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Stefan Küng feiert an der Vuelta 2. Etappensieg an einer Grand Tour

epa13184784 Swiss rider Stefan Kung of team Tudor Pro Cycling Team competes in the 1st stage of the La Vuelta a Espana cycling tour, an individual time trial (ITT) over 9.4km in Monaco, 22 August 2026 ...
Stefan Küng gewinnt an der Vuelta das Zeitfahren.Bild: keystone

2. Etappensieg an einer Grand Tour: Küng gewinnt Zeitfahren an der Vuelta

Stefan Küng meldet sich nach seinem im Februar erlittenen Oberschenkelbruch definitiv zurück. Der Thurgauer feiert an der Vuelta im Zeitfahren der 18. Etappe seinen zweiten Sieg bei einer Grand Tour.
10.09.2026, 17:3411.09.2026, 06:44

Auf dem 32,1 km langen Kurs durch Andalusien war Küng 2,27 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Brite Callum Thornley. Damit bescherte er dem Schweizer Team Tudor fünf Tage nach der Premiere durch seinen Zimmerkollegen Marco Brenner den zweiten Etappensieg an einer dreiwöchigen Rundfahrt. «Heute stehe zwar ich alleine auf dem Podium, aber dieser Sieg gehört dem gesamten Team», gab der überglückliche Gewinner zu Protokoll.

Nachdem er beim Auftaktzeitfahren in Monaco als Zwölfter deutlich hinter seinen eigenen Erwartungen geblieben war, gelang Küng bei der Hauptprobe auf das WM-Zeitfahren in Montreal die erhoffte Leistungssteigerung. Dabei ist es alles andere als selbstverständlich, dass der 32-jährige Ostschweizer bereits wieder mit den Besten der Welt mithalten kann.

Erst vor Monatsfrist hatte der zweifache Zeitfahr-Europameister wieder ins internationale Renngeschehen eingegriffen, nachdem seine erste Saison im Team Tudor mit einem schweren Sturz im Februar überhaupt nicht wunschgemäss begonnen hatte. Der im belgischen Eintagesrennen Omloop Het Nieuwsblad erlittene Oberschenkelbruch erforderte eine lange Reha. Bei seinem Comeback an der Polen-Rundfahrt konnte er Anfang August das Schlusszeitfahren gewinnen.

Nun feierte Küng seinen 24. Sieg als Profi, den achten auf Stufe World Tour und den zweiten bei einer Grand Tour, nachdem er vor zwei Jahren ebenfalls an der Vuelta am Schlusstag das Zeitfahren gewonnen hatte.

Rennen perfekt eingeteilt

Dabei teilte Küng sich am Donnerstag im Süden Spaniens das Rennen über die nahezu vollständig flachen Strassen mit nur wenigen technisch anspruchsvollen Passagen perfekt ein. Bei der ersten Zwischenzeit nach knapp 12 km war er noch knapp zwei Sekunden langsamer als der letztjährige Tour-de-Suisse-Sieger João Almeida. Nach 22 km lag er bereits in Führung und verteidigte diese bis ins Ziel in Jerez de la Frontera erfolgreich.

Danach begann für ihn das lange Warten. Doch auch nachdem die Favoriten auf den Gesamtsieg von der Startrampe in der Stierkampfarena Plaza de Toros gerollt waren, kam Küng auf dem Leadersessel nicht mehr ins Zittern. Als drittletzter gestarteter Fahrer kam Primoz Roglic als Tagesvierter noch bis auf 19 Sekunden an Küng heran.

Mas weiter in Rot

Damit gelang es dem Zeitfahr-Olympiasieger von 2021 wie erwartet, Zeit gegenüber dem spanischen Leader Enric Mas gutzumachen. Allerdings zeigte auch der kletterstarke Spanier für seine Verhältnisse ein starkes Zeitfahren. Als Zwölfter büsste Mas nur gut eine halbe Minute auf Roglic ein.

Mas hat nun noch 1:37 Minuten Vorsprung auf den Slowenen, der seinen fünften Vuelta-Gesamtsieg anstrebt und sich auf Kosten des Österreichers Felix Gall auf den 2. Rang der Gesamtwertung verbesserte. Galls Rückstand auf Mas beträgt 3:01 Minuten.

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Enric Mas bleibt der Gesamtleader.Bild: keystone

Die Entscheidung im Kampf um das Rote Trikot wird an den kommenden beiden Tagen fallen. Am Freitag endet die 210 km lange Etappe mit einer Bergankunft an den Peñas Blancas. Einen Tag später steht dann die Königsetappe auf dem Programm, auf der die Fahrer fast 5000 Höhenmeter erklimmen müssen. Am Sonntag endet die Spanien-Rundfahrt in Granada. (riz/sda)

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