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Ranking der besten Bahnhöfe Europas: Darum belegt der Zürich HB Platz 1

Eine Luftaufnahme zeigt den Zuercher Hauptbahnhof und das Central, aufgenommen am Mittwoch, 3. September 2025 im Stadthaus in Zuerich. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
Holt in vielen Kategorien die Maximalpunktzahl: der Zürcher Hauptbahnhof.Bild: KEYSTONE
Ranking

Zürich HB auf die 1: Das sind die besten Bahnhöfe Europas

Wenig Verspätungen, kurze Wartezeit und Zugänglichkeit: Schweizer Bahnhöfe brillieren beim European Station Railway Index. Die deutschen Bahnhöfe haben Nachholbedarf.
09.09.2026, 20:0110.09.2026, 11:14

Zürich ist der ungeschlagene Meister. Zumindest, wenn es um Bahnhöfe geht. Der Zürcher HB landet beim European Railway Station Index zum fünften Mal in Folge auf Platz eins.

Das Consumer Choice Center untersuchte auch in diesem Jahr die 60 grössten europäischen Bahnhöfe nach Fahrgastvolumen. Der Index berücksichtigt für die Punktevergabe unter anderem Barrierefreiheit, Zugverspätungen, Anschlüsse, Restaurants und Informationen im Bahnhof. Verspätungen und Wartezeiten gewichtet das Ranking besonders stark.

Die komplette Rangliste mit allen Detailscores gibt es am Ende der Story.

Wer steckt hinter dem Consumer Choice Center?
Das CCC ist eine 2017 in den USA gegründete Lobbyorganisation, ursprünglich ein Projekt des libertären Netzwerks Students for Liberty. Laut Recherchen von Corporate Europe Observatory, DeSmog und Lobbypedia finanziert sich das CCC unter anderem über Unternehmen aus der Tabak-, Öl- und Gasbranche sowie über libertäre Stiftungen wie das Atlas Network. Es setzt sich vor allem für Deregulierung ein und positioniert sich unter anderem gegen Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutzmassnahmen.

Die Besten

Die Schweizer Bahnhöfe setzen weiterhin den Massstab bei der Zuverlässigkeit, wie es im Bericht heisst. Neben Zürich sind auch Bern und Luzern im Ranking vertreten. Zusammen überzeugen sie mit einer Pünktlichkeitsrate von 94,1 Prozent.

Bei den Ticketarten, den Öffnungszeiten und den Verbindungen geben alle drei Schweizer Bahnhöfe Punkte ab. Bern und Luzern holen zudem bei der Auswahl an Restaurants und Takeaways nicht alle Zähler.

Bern belegt den fünften Rang mit einem Score von 94,5. Luzern liegt auf dem 14. Rang – hat aber von allen 60 Bahnhöfen die tiefste durchschnittliche Verspätung (0,3 Prozent) und Wartezeit (0 Minuten).

Deutlich verbessert haben sich die französischen Bahnhöfe: Der Gare du Nord in Paris verkürzte seine Wartezeit von 3,77 auf 0,4 Minuten und belegt nun den zweiten Gesamtrang. Den Anteil an verspäteten Zügen verbesserte der Bahnhof um 15 Prozentpunkte (von 20 auf 5 Prozent). Auch der Gare de Lyon und der Gare Montparnasse verbesserten sich in ähnlichem Ausmass.

Die Schlechtesten

Am schlechtesten schneiden die deutschen Bahnhöfe ab: Sechs der letzten sieben Ränge belegt ein Bahnhof unseres nördlichen Nachbarn. Das Schlusslicht mit 47 Punkten macht der Hauptbahnhof in Bremen. Immerhin auf Rang 18 schafft es der Hauptbahnhof in Berlin.

Dortmund verzeichnet mit 73,8 Prozent die höchste Verspätungsquote im Index. Hamburg hat mit 24,9 Minuten die längste durchschnittliche Wartezeit.

Im Schnitt warten Fahrgäste in Deutschland 14,74 Minuten auf ihre Verbindungen. Gesamteuropäisch liegt der Schnitt bei 8,06 Minuten.

Der Index erscheint bereits zum siebten Mal. Die Daten zu Wartezeiten und Verspätungen aktualisiert das Consumer Choice Center laufend, die Passagierzahlen entsprechen dagegen den letzten verfügbaren Jahreswerten.

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81 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Joe Smith
09.09.2026 23:04registriert November 2017
Deutschland ist das perfekte Beispiel, wohin die Privatisierung der Infrastruktur führt. Auf dem Höhepunkt des Liberalisierungshypes kam Deutschland auf die gloriose Idee, die DB «börsentauglich» zu machen. In der Folge wurde für die Bilanz jahrelang auf Verschleiss gefahren und kaum mehr in Infrastruktur und Wagenmaterial investiert. Der Börsengang wurde dann zwar abgebrochen (allerdings nicht aus Überzeugung, sondern wegen der Bankenkrise), aber die Auswirkungen sind bis heute verheerend.
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Butschina
10.09.2026 04:46registriert August 2015
Nach meinen Erlebnissen vom Sonntag und Montag würde ich Zürich nicht auf Platz 1 setzen. Als Rollifahrerin ohne Ortskenntnisse ist es echt mühsam am HB Zürich umzusteigen. Es gibt so viele Schilder, dass ich die Liftschilder fast nicht fand. Die ersten zwei Anschlüsse nach Uster verpasste ich. Ok, da ist nicht nur der Bahnhof schuld, sondern die Fussgänger, welche den Lift besetzen. Deshalb hier mein Aufruf, liebe Fussgänger: bitte nutzt die Rolltreppen und gebt die Lifte für Rollifahrer, Kinderwägen, etc. frei. Danke
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George Cloowney & Brad Pildo
09.09.2026 22:09registriert November 2022
Ohne Olten ist die Liste suspekt.
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