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Collien Fernandes spricht über Reaktionen zu ihrer Geschichte

Collien Ulmen-Fernandes, Schauspielerin und Moderatorin, hart aber fair Polittalk, TV, Format, mit Moderator - Louis Klamroth, Das Erste, 05.02. 2024, Foto: HMB Media/Uwe Koch *** Collien Ulmen Fernan ...
Collien Fernandes bekommt Drohungen und Hassnachrichten. Bild: www.imago-images.de

Collien Fernandes: «Mir ging es vor der Anzeige besser als jetzt»

Collien Fernandes ist mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen. Dies hatte viele Reaktionen zur Folge – unter denen sie leidet.
23.04.2026, 14:0623.04.2026, 14:06
Charlotte Koep / t-online
Ein Artikel von
t-online

Schauspielerin Collien Fernandes hat sich dazu entschieden, nicht länger zu schweigen. Sie ist mit den schweren Anschuldigungen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen vor ein paar Wochen an die Öffentlichkeit gegangen. Seit diesem Schritt erhalte sie viele Reaktionen, sagt sie im Interview mit der «Süddeutschen Zeitung». Sie bekomme Hassnachrichten und Drohungen. Sie gesteht: «Mir ging es vor der Anzeige besser als jetzt.»

Sie erklärt dahingehend: «Der erste Schmerz sei die Tat, der zweite die Stigmatisierung, die folgt, sobald man den Mund aufmacht. Man sei eine rachsüchtige Ex, die lügt.» Und weiter: «Ich verstehe immer mehr, warum so viele Frauen so etwas nicht zur Anzeige bringen. Man hört in dem Kontext oft: Ich halte nicht aus, was danach passieren wird.»

Sie glaube, dass deswegen so viele Menschen – insbesondere Frauen – wütend seien. «Denn jeder hat es entweder selbst erlebt oder kennt ein Opfer, aber irgendwie kennt keiner einen Täter. Die beschuldigten Männer wollen es immer nicht gewesen sein. Sie sind ja alle Feministen.»

Diese starken Gefühle bräuchte es aber. «Ich glaube, es braucht diesen Aufschrei der Menschen da draussen, um zu sagen: Es reicht, jetzt bitte endlich echter Feminismus von Männern und keinen Pseudo-Feminismus», so Collien Fernandes.

Kann Collien Fernandes Männern noch vertrauen?

In dem Gespräch wird Collien Fernandes gefragt, ob sie Männern nach den mutmasslichen Erfahrungen mit ihrem Ex-Mann noch vertrauen könne. Ihre Antwort: «Ich habe das Gefühl, dass ich meinen ehemaligen Ehepartner erst nach vielen Jahren richtig kennengelernt habe, eigentlich erst nach 15 Jahren. Und wenn 15 Jahre nicht ausreichen, um jemanden wirklich zu kennen, wie lang soll ich dann jetzt bitte daten?»

Sie schildert, dass sie nach der Trennung von ihrem Ex-Mann «gleich noch mal eine schlechte Erfahrung mit einem anderen Mann gemacht» habe. «Also da ist schon richtig was kaputtgegangen in mir. Ich glaube dennoch, dass ich mittlerweile wieder vertrauen kann und nicht jedem Mann pauschal Misstrauen entgegenbringe», so die 44-Jährige.

Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor, über Jahre Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber mit zahlreichen Männern kommuniziert zu haben. Er soll laut der 44-Jährigen digital generierte pornografische Inhalte, die ihr ähnelten, verbreitet haben. Bislang gilt die Unschuldsvermutung.

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120 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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stronghelga
23.04.2026 14:43registriert März 2021
Wer persönliche Erfahrungen teilt, liefert keinen Freifahrtschein für öffentliche Entgleisungen. Selbstverständlich musste sie mit Reaktionen rechnen. Entgleisungen, insbesondere Hass haben jedoch keinen Platz.
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domin272
23.04.2026 17:43registriert Juli 2016
Ich finde durchaus, dass man solche Fakes nicht verbreiten dürfen soll und der Hass der ihr entgegenschlägt ist vollkommen daneben, aber was soll man denn zu der Sache bitte sagen? Dass man den Ex gleich auf ihre Anschuldigung hin mal pauschal bestrafen soll? Er sollte bestraft werden, wenn sie es beweisen kann. Punkt. Dann weiss man was Sache ist und nicht jetzt.
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Dave Hawtin
23.04.2026 14:59registriert Dezember 2021
Die Straftaten mögen echt sein, (aber es gibt bereits Zweifel). Ich masse mir noch kein Urteil an, das sollen Richter und Gerichte machen.

Aber Frau Fernandez tut mir Leid, weil ihre Geschichte im Grunde vollkommen instrumentalisiert wurde. Der Spiegel Bericht wurde extra auf ihren Fall abgestimmt und Ihr Fall von denen Missbraucht, die gerade dabei waren/sind ein Gesetzt durchzuzwingen, die mehr Internetkontrolle fordert und mehr Schnüfflemöglichkeiten für Regierung und Behörden. Die Demobewilligung in Berlin wurde 8 Monate davor beantragt und alles Koordiniert. Ein Gesetz von einer NGO.
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