Volkswagen will bis zu 100'000 Stellen streichen – vier Werke vor dem Aus
Europas grösster Autobauer Volkswagen könnte laut einem Medienbericht deutlich mehr Stellen abbauen als bislang bekannt. Wie das «Manager Magazin» unter Berufung auf Insider berichtet, sollen in den kommenden Jahren konzernweit bis zu 100'000 der derzeit rund 657'000 Arbeitsplätze wegfallen. Damit würde sich das bisherige Sparziel verdoppeln.
Dem Bericht zufolge hat Konzernchef Oliver Blume seine Pläne für ein neues Sanierungskonzept bereits dem Vorstand vorgestellt. Eine endgültige Zahl zum Stellenabbau sei in den Unterlagen allerdings bewusst nicht genannt worden. Nach Angaben eines Insiders solle damit Spielraum für die weitere Ausgestaltung des Programms bleiben.
Neben dem Stellenabbau könnten dem Bericht zufolge auch vier Werke mittelfristig geschlossen werden. Betroffen wären demnach die Volkswagen-Standorte Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. Mit dem Auslaufen der dort produzierten Modelle soll die Fertigung eingestellt werden. Von der deutschen Autoindustrie sind auch viele Firmen in der Schweiz abhängig.
Überdies plant der VW-Konzern offenbar eine umfassende Neuordnung seiner Struktur. So sollen die Kernmarke Volkswagen und die Komponentensparte in eigenständige Gesellschaften ausgegliedert werden. Laut dem Magazinbericht könnte das den Weg ebnen, einzelne Unternehmensteile künftig leichter an den Kapitalmarkt zu bringen. Volkswagen selbst äusserte sich zu dem Bericht zunächst nicht.
Bis mindestens 2030 gilt an den deutschen Konzernstandorten eine Beschäftigungssicherung, die mit der IG Metall vereinbart wurde. Bis 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50'000 Stellen angekündigt, davon 35'000 bei der Kernmarke VW. (t-online)
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