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EV Zug feuert Sportchef Kläy – ist Präsident Strebel zu mächtig?

Der Sportchef des EV Zug, Reto Klaey waehrend eines Medientermins des EV Zug im Trainingszentrum OYM in Cham am Donnerstag, 22. Januar 2026. (KEYSTONE/Urs Flueeler).
Reto Kläy Anfang Jahr in Zug.Bild: keystone
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Der EV Zug feuert den Sportchef – ist der Präsident zu mächtig?

Der EV Zug hat einen neuen Sportchef. Reto Kläy muss gehen und wird durch den amerikanisch-schweizerischen Doppelbürger Ted Suihkonen ersetzt.
19.06.2026, 19:1119.06.2026, 19:11

Warum muss Reto Kläy, Architekt von zwei Meistertiteln und enger Freund von Geschäftsführer Patrick Lengwiler gehen? Diese Frage wird den EV Zug nachhaltig erschüttern.

Kläy muss gehen, weil er sich gegen den Präsidenten gestellt hat. Hans-Peter Strebel duldet keinen Widerspruch, wenn es um sein Projekt OYM geht. Der Milliardär hat für sein Sportleistungszentrum OYM auch die Namensrechte am Zuger Eistempel gekauft. Die OYM-Philosophie ist Gospel. Kläy wagte es – so berichten die Gewährsleute – für weniger OYM und mehr urige Hockey-Philosophie einzutreten. Im Interesse der Mannschaft.

ARCHIV - ZUM PREMIUM-INTERVIEW MIT HANS-PETER STREBEL VOM EV ZUG --- Der Apotheker und Wissenschaftler Hans-Peter Strebel (genannt HP Strebel) waehrend eines Rundganges durch das Spitzensport-Zentrum  ...
Wer zahlt, befiehlt. Hans-Peter Strebel im OYM.Bild: keystone

Sein Nachfolger Ted Suihkonen steht seit 2022 bei Zug unter Vertrag und hat sich als Ausbildner einen exzellenten Ruf erarbeitet. Ob einer, der bisher auf dem Eis mit den Spielern gearbeitet hat, nun auch zum Chef taugt, wird sich zeigen. Wichtig: Er ist ein treuer Anhänger der OYM-Philosophie.

Letztlich dürfe der überraschende Wechsel nicht in erster Linie eine Frage des sportlichen Erfolges oder Misserfolges sein. Sondern eines Machtkampfes, den – natürlich – der Präsident als Milliardär gewonnen hat. Aber Machtkämpfe sind bei einem Sportunternehmen, das sich in einem Erneuerungsprozess befindet, eine gefährliche Sache. Sie lenken das Personal vom der zentralen Aufgabe – dem Sport – ab.

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  • 7

    Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.

  • 6-7

    Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.

  • 5-6

    Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.

  • 4-5

    Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.

  • 3-4

    Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.

  • Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.

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quelle: keystone / ennio leanza
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