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bild: Michał Kulesza/tookapic

Mondlicht, Urin und Autolack: Das sind die 7 Energiequellen der Zukunft

Die Kernfusionsanlage Wendelstein 7-X weckt die Hoffnung, dass saubere Energie dereinst in Massen vorhanden ist. Es gibt aber noch andere gute Ideen, wie wir Energie in Zukunft erzeugen können.



Woher nehmen wir in Zukunft die Energie? Das fossile Energiezeitalter neigt sich dem Ende zu und für die Umwelt ist es ohnehin höchst schädlich, fossile Energieträger wie Kohle und Öl zu verbrennen. Also her mit neuen Energien.

Da kommt die Kunde aus der Kernfusionsanlage Wendelstein 7-X gerade richtig: Dort ist es Forschern erstmals gelungen, eine Kernfusion zu kontrollieren. Die Energie aus der künstlichen Sonne soll uns in Zukunft viele Probleme lösen. Noch ist die Nutzung dieser Energie Zukunftsmusik – aber es ist nicht die einzige.

Denn andere Forscher haben noch ein paar andere Ideen für neue Energiequellen. Diese stellen wir hier vor:

Solarfarm im Weltall

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So könnte die Solarfarm im Weltall aussehen.
bild: national space society

Solarstrom hat bereits einen wichtigen Stellenwert, wenn es um die Gewinnung von Energie geht. Warum sollten wir nicht noch viel mehr und viel direkter Sonnenenergie tanken – aus dem Weltall? Das US-Unternehmen Solaren will bereits im kommenden Jahr die ersten Solarparks im Weltraum bauen. Die Solarpanele sollen mit Satelliten in den Weltraum geschickt werden, wo sie stets optimal zur Sonne ausgerichtet sind. Die Elektrizität wird an Bord des Satelliten in Hochfrequenz umgewandelt und zur Erde geschickt.

Mondlicht aus der Kugel

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bild: Krzysztof Puszczyński/tookapic

Der deutsche Forscher André Brössel aus Barcelona hatte ursprünglich die Idee, Solarzellen als Kugeln zu entwerfen. Das ist ihm auch gelungen – und zwar so gut, dass die durchsichtigen, mit Flüssigkeit gefüllten Glas-Kugeln so viele Lichtstrahlen einsammeln und bündeln können, dass sie die flachen Solarpanels bis zum 20'000-Fachen übertreffen. Schöner Nebeneffekt: Die Solarkugeln können sogar das Mondlicht bündeln und in elektrische Energie umwandeln. Die Technik soll dereinst auch in grosse Fensterfronten eingebaut werden.

Urin-Kraftwerk

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Eine Toilette auf dem Campus der Universität Bristol erzeugt aus Urin Strom.
bild: Uni bristol

So funktioniert das Pipi-Kraftwerk

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YouTube/UWE Bristol

Mit Urin kann ein Handy aufgeladen werden. Kein Witz. Das haben britische Forscher herausgefunden. Die Stromgewinnung funktioniert mit Bakterien: Der Urin aus der Toilette läuft durch mikrobielle Brennstoffzellen. Dort wird organische Masse in Elektrizität umgewandelt. Als möglichen Einsatzort nennen die Erfinder Flüchtlingscamps in der Dritten Welt, wo Strom Mangelware ist.

Sprit aus dem Blatt

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bild: CC0

Mit künstlichen Blättern wollen Forscher die pflanzliche Fotosynthese nachahmen und Sonnenstrahlen in Treibstoff verwandeln. Die Blätter aus Halbleiterfolien sollen unter Lichteinwirkung aus Süss- oder Salzwasser reinen Wasserstoff produzieren, der in Form von kleinen Bläschen aufsteigt. Dieser kann dann benutzt werden, um beispielsweise Brennstoffzellen anzutreiben oder Flüssigtreibstoffe wie Methanol zu erzeugen.

Saft aus dem Lack

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bild: shutterstock

Mit Nanotechnologie wird auch versucht, einen Lack zu entwickeln, der Sonnenenergie aufnehmen kann. Mit einer dünnen Schicht aus siliziumhaltigem Gas und einem passenden Trägermaterial könnte der Lack in der Automobilindustrie oder zur Fassadengestaltung verwendet werden.

Strom aus dem Meer

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bild: shutterstock

Auch die Meeresströmung birgt ein riesiges, ungenutztes Energiepotential. Vor der Küste von North Devon (UK) steht eine Pilotanlage, die diese Energie zu nutzen versucht. Ein Rotor dreht unter Wasser und wandelt ähnlich wie bei Windrädern die Energie in Strom um. Die neuartige Turbine überstand den Winter sowie einige Stürme unbeschadet.

Gesalzene Kraft

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bild: shutterstock

In Norwegen wird das erste Salzkraftwerk der Welt gebaut. Energie wird aus Druckunterschieden zwischen Süss- und Salzwasser erzeugt. Dabei soll das Naturphänomen Osmose ausgenutzt werden: Durch eine Membrane dringt Süsswasser in Salzwasser ein und erzeugt einen Druck, der zur Stromerzeugung genutzt werden kann.

(egg mit Material von Businessinsider)

Fakten rund um den Energieverbrauch in der Schweiz

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • per scientam 16.12.2015 00:18
    Highlight Highlight Die grösste Sorgen machen mir die hysterische Politiker, Aktivisten und Journalisten.

    Technologie wächst langsam. Man redet von Jahrzehnten. Das sind Technologien, keine Konsumgüter wie Handys.
    z.B. 6 ist eine Pilotanlage, von Kommerzieller Nutzung reden die von "frühestens in 20-30" Jahren. Schneller geht es nicht.

    All diese Projekte sind:
    1) abhängig von der Industrie & Teil der Industrie
    2) Finanziert werden all diese Projekte und Forschungen von der derzeitigen Ökonomie.
    3) Die ganzen politischen Vorschriften auf ausgereiften Technologien, blockieren derzeit 1000ende von Entwicklern
  • per scientam 15.12.2015 23:02
    Highlight Highlight Es gibt noch ganz viele andere Konzepte und Ideen.

    Die Zukunft liegt in der Vielfalt und den Details.
    Damit dies geschieht ist es wichtig, dass die Politik und Juristen sich nicht einmischen. Politiker sind selten Leute mit technischem Hintergrund, welche nicht das Potential sehen. Aber innerhalb kurzer Zeit die ganze Kreativität zerschlagen können, indem sie versuchen Technik zu lenken oder verbieten.


    Die "Energie-Wende" der Politik ist das Gegenteil von Innovation und Fortschritt, es sollen Konzepte erzwungen werden, die schon vor 20, 40 oder 100 Jahren nicht aufgingen. ...

  • Chris van Berg 11.12.2015 14:57
    Highlight Highlight Könnte die Fusion tatsächlich schon für mehrere Minuten unter Kontrolle gehalten werden, wären wir dem Ziel wirklich schon sehr nahr. Leider widersprecht ihr euch in eurem eigenen Bericht zur Story. Dort wird eine Zeitspanne von einer Zehntelsekunde genannt.
    • Marius Egger 11.12.2015 15:28
      Highlight Highlight Danke für den Hinweis. Ist korrigiert!

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