DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trotz Frankenstärke: SBB will 2015 auf Preiserhöhungen verzichten

26.03.2015, 09:5826.03.2015, 10:53
Gutes Konzernergebnis: Die Kunden sollen nicht stärker zur Kasse gebeten werden.
Gutes Konzernergebnis: Die Kunden sollen nicht stärker zur Kasse gebeten werden.Bild: KEYSTONE

Die SBB blickt auf ein gutes Jahr zurück: Sie transportierte 2014 mehr Passagiere und Güter, die Pünktlichkeit und die Kundenzufriedenheit stiegen leicht an, und auch das Konzernergebnis legte zu. Zu schaffen macht der SBB allerdings die Frankenstärke. Die Preise sollen 2015 dennoch nicht steigen.

Sie sei 2014 gut vorangekommen, bilanzierte die SBB am Donnerstag. Die SBB habe bei Pünktlichkeit, Sicherheit und Sauberkeit zugelegt, was in der leicht gestiegenen Kundenzufriedenheit zum Ausdruck komme (+0.3 auf 75.9 Punkte).

Besser bewertet wurden von den Kunden gemäss SBB insbesondere Sauberkeit, Platzangebot, Preis-Leistungsverhältnis und die Kundeninformation im Störungsfall. Zur Zufriedenheit beigetragen habe auch die Ausrüstung aller Wagen im Fernverkehr mit Signalverstärkern und qualitativ hochstehendem Mobilfunkempfang.

Der Anteil der Reisenden, die pünktlich oder mit einer Verspätung von weniger als drei Minuten ihr Reiseziel erreichten, stieg gegenüber dem Vorjahr um 0.2 Prozentpunkte auf 87.7 Prozent. Gleichzeitig verpassten jedoch mehr Passagiere ihre Anschlusszüge: Die Gewährung der Anschlüsse ging um 0.2 auf 97.1 Prozent zurück.

Der Konzerngewinn stieg um 135 Millionen auf 373 Millionen Franken, wie der Bundesrat bereits am Mittwoch bekannt gegeben hatte. Der Anstieg sei in erster Linie auf Immobilienverkäufe zurückzuführen, schreibt die SBB dazu. Den Gewinn geschmälert habe hingegen der zusätzliche Unterhalt beim Schienennetz im Umfang von 95 Millionen Franken.

Frankenstärke als «grosse Belastung»

Eine grosse Belastung für die SBB sei die Frankenstärke, heisst es in der Medienmitteilung. Weitere Effizienzsteigerungen und strukturelle Anpassungen seien notwendig. Die SBB hatte bereits im März 2014 Einsparungen in der Höhe von 150 Millionen Franken angekündigt, dies wegen zusätzlichen Kosten für den Schienenunterhalt.

Die Kunden und Kundinnen sollen jedoch nicht stärker zur Kasse gebeten werden: Die SBB werde sich dafür einsetzen, 2015 auf Preiserhöhungen im öffentlichen Verkehr zu verzichten, heisst es im Communiqué.

Von der Frankenstärke hart betroffen seien im Güterverkehr die Nord-Süd-Achse sowie die Transporte im Import/Export. Die SBB stehe mit den Sozialpartnern im Dialog für weitere Massnahmen zur Stabilisierung der Pensionskasse. Dies sei unter anderem wegen der Frankenstärke und der Negativzinsen sehr anspruchsvoll. (dhr/sda)

ÖV-Projekt BIBO ersetzt Billette durch Chipkarte

1 / 9
ÖV-Projekt BIBO ersetzt Billette durch Chipkarte
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
SBB kündigt Sparmassnahmen bei den Lohnabzügen des Personals an

Das SBB-Personal soll bei den Lohnabzügen Abstriche machen. Die SBB haben entsprechende Sparmassnahmen angekündigt. Am Freitag begannen die Verhandlungen mit den Sozialpartnern. Für die Gewerkschaften sind die Massnahmen «inakzeptabel».

Zur Story