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Uber lanciert Robotaxis in 15 Städten weltweit – auch in Zürich

Uber lanciert Robotaxis in der Schweiz – hier können sie gebucht werden

Der US-Fahrdienstanbieter will autonome Taxis in einer Schweizer Stadt herumfahren lassen. Auch Firmen des öffentlichen Verkehrs testen die Technologie.
05.02.2026, 11:2505.02.2026, 11:30
Stefan Ehrbar / ch media

Der US-Fahrtenvermittler Uber will in der Schweiz automatische Taxis herumfahren lassen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, plant er, den Dienst bis Ende Jahr in 15 Städten weltweit zu lancieren. Neben Madrid und Hongkong gehört auch Zürich dazu. Bereits heute betreibt Uber in Zusammenarbeit mit Firmen wie WeRide oder Waymo autonom fahrende Taxis in US-Städten wie Atlanta und San Francisco, aber auch in Abu Dhabi.

Das Waymo-Taxi hält ganz normal an der Strassenseite und wartet auf seine Passagiere.
Bald auch in der Schweiz: Uber lanciert hierzulande selbstfahrende Taxis.Bild: CH Media

Uber-Chef Dara Khosrowshahi wird im Bericht damit zitiert, dass Roboter-Taxis, die über die Plattform von Uber betrieben würden, eine höhere Auslastung und kürzere Abholzeiten aufwiesen als eigenständige Dienste.

Erst vor einem Monat hat das kanadische Startup-Unternehmen Waabi bekannt gegeben, eine Kooperation mit Uber einzugehen. Die ersten 25'000 selbstfahrenden Taxis, die das Unternehmen produziert, sollen ausschliesslich via Uber buchbar sein. Dafür investiert die Firma 1 Milliarde US-Dollar. Welcher Technologie-Anbieter in Zürich zum Zug kommt, ist noch nicht bekannt.

Baidu siedelt sich in Zürich an

Uber ist nicht das einzige Unternehmen, das hierzulande mit selbstfahrenden Fahrzeugen experimentiert. In Arbon TG ist ein autonom verkehrender Linienbus im Einsatz, derzeit allerdings noch mit Sicherheitsfahrer.

Im Zürcher Furttal sind seit November zwei Fahrzeuge selbstfahrend im regulären Strassenverkehr unterwegs, allerdings noch begleitet von Sicherheitsfahrern und ohne Passagiere. Künftig soll eine grössere Flotte in den öffentlichen Verkehr integriert werden und Fahrgäste auf einer 110 Kilometer langen Strecke mit rund 460 festgelegten Haltepunkten befördern. Die Idee ist, damit die Einwohnerinnen und Einwohner im dünn besiedelten Gebiet besser an die Bahnhöfe anzubinden. Bestellt werden können die Fahrzeuge per App.

Der öffentliche Betrieb soll im ersten Halbjahr starten. Dann werden die Fahrzeuge nur noch aus der Ferne überwacht. Am Projekt namens «Iamo» sind die Kantone Zürich und Aargau, die SBB und das Swiss Transit Lab beteiligt. Die Technologie für das autonome Fahren liefert der chinesische Anbieter Weride.

Ein ähnliches Vorhaben setzt Postauto mit den Kantonen St. Gallen, Thurgau, beiden Appenzell, dem TCS, dem Bundesamt für Verkehr und dem Bundesamt für Strassen in der Ostschweiz um. Dort starteten die ersten, begleiteten Testfahrten im Dezember. Im Verlauf dieses Jahres sollen erste Kundinnen und Kunden mitfahren dürfen, ab 2027 sollen die Fahrten auf Abruf ins reguläre Angebot des öffentlichen Verkehrs integriert werden. Die Preise stehen noch nicht fest, dürften aber über jenen des regulären öffentlichen Verkehrs liegen.

Wenig Bedarf an Bedarfsverkehr

Geplant sind 25 elektrische, selbstfahrende Taxis, was das Ostschweizer Projekt laut Postauto zum «grössten geplanten Angebot mit automatisierten Fahrzeugen im europäischen Raum» macht. Die Technologie kommt vom chinesischen Anbieter Baidu.

Ein Zufall ist die Wahl des Technologiepartners nicht. Baidu hat vergangenes Jahr in Zürich ein europäisches Zentrum für autonome Mobilität eröffnet. Die Schweiz ist nach Dubai der zweite Markt ausserhalb Chinas, in dem Baidu sein System namens Apollo Go lanciert.

Anders als Uber will Baidu allerdings keine selbstfahrenden Taxis in Städten lancieren. «Wir wollen nicht dort ein weiteres Angebot schaffen, wo es bereits ein ausgebautes System gibt», sagte Yong Gessner, der Europa-Chef der Intelligent Driving Group des Konzerns, in einem Interview mit dem Standortförderer Greater Zurich Area. Die Robotaxis sollten dort fahren, wo es noch kein Angebot gibt, also in Randregionen.

Tatsächlich haben Versuche mit sogenanntem Bedarfsverkehr – also der Möglichkeit, Taxis oder Kleinbusse als Teil des öffentlichen Verkehrs per App bestellen zu können – bereits gezeigt, dass diese in den Schweizer Städten einen schweren Stand haben gegen das dichte Angebot des regulären öffentlichen Verkehrs. Die Verkehrsbetriebe Zürich etwa stellten ihr Angebot «Pikmi» 2022 wieder ein, weil das Potenzial als zu gering erachtet wurde.

Autonom fahrende Fahrzeuge sind in der Schweiz dank einer Gesetzesänderung seit vergangenem Jahr möglich. Das Bundesamt für Strassen kann auf bewilligten Strecken solche Angebote zulassen. (aargauerzeitung.ch)

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