudel aus kalten Winden, die ostwärts wehen, bildet über dem Nordpol den stratosphärischen Polarwirbel. Die Westwinde halten die sehr kalte Luft in Polnähe und begrenzen den Austausch mit wärmerer Luft. Ein starker, stabiler Polarwirbel begünstigt mildes und wechselhaftes Winterwetter in Europa. Wird der Polarwirbel gestört, können seine eisigen Luftmassen bis nach Mitteleuropa vordringen.
2 Rekordjahre in Folge
Für Ende Oktober und Anfang November wird nun aber eine markante Abschwächung dieser sonst starken Westwinde prognostiziert. In manchen Modellen kommen die Winde ganz zum Erliegen, einige prognostizieren gar einen Richtungswechsel nach Osten. Das Ganze geht einher mit einer Verschiebung des Wirbels weg von der eigentlichen Polarregion.
Speziell im Spätwinter seien solche Szenarien nicht ungewöhnlich, schreibt «MeteoNews». So früh in der Saison wurde sein Auftreten jedoch seit Beobachtungsbeginn in den 50er-Jahren noch nie prognostiziert. Das bisher früheste Ereignis mit vergleichbarer Ausprägung war jenes vom Herbst 2025.
Die Folgen auf die Troposphäre sind – falls es überhaupt welche gibt – zeitversetzt. Die Wahrscheinlichkeit für eine gestörte Westwindzirkulation und blockierte Wetterlagen würde zunehmen.
(nil)
