Schweiz

Warum der Populismus weltweit im Aufwind ist? UBS-Studie: Weil die Einkommen nicht steigen

Publiziert: 08.11.16, 11:15 Aktualisiert: 08.11.16, 18:04

Die Verlierer der Globalisierung: Hier in Buenos Aires. Bild: Natacha Pisarenko/AP/KEYSTONE

Die Haushaltseinkommen des Mittelstandes sind in vielen Industrieländern seit bald drei Jahrzehnten nicht gestiegen. Dies sieht die Grossbank UBS in einer neuen Studie als Hauptursache dafür, dass der Populismus weltweit an Fahrt gewinnt.

In praktisch allen Volkswirtschaften haben sich in den vergangenen Jahren die politischen Gewichte in Richtung der Pole am linken und rechten Rand verschoben. Die soliden Mehrheiten der Mitteparteien bröckeln und populistische Politikfiguren sind vielerorts im Aufwind.

In einer aktuellen Untersuchung fand die UBS den wesentlichen Grund für diese Entwicklung heraus. So stagnieren laut einer Mitteilung des Geldhauses vom Dienstag vor allem die Einkommen im mittleren Bereich. Die in den vergangenen 30 Jahren stark gestiegene Mobilität von Arbeit und Kapital habe dazu geführt, dass die Wertschöpfung und somit Arbeitsplätze vorzugsweise in Schwellenländer verlagert worden seien, erklärte der Chefökonom der UBS Schweiz, Daniel Kalt.

Verlierer der Globalisierung

Und genau von diesen Verschiebungen sind die Mittelschicht und deren Einkommen sehr stark betroffen. Die Mittelklasse sehe sich als der relative Verlierer der Globalisierung, sagte Ökonom Kalt vor den Medien in Zürich. Daher drückt sich eine zunehmende Unzufriedenheit breiter Bevölkerungsschichten in einer steigenden Anfälligkeit für Populismus aus. Die UBS-Ökonomen verweisen exemplarisch auf den Wahlkampf in den USA, wo Kandidat Donald Trump mit Extrempositionen deutlich an Popularität zulegen konnte.

Für die Schweiz und für den Schweizer Mittelstand geben die UBS-Experten allerdings gewisse Entwarnung. Im Gegensatz zu anderen Industrieländern wurden die mittleren Einkommensgruppen in den vergangenen Jahren nicht abgehängt. Zwar nahm der Anteil des Einkommens vor Steuern und staatlichen Transfers leicht ab. Allerdings nahm der Anteil des Mittelstandes nach aller staatlicher Umverteilung betrachtet sogar leicht zu.

Arbeitnehmende haben profitiert

Der starke Franken und die geringe Inflation haben dazu geführt, dass der Anteil des Erwerbseinkommen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) stetig gestiegen ist, sagte Ökonom Kalt. Gleichzeitig sank laut der UBS Schweiz in den letzten Jahren der Anteil der Unternehmensgewinne am BIP, da diese unter der Frankenstärke litten und die Zins- sowie Finanzerträge schwächer ausfielen.

Das Währungsrisiko trugen aber die Unternehmen zu einem wesentlichen Teil, was sich in sinkenden Margen – jedoch kaum in einer steigenden Arbeitslosigkeit niedergeschlagen habe.

Das duale Bildungssystem trug zudem dazu bei, dass Schweizer Arbeitnehmer mit unterdurchschnittlichen Fähigkeiten dennoch eine Ausbildung absolvieren können und damit einen direkten Zugang zum Arbeitsmarkt erhielten. All dies macht es daher laut der UBS für Populismus in der Schweiz schwieriger als in anderen Ländern. (sda)

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53 Kommentare anzeigen
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  • Yallix 10.11.2016 20:51
    Highlight Da haben wir sie wieder in alter Gewohnheit: Die hochkarätige Verlogenheit Unseres Bundesfinanzierten Schweinestalls:
    Erst weist die UBS mit einer Studie die stagnierenden Löhne der Mittelklasse nach und verschiebt dann 500 Mitarbeiter von Zürich in billigere Kantone:
    http://www.20min.ch/finance/news/story/UBS-schickt-500-Banker-in-die-Provinz-27562437
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  • HomoSapiens 09.11.2016 23:11
    Highlight Man muss nicht so weit weg schweifen,zb hier in der Schweiz,KK fast höher als Steuern,Rentenkürzungen(Altersarmut,EL Besteuern)Kontogebühren höher als Sparzinsen,vermehrt eine finanz. ausbeutung von nicht gut Ausgebildeten(Hungerlöhne im Teilzeitbereich)Arbeitnehmern,anderseits extreme Steuergeschenke an Landwirtschaft,gigantische finanzielle Wirtschaftserleichterungen auf Kosten von Bund,Kt,Gemeinden schlussendlich Steuererhöhungen oder sonst anderen wichtigen Sozialaderlass,die die Waehlen können,betrifft Sie nicht,bevorstehende Abkommen(CETA,TTITIP,etc.)&zumDessert deko v.Polit.Machtkämpfen
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  • Schneider Alex 09.11.2016 13:14
    Highlight Populismus - das neue Feindbild unserer Eliten

    Stammtische und ihre Wutbürger (Populisten) stellen die politische Themensetzung und Deutungshoheit der Hauptstrom-Journalisten, Politiker und Kulturgrössen infrage. Wo die dringende Lösung politischer Probleme verschleppt wird oder Probleme verharmlost werden, reagiert die Stimmbürgerschaft verständlicherweise verärgert. Ihr Ärger ist als Aufruf zum Handeln für die verantwortlichen Politiker und Politikerinnen zu verstehen.
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  • Andle 09.11.2016 07:32
    Highlight Natürlich glauben wir, wir hätten immer weniger Geld zur Verfügung wenn viele denken, man müsse mit der ganzen Familie vier mal im Jahr zum Urlaub irgendwo hin fliegen, stets neue Kleider haben und sich jeden Schnickschnack kaufen...
    Wir waren vor 25 Jahren als Kinder in den ferien meist daheim und hatten eine tolle Zeit mit den Nachbarskindern. Die Kleider hatte zuerst meine Cousine, dann meine Schwester, dann ich und am Schluss die Töchter meiner Gotte.
    14 10 Melden
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 09.11.2016 09:24
      Highlight Das ist das Problem: Sie und ihre Freunde können viermal im Jahr in die Ferien fliegen, wir, die anderen 99 % können das nicht, d.h heute eher keinmal, früher höchstens einmal auf Rädern.
      10 4 Melden
    • Andle 09.11.2016 11:06
      Highlight Wenn ich höre, was die Schüler nach den Schulferien jewils erzählen, dann frage ich mich, wer Ihre 99% genau sind...
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  • pamayer 08.11.2016 23:39
    Highlight Ausgerechnet die OberAbZocker UBS meldet sich mit einer Analyse zum Thema.

    Dabei tragen die UBS einiges dazu bei, dass es den Leuten schlechter geht, da Lohn weniger wert trotz mehr Arbeit.

    Bitzeli zynisch.
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  • ElendesPack 08.11.2016 22:23
    Highlight Die Mittelschicht?
    Die klassische Mittelschicht ist schon lange am Aussterben. In den 80ern gab es sie noch. Das waren die Leute, die als Filialleiter von nem Verkaufsgeschäft oder Kleingewerbler ein Einfamilienhaus kaufen konnten und ein gutes Leben hatten. Heute strampeln sich alle atemlos ab und kommen trotzdem auf keinen grünen Zweig.
    Die Mittelschicht ist nur noch ein Mythos.
    35 3 Melden
    • ElendesPack 08.11.2016 22:35
      Highlight Was in dieser Frage auch spannend ist, ist der konstruierte Graben zwischen links und rechts. Dieser täuscht darüber hinweg, dass der aktuelle Kampf, der stattfindet, eigentlich zwischen oben und unten ist. Wer sich auf links und rechts in jeder Frage fixiert folgt dem Divide et impera-Prinzip, das so gewollt ist.
      Oben ist Neoliberal. Unten ist links, konservativ und oftmals populistisch. Diese Seiten finden nicht zueinander, obwohl sie durch die selben Interessen aneinander gebunden wären. Das zu erkennen wäre die Aufgabe von uns Lohnsklaven.
      32 1 Melden
    • Posersalami 08.11.2016 23:30
      Highlight Der Neoliberalismus hat unsere Gesellschaft, ob gewollt oder ungewollt, in fast unendlich viele Teilgruppen zerteilt. Ein Klassenbewusstsein gibt es heute sehr viel weniger, als noch vor 50 Jahren. So können die Menschen viel leichter gegeneinander aufgebracht werden als früher. Der Mechanismus dahinter ist gut dokumentiert, anfangen kann man mit Edward Bernays.
      “There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” - Warren Buffet
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  • MrBlack 08.11.2016 19:39
    Highlight Das ist ja der Systemfehler. Man will einfach den Gewinn bzw. das BIP maximieren. Alle anderen Faktoren wie Zufriedenheit, Chancengleichheit, Innovation usw. werden dem untergeordnet. Das Ignorieren von kaum vorhandener Chancengleichheit ( sowohl national als auch global), des Klimawandels oder auch von schwindender Demokratie hängt auch mit dieser Maxime zusammen.
    26 3 Melden
    • poga 08.11.2016 21:35
      Highlight @MrBlack glauben sie mir. Bei einem Rechtspopulisten sind Themen wie Chancengleichheit und Innovation definitiv nicht an oberster Stelle.
      15 10 Melden
    • ElendesPack 08.11.2016 22:25
      Highlight Bezügl. Innovation, Zufriedenheit etc. gehe ich einig. Aber Chancengleichheit ist im Grunde eine philosophische Frage und wenn man diese nüchtern ansieht, muss man sagen: Es gibt keine Chancengleichheit, gab es nie und wird es nie geben. KANN es nicht geben. Chancengleichheit ist eine Geschichte, die erzählt wird, aber aufgrund der Realität niemals wahr werden kann.
      9 5 Melden
    • MrBlack 08.11.2016 22:51
      Highlight Absolute Chancengleichheit ist sicherlich nicht möglich. Es ist meiner Meinung nach aber auch falsch alle Ungerechtigkeiten deswegen einfach so hinzunehmen. Wir sollten uns also eher in Richtung Chancengleichheit als in die entgegengesetzte Richtung bewegen. Wir sind alles Individuen, sollten aber die Möglichkeit haben, unser Potential auszuschöpfen. Das ist zurzeit für viele Menschen eine Utopie, da es ums nackte Überleben geht.
      13 0 Melden
    • poga 09.11.2016 06:02
      Highlight @elendesPack ich habe nur geschrieben, das dem Rechtspopulisten die Chancengleichheit nicht so wichtig ist. Nicht, dass ich sie für unnötig halte. Was dem Rechtspopulisten wichtiger ist, ist die Pflichtengleichheit. Das jeder verpflichtet ist, den gleichen Einsatz an die Gesellschaft zu leisten. Deswegen kann der Populistmit einem Pauschalbesteuerten Reichen besser leben, als mit einem betrügenden Sozialbezüger.
      3 0 Melden
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  • banda69 08.11.2016 16:22
    Highlight Das Konzept der SVP geht auf.

    Den Reichen zudienen.
    Nach unten treten und die Luft abklemmen.

    Und das Volk macht brav mit.
    56 15 Melden
    • pamayer 08.11.2016 23:35
      Highlight Hast leider recht.


      Dummes Volch!
      8 7 Melden
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  • Asmodeus 08.11.2016 15:50
    Highlight No shit Sherlock.

    Die Reichen werden reicher, dem Mittelstand schrumpft das Geld weg weil alles teurer wird aber die Löhne nicht steigen (während Politiker und Management sich Geschenke zuschanzen) und die Politik schiebt die Schuld an die Invaliden und die Armen ab.

    Aktuelles Beispiel im Aargau. Invalidenrentner sollen mehr Abgaben zahlen, Pendlerpauschale und die Bildung sollen gekürzt werden.

    Logischerweise verliert die Bevölkerung das Vertrauen in die Politik und davon profitieren die rechtsradikalen weil sie einen einfachen Sündigen bereit stellen Ausländer/Muslime.
    61 6 Melden
    600
  • N. Y. P. 08.11.2016 14:12
    Highlight Die Ursache für den wachsenden Populismus? Die Einkommen des Mittelstands stagnieren.
    Ich würde noch anfügen : Und die Kosten in allen Bereichen steigen und steigen und steigen.

    Wenn sich immer mehr Menschen benachteiligt fühlen, kommt das irgendwann nicht mehr gut. Die Populisten werden eher noch mehr Einfluss gewinnen statt weniger..
    63 0 Melden
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 08.11.2016 16:19
      Highlight Populisten = polit. erwachte Bürger

      Durch die bis anhin schweigende Mehrheit (Stimmbeteiligung unter 50 %) geht ein Raunen. Bald schon werden sie ihre Forderungen aussprechen und dann denn Worten Taten folgen lassen. - Nein, keine Revolution. Bloss neue Köpfe und Parteien werden gewählt werden und viele isolationistisch-protektionistische Initiativen angenommen. Patriotismus, Demokratie und Autonomie werden die vorherrschenden Ideale sein, sowohl bei linken, als auch bei rechten Parteien.
      11 24 Melden
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 09.11.2016 12:25
      Highlight Tja, die USA haben ihren neuen Kopf gewählt, ganz nach meiner Einschätzung. Nun werden Deutschland und dann Frankreich folgen. Wir Trumps sind en vogue!
      1 1 Melden
    600
  • Wehrli 08.11.2016 13:34
    Highlight Hauptpreistreiber für die Wohnkosten ist der gestiegene Bedarf der Schweizer. Waren es vor 40 Jahren noch 24m2, sind es heute 42m2 pro Schweizer, da machen die Ausländer gerade mal 20% aus, aber ein Fremder brennt halt schöner als ein Heimischer. KK-Prämien haben uns die Sozialisten eingebröckelt, zusammen mit den Ärzten, der rechten Lobby, eigentlich von allen. Ein richtig gef*** Krankensystem haben wir geschaffen, für Dauerkranke udn Symptombekämpfung. Und den Hauptgrund für die Staus sind die gestiegenen Arbeitswege, weil jeder an schickem Ort wohnen will, aber in XYZ Arbeitet.
    22 47 Melden
    • N. Y. P. 08.11.2016 15:01
      Highlight Also in meinem Umfeld pendelt man aus Lifestyle.
      Nein, natürlich nicht.
      Sondern, weil man in Zentrumslagen nun mal keine vernünftigen, bezahlbaren Wohnungen mehr findet.
      57 4 Melden
    • _kokolorix 08.11.2016 16:25
      Highlight Mit deine Analysen liegst du durchs Band falsch, lieber Wehrli.
      Die Hauptpreistreiber für Wohnungen sind die Immobilienspekulation in den Zentren, die genutzt werden um Gewinne und Einkommen vor den Steuern verstecken.
      Die KK Prämien haben uns die 'vernünftigen' Bürgerlichen mit ihrem Marktwahn eingebrockt.
      Die Pendleraktivität wiederum liegt an den unbezahlbaren Wohnkosten und den viel zu billigen Mobilitätskosten. Beides Produkte der 'soliden' bürgerlichen Politik der letzten 40 Jahre.
      Fast alle sozialen Forderungen von Links wurden von Parlament und Volk immer wieder abgelehnt!
      42 8 Melden
    • ElendesPack 08.11.2016 22:28
      Highlight Wehrli: Ihr Posting ist vollkommen konfus und realitätsfremd. Ich kenne wenige Leute, die "schicken Orten wohnen" wollen. Die Leute, die ich kenne, wollen einfach gut wohnen können zu vernünftigen Preisen und das ist halt nicht in der Innenstadt.
      10 0 Melden
    600
  • Prof. Dr. Dr. D. Trump 08.11.2016 13:15
    Highlight Schon klar: Der kleine Mann ist zu doof, um zu merken, wie gut er es doch hat, besonders hier in der CH.
    Und dann ist er noch minderbemittelt und lässt sich deshalb von rechts anlocken.
    Das soll glauben wer will.
    Ich glaube das nicht.

    Mein Vater konnte seine Familie allein mit seinem Lohn ernähren. Ich kann das nicht. Er war Hilfsarbeiter. Ich habe einen Uniabschluss. Er hat 4 Kinder, ich habe 2.

    Mich interessiert nicht, dass die Löhne nicht sanken, oder leicht stiegen. Ich sehe bei mir und allen Freunden und Verwandten, dass die Kaufkraft sinkt und sinkt und sinkt und ...
    62 25 Melden
    • saukaibli 08.11.2016 13:51
      Highlight Womit wir wieder mal beim Postfaktischen wären. Du hast das Gefühl, dass die Kaufkraft sinkt, dabei ist eher das Gegenteil der Fall. Dein Vater - genau wie meiner - hat sicher einen grösseren Anteil seines Lohns für essentielle Dinge des Lebens, wie Wohnen und vor allem Essen, ausgegeben als du. Nur ist es heute üblich mehrmals pro Jahr in Urlaub zu fliegen, auswärts essen zu gehen und jede Menge elektronischer Gadgets zu haben. Versteh mich nicht falsch, ich finde man soll sich das leisten können und die Ungleichheit nimmt leider zu, aber man sollte sich auf Fakten stützen, nicht auf Gefühle.
      66 15 Melden
    • Amboss 08.11.2016 14:04
      Highlight @Prof:

      Hast du da wirklich alles berücksichtigt? Wie wohnt ihr? Wie gross war eure Wohnung? Wie sieht es mit Auto und Ferien aus?

      Ist es nicht so, dass ihr jetzt in bedeutend höherem Standard lebt?

      Also ich habe auch einen Uniabschluss und kann gut alleine meine Familie ernähren.

      Nähme mich echt wunder, was du verdienst, für Wohnung zahlst etc...
      32 9 Melden
    • zombie woof 08.11.2016 14:18
      Highlight Trump, du hörst dich an wie Trump. Sei mal ehrlich zu dir selber und frag dich, ob du wirklich alles, das in deinem Heim ist, auch wirklich brauchst.
      19 9 Melden
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 08.11.2016 14:22
      Highlight Kein Auto. Ferien bei Verwandten. Mietwohnung. Ersparnisse: zwei Monatslöhne.
      In meiner Kindheit kostete ein Fernseher einen Monatslohn. Heute kriegt man einen gleich grossen und besseren für wenige Stundenlöhne. Ein billiges Auto kostete einen Jahreslohn, heute kostet das noch 2, 3 Monatslöhne. Eine Viertelstunde telefonieren kostete inflationsbereinigt soviel, wie heute einige Dutzend Stunden.
      Für das Wohnen ging früher höchstens ein Drittel des Lohnes drauf. Heute ist es zu oft die Hälfte.
      Die Krankenkassenprämie... Das wisst Ihr selbst.
      29 9 Melden
    • Amboss 08.11.2016 14:47
      Highlight Okay. Spannend. Frage mich schon, wo bei dir das Geld hingeht. Die Hälfte für Miete? Staun.

      Bei mir sieht es so aus: Ausbezahlt 6000, KK 1000, Wohnung 2200.
      Da bleiben immer noch 2800 für Essen, Ferien, Medien, Auto, Versicherungen und was es noch so braucht. Reicht jedenfalls sehr gut.
      13 4 Melden
    • Lami23 08.11.2016 15:43
      Highlight Die Hälfte für die Miete? Wohnst du königlich oder ist dein Lohn wirklich so übel?
      7 2 Melden
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 08.11.2016 16:10
      Highlight Agglo Zürich: 4 1/2 Zi, 2900 Fr. exkl. NK
      6 1 Melden
    • Amboss 08.11.2016 16:40
      Highlight Okay, ist schon teuer. Aber selbst so sollte doch genügend übrig bleiben, um ein schönes Leben zu führen. Gerade auch, da du kein Auto besitzt...
      Oder nicht?
      1 2 Melden
    • DrMabuse 08.11.2016 22:18
      Highlight @amboss zahlst du keine steuern? 2800 für essen mieten ferien????
      2 0 Melden
    • Amboss 08.11.2016 22:30
      Highlight 2800 pro Monat für Essen, Ferien, Auto, Steuern, Versicherungen (ohne KK).

      2800 pro Monat für alles ausser Miete und KK.
      Das hab ich geschrieben
      1 0 Melden
    • ElendesPack 08.11.2016 22:32
      Highlight Was hier einige bei den Lebenshaltungskosten vergessen: Steuerbelastung, diverse andere Versicherungen, die man braucht, Billag-Gebühren etc.
      Ausserdem: Trump hat schon Recht, denn das was Ihr als höheren Lebensstandard wahrnehmt, ist nur ein höherer Konsumquotient. Die Qualität der konsumierten Waren (Kleidung, Elektronik, andere Geräte, Werkzeuge etc.) ist aber in stetigem Sinkflug, was heisst, dass man zwangsläufig mehr konsumieren muss wegen Obsoleszenz und lausiger Produktion.
      12 0 Melden
    • Posersalami 09.11.2016 11:14
      Highlight @Prof. Dr. Dr. D. Trump: Wer bezahlt die Hälfte seines Lohnes fürs Wohnen, bzw. welcher Vermieter ist so blöd, ihnen eine Wohnung zu geben für welche sie die Hälfte ihres Einkommens aufwenden? Das glaube ich ihnen einfach nicht.
      Fakt ist, dass die Kaufkraft sein Jahrzehnten steigt. Leider steigt auch die Anforderungen an den Konsum und zwar überall. Sprechen sie mal mit ihren Eltern und Grosseltern darüber. Qualitativ bekommt man auch heute noch einwandfreie Produkte, die lange halten.
      2 1 Melden
    • Posersalami 09.11.2016 11:18
      Highlight Der grösste Preistreiber bei den Mieten ist zum grössten Teil verursacht durch den Flächenverbrauch, dann erst kommt das Land und dann die Ausstattung. Rendite gab es früher auch schon ähnlich viel wie heute, das ist es nicht.
      Ich bin Architekt und staune manchmal nicht schlecht, wie neue Projekte bei der Kundschaft ankommen oder eben nicht ankommen. 70m2 3 Zi Wohnung mit 1 Bad? Vor 50 Jahren Luxus für 3 Personen, heute wird darüber die Nase gerümpft und es ziehen dann 1, max 2 Personen ein. Weil man braucht ja ein Zimmer für Gäste, am besten noch ein Büro und jeder ein eigenes Bad.
      2 1 Melden
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  • Karl33 08.11.2016 11:55
    Highlight Finde es extrem befremdend, dass Watson immer wieder den Begriff "Wohlstandsfaschismus" verwendet (meist durch Löpfe). Es sind nämlich die Globalisierungsverlierer mit tiefen Einkommen, die rechts wählen. Ein bisschen bei den Fakten bleiben würde nicht schaden.

    Im übrigen, wer die gesellschaftliche Entwicklung in den ersten 3 Jahrzehnten des 20 Jh anschaut, sieht ebenfalls extrem wachsende Ungleichheit, einerseits schlechte Perspektiven für normale Arbeitende wie auch exorbitant wachsende Vermögen der Superreichen und des reichsten 1%.
    73 11 Melden
    • Posersalami 08.11.2016 13:38
      Highlight Wo verwendet Watson hier den Begriff "Wohlstandsfaschismus"? Der Artikel ist übrigens nicht von Watson, sonder von "sda", der nationalen Nachrichtenagentur der Schweiz.

      16 8 Melden
    • saukaibli 08.11.2016 13:55
      Highlight @Karl, Gegenüber den 1920er Jahren leben wir noch lange im Wohlstand, da geht's den Griechen sogar noch besser als damals z.B. den Deutschen. Grundsätzlich hast du aber vollkommen recht mit deiner Kritik an der wachsenden Ungleichheit. Diese war schlussendlich ein Grund für die Wirtschaftskrise ab 1929 und somit auch reilweise für den WW2. Leider steuern wir heute genau wieder dahin. Die Wirtschaft kann nur stabil sein, wenn die Ungleichheit klein ist, sonst wird es immer wieder Blasen geben die dann platzen und in der Folge Armut und Elend. Ausser natürlich für reichen Profiteure.
      24 1 Melden
    • Karl33 08.11.2016 15:49
      Highlight Posersalami, verwende die Suchfunktion rechts oben. Alles aktuelle Artikel aus dem Jahr 2016.
      3 2 Melden
    • Karl33 08.11.2016 15:52
      Highlight @saukaibli, auch die steuerbelastung von reich und arm gibt ganz signifikante kurven/diagramme. wir sind unterdessen wieder dort wo wir in den 20er jahren waren. in der nachkriegszeit, wo es dem mittelstand gut ging, bezahlten reiche dagegen viel höhere steuern.
      das ist effektiv das resultat einer neoliberalen politik der letzten 40 jahre. und leider unterstützt auch eine clinton diese politik, nicht nur der trump.
      11 0 Melden
    • Posersalami 08.11.2016 17:05
      Highlight @karl33: es geht aber um diesen einen Artikel, und nicht um andere. Ich finde das Wort auch schrecklich, aber hier so einen Kommentar zu posten dürfte die Wirkung verfehlen.
      2 3 Melden
    600
  • atomschlaf 08.11.2016 11:33
    Highlight In der Schweiz dürften tatsächlich weniger die Einkommen das Problem sein, sehr wohl aber die explodierenden Wohnkosten, die massiv über der Teuerung ansteigenden Krankenkassenprämien und die immer prekärer werdenden Verkehrsverhältnisse, insbesondere auf der Strasse, aber auch beim ÖV.
    Insbesondere für den unteren Mittelstand verschlechtert sich dadurch die Lebensqualität laufend.
    111 11 Melden
    • Pokus 08.11.2016 12:18
      Highlight Also dank den Ausländern. Sag das doch gleich.

      Es liegt nicht an der Politik, am Lohn, oder der Lohnschere, exorbitanten Gehältern, ungerechter Besteuerung und Lohnungleichheit, zuwenig Heimarbeitsplätzen oder den Lebensgewohnheiten.
      Es sind einfach zuviele Leute, so einfach 😤

      Sieht man ja an Holland, 9 Mio Einwohner mehr als wir und so gut wie gleich gross - denen geht es übelst scheisse, leben alle in Schuhkartons.
      20 35 Melden
    • Der Zahnarzt 08.11.2016 12:47
      Highlight Völlig richtig. Die Wohnkosten sind explodiert. Aber wohin sind die Mehreinnahmen geflossen, wer profitiert davon?
      28 5 Melden
    • Z&Z 08.11.2016 12:53
      Highlight Ich schliesse mich dieser Meinung an. Als jemand aus dem Mittelstand mit einem (normal-) anständigen Lohn bin ich damit zufrieden. Was mich immer wieder in Rage versetzt, sind die steigenden Kosten in einzelnen Bereichen. Vor Allem die Begründungen dazu sind sehr fadenscheinig.
      28 2 Melden
    • Fabio74 08.11.2016 12:59
      Highlight Und wer dominiert die Parlamente seit jeher. Die Bürgerlichen. Wer hält an Kartellen und Preisabsprachen fest? Wer kämpft gegen bessere Miet- und Arbeitsrechte? Alles bürgerlich
      50 7 Melden
    • zombie woof 08.11.2016 13:26
      Highlight Und dann braucht es nur noch eine SVP die das Problem auf ihrem Misthaufen bearbeitet und schon hat man einen Schuldigen.
      24 2 Melden
    • Bob Alexander 08.11.2016 14:01
      Highlight In Holland braucht man nur auf einen Stein stehen und sieht schon das Meer. So viel zum Thema bewohnbare Fläche im Vergleich. Da Sonntag Nacht die meisten schon in der Pfanne lagen als das ORF 2 die Film Doku von Noam Chomsky ausstrahle, empfehle ich diese auf YouTube anzusehen. Es zeigt die 10 Prinzipien bei der Konzentration von Wohlstand und Macht. Die Antwort auf diesen Artikel schlecht hin. Der Wunsch nach Entterritorialisierung und entgrenzter Gesellschaft ist bei Wirtschaftsliberalen und Linken gross, doch wir können noch so viele Grenzen einreissen, das Grundproblem bleibt.
      16 3 Melden
    • Lami23 08.11.2016 15:50
      Highlight Abgesehen all dieser Punkte ist auch der Wunsch nach einem hohen Lebensstandards sicher nicht unschuldig.
      9 1 Melden
    600

Alle Jahre wieder: Superreiche sind reicher geworden – auch die Blochers

Das Finanzjahr 2016 präsentiert sich sehr verhalten und doch sind die Superreichen in der Schweiz noch reicher geworden. Dies geht aus der jährlichen Spezialausgaben des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» hervor, die die 300 Reichsten der Schweiz im Jahr 2016 vorstellt:

An den Börsen hielten sich 2016 die Kursgewinne weltweit in Grenzen, auch in den USA und Grossbritannien, ganz zu schweigen von den Märkten in der Schweiz, in Deutschland oder Japan.

Schwer auf die Stimmung geschlagen haben …

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