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Khashoggi: Saudischer Staatsanwalt kommt in die Türkei

Saudischer Staatsanwalt kommt wegen Khashoggi in die Türkei, Erdogan hat weitere Beweise

26.10.2018, 11:5626.10.2018, 12:51

Die Chronologie des Falls Khashoggi

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Die Chronologie des Falls Khashoggi
2. Oktober: Der saudische Journalist Jamal Khashoggi besucht das saudische Konsulat in Istanbul. Er benötigt Papiere, um seine türkische Verlobte heiraten zu können. Seitdem fehlt von ihm jede Spur.
quelle: ap/trt world
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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den Besuch eines «hochrangigen saudischen Staatsanwalts» in der Türkei angekündigt. Er soll an diesem Sonntag ankommen.

Dort soll er seinen türkischen Kollegen treffen, der die Tötung des kritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat des Königreichs untersucht, wie Erdogan bei einer Versammlung seiner Regierungspartei AKP am Freitag in Ankara sagte.

Zudem kündigte Erdogan an, weitere Beweise im Fall zu präsentieren. Welche Beweise das sein sollen, hat er allerdings nicht gesagt.

Einen Namen oder den genauen Titel des Besuchers nannte Erdogan nicht. Er betonte aber erneut, Khashoggis Tod sei «kein banaler Fall» und mahnte, Saudi-Arabien müsse klären, wer den Befehl für die Tat gegeben habe.

Der Regierungskritiker Khashoggi war Anfang Oktober in das Konsulat gegangen, um dort Papiere für seine geplante Hochzeit abzuholen. Danach verschwand er. Türkische Regierungsvertreter hatten anonym wochenlang über Medien Schilderungen lanciert, wonach Khashoggi von einem eigens aus Saudi-Arabien angereisten Spezialkommando verhört, gefoltert und ermordet worden war.

Zunächst hatte Saudi-Arabien die Beschuldigung zurückgewiesen. Nach massivem internationalem Druck erklärte Riad dann, Khashoggi sei im Konsulat versehentlich bei einer Schlägerei getötet worden. Am Donnerstag folgte erneut eine Kehrtwende: Die Verdächtigen in dem Fall hätten mit Vorsatz gehandelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des Königreichs mit.

Khashoggi hatte zuletzt im US-Exil gelebt und schrieb dort auch für die «Washington Post». Deshalb und weil Saudi-Arabien ein wichtiger Verbündeter der US-Regierung von Präsident Donald Trump ist, wurden auch die Vereinigten Staaten in den Fall hineingezogen. Inzwischen hat sich die Affäre zu einem Skandal internationalen Ausmasses ausgewachsen. (aeg/sda/dpa)

Fall Khashoggi: Ein Mord mit politischen Konsequenzen

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