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Volkswagen will bis zu 100'000 Stellen streichen – 4 Werke vor dem Aus

A Volkswagen ID.5 is pictured in Frankfurt, Germany, Tuesday, March 24, 2026. (AP Photo/Michael Probst)
Germany Volkswagen
Dunkle Wolken sind über dem Volkswagen-Logo aufgezogen.Bild: keystone

Volkswagen will bis zu 100'000 Stellen streichen – vier Werke vor dem Aus

Volkswagen steht laut einem Medienbericht vor einem drastischen Umbau. Demnach könnten weltweit bis zu 100'000 Stellen wegfallen und mehrere Werke geschlossen werden.
26.06.2026, 10:4626.06.2026, 10:48

Europas grösster Autobauer Volkswagen könnte laut einem Medienbericht deutlich mehr Stellen abbauen als bislang bekannt. Wie das «Manager Magazin» unter Berufung auf Insider berichtet, sollen in den kommenden Jahren konzernweit bis zu 100'000 der derzeit rund 657'000 Arbeitsplätze wegfallen. Damit würde sich das bisherige Sparziel verdoppeln.

Dem Bericht zufolge hat Konzernchef Oliver Blume seine Pläne für ein neues Sanierungskonzept bereits dem Vorstand vorgestellt. Eine endgültige Zahl zum Stellenabbau sei in den Unterlagen allerdings bewusst nicht genannt worden. Nach Angaben eines Insiders solle damit Spielraum für die weitere Ausgestaltung des Programms bleiben.

Neben dem Stellenabbau könnten dem Bericht zufolge auch vier Werke mittelfristig geschlossen werden. Betroffen wären demnach die Volkswagen-Standorte Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. Mit dem Auslaufen der dort produzierten Modelle soll die Fertigung eingestellt werden. Von der deutschen Autoindustrie sind auch viele Firmen in der Schweiz abhängig.

Überdies plant der VW-Konzern offenbar eine umfassende Neuordnung seiner Struktur. So sollen die Kernmarke Volkswagen und die Komponentensparte in eigenständige Gesellschaften ausgegliedert werden. Laut dem Magazinbericht könnte das den Weg ebnen, einzelne Unternehmensteile künftig leichter an den Kapitalmarkt zu bringen. Volkswagen selbst äusserte sich zu dem Bericht zunächst nicht.

Bis mindestens 2030 gilt an den deutschen Konzernstandorten eine Beschäftigungssicherung, die mit der IG Metall vereinbart wurde. Bis 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50'000 Stellen angekündigt, davon 35'000 bei der Kernmarke VW. (t-online)

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Die beliebtesten Kommentare
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meglo
26.06.2026 10:59registriert März 2016
Der einstige Stolz der deutschen Autoindustrie wird von Managern mit Spitzensalären an die Wand gefahren. Ich frage mich manchmal für was diese Leute eigentlich bezahlt werden. Dafür, dass sie neue Entwicklungen auf dem Markt schlicht verschlafen haben. Die Arbeiter, die nun entlassen werden, zahlen einmal mehr die Zeche für das Versagen ihrer gierigen Bosse.
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Jason84
26.06.2026 11:24registriert März 2016
Dabei hat das Management aufgrund guter Ergebnisse anfangs Jahr doch noch grosszügige Boni erhalten.
Einfach no words…
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JBV
26.06.2026 11:18registriert September 2021
An dieser Krise ist einzig und allein das VW Management schuld.

Vor Covid wurden fast 40% aller von VW produzierten Fahrzeuge in China verkauft. Mittlerweile sind in China über 50% aller Neuwagenverkäufe Elektroautos. Einem Markt auf dem VW in China nicht stattfindet. Die Verkaufszahlen rasseln in den Keller.

Das VW Management hat (wie nahezu alle europ. Autobauer) sich zu lange auf den techn. Vorsprung beim Verbrennermotor ausgeruht und den Trend hin zur Elektromobilität aus Überheblichkeit schlichtweg verschlafen.

Ausbaden müssen es jetzt die Arbeitnehmer, nicht die Manager.
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