Lichtsteiner entlassen – FCB-Präsident Degen reicht's
Der FC Basel entlässt Stephan Lichtsteiner per sofort. Dies teilt der Fünfte der Super League nach der siebten Meisterschaftsrunde am Mittwochabend mit. Gemeinsam mit Lichtsteiner verlasse mit Mario Cantaluppi auch einer der Assistenztrainer den FCB. Vorerst übernimmt in Luigi Noccentini ein weiterer bisheriger Assistent den Trainerposten interimsweise.
«Trotz der enttäuschenden Rückrunde der vergangenen Spielzeit habe ich Stephan Lichtsteiner und seinem Trainerteam am Ende der Saison das volle Vertrauen ausgesprochen», erklärt FCB-Präsident David Degen in der Mitteilung. Dieses Vertrauen sei aber daran geknüpft gewesen, dass eine sportliche Weiterentwicklung und sichtbare Aufwärtstendenz erkennbar würden. «Diese Aufwärtstendenz sahen wir in den vergangenen Wochen leider nicht und es fehlte der Glaube, dass sich dies innert nützlicher Frist ändert», so Degen.
Nach einem zumindest resultattechnisch guten Saisonstart mit drei Siegen aus vier Ligaspielen verlor der FCB zuletzt zwei Heimspiele in Folge. Sowohl gegen Sion (1:2) als auch gegen Lugano (1:3) gaben die Basler eine Führung aus der Hand. Nach sieben gespielten Runden mit drei Niederlagen in vier Heimspielen erscheine das Risiko eines sportlichen Rückschritts und einer negativen Tabellendynamik zu gross, heisst es in der Mitteilung.
«Das Ziel, das langfristige Projekt erfolgreich weiterzuführen, blieb bis zuletzt bestehen», schreibt der FCB weiter und betont: «Auf dem Weg zu langfristigem Erfolg müssen jedoch auch wichtige Zwischenziele erreicht werden. Diese konnten seit Jahresbeginn nicht in dem Ausmass erfüllt werden, in welchem sich der Klub dies erhofft hatte.»
Lichtsteiner hatte den FC Basel im Januar 2026 übernommen. Zuvor hatte er als Trainer beim FCB im Nachwuchs gearbeitet und von 2024 bis 2026 beim FC Wettswil-Bonstetten in der viertklassigen 1. Liga Classic. Für die Schweiz hatte er als Aussenverteidiger 108 Länderspiele bestritten und war Captain der Nationalmannschaft. Seine beste Zeit hatte Lichtsteiner bei Juventus, mit den Turinern wurde er zwischen 2012 und 2018 sieben Mal in Folge italienischer Meister. (ram/nih)
