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Robotaxis von Uber, Waymo etc.: Europa gerät in den Rückstand

Bericht warnt: Europa gerät bei Robotaxis in den Rückstand

11.05.2026, 10:2011.05.2026, 12:20

Europa droht laut einem Bericht des französischen Planungskommissariats bei autonomen Fahrzeugen massiv ins Hintertreffen zu geraten. Ohne eine gezielte Aufholstrategie drohe der Kontinent in diesem Bereich zu einer «digitalen Kolonie» ausländischer Anbieter zu werden, warnte die Behörde in einer am Montag veröffentlichten Analyse.

Während China und die USA ihre Aktivitäten stark ausbauten, sei Europa «weit davon entfernt», mitzuhalten, hiess es. Europa könnte sich laut dem Bericht von amerikanischen und chinesischen Anbietern abheben, indem autonome Fahrzeuge stärker in den öffentlichen Verkehr integriert würden statt auf Robotaxis zu setzen. Diese legten rund die Hälfte ihrer Fahrten leer zurück. Zwar sei Europa bei der Fahrzeugtechnologie selbst im Rückstand, könnte aber beim Mobilitätsmodell wieder die Führung übernehmen.

«Wir müssen das antizipieren, weil es alles verändern wird», sagte der französische Hochkommissar für Planung, Clément Beaune, am Montag im Fernsehsender France 2. «Heute sind alle Modelle amerikanisch oder chinesisch.»

Am Morgen die Pendler, am Nachmittag die Rentner

Der Bericht empfiehlt autonome, gemeinsam genutzte Fahrzeuge. So könnten Pendler ihr autonomes Auto nach der Fahrt zur Arbeit tagsüber anderen Nutzern zur Verfügung stellen, etwa älteren Menschen für Arztfahrten auf dem Land.

Robotaxis breiten sich derzeit vor allem in chinesischen und amerikanischen Städten rasch aus. In China dominieren laut dem Bericht Apollo, eine Tochter von Baidu, sowie Pony AI, Weride, Didi und Saic den Markt. Die US-Bank Goldman Sachs rechnet dort bis 2030 mit 500'000 Robotaxis und bis 2035 mit 1,9 Millionen Fahrzeugen. 2025 waren es demnach erst rund 4100.

Robotaxi-Anbieter auf dem Vormarsch

Mehrere Anbieter drängen inzwischen auch nach Europa. Waymo, eine Tochter des Google-Konzerns Alphabet, will 2026 in London starten. Pony AI plant Tests autonomer Lieferwagen in Luxemburg zusammen mit Stellantis. Weride ist bereits in Belgien, Spanien und der Schweiz aktiv. Uber will zudem noch dieses Jahr in München Robotaxis mit Technologie des chinesischen Unternehmens Momenta einsetzen.

Das Planungskommissariat fordert deshalb den Aufbau von zwei oder drei «massiv finanzierten» europäischen Champions. Zudem solle Europa bei der Technologie für das gesamte Mobilitätssystem eine Führungsrolle übernehmen. In Frankreich schlägt der Bericht fünf bis zehn Pilotregionen vor, in denen autonome Fahrzeuge grossflächig in lokale Verkehrssysteme integriert werden sollen. (sda/awp/afp)

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quelle: ap/waymo / julia wang
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